(openPR) Auf dem Törn der High Seas High School nach Lateinamerika üben Schüler nicht nur Segeln und Navigieren, sie erkunden auch fremde Kulturen – und sie lernen sich selbst besser kennen
Auf einem traditionellen Großsegler den Atlantik überqueren, gemeinsam Stürmen trotzen, ferne Länder entdecken, Menschen am anderen Ende der Welt kennenlernen: Das ist die High Seas High School der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog. 26 Schülerinnen und Schüler brechen im Oktober wieder an Bord des Gaffelschoners Johann Smidt zu einer aufregenden, lehrreichen Expedition auf.
Von Hamburg aus geht es zunächst nach Teneriffa. Dort wartet die erste große Herausforderung zu Land auf die Segler: der Pico Teide, 3718 Meter hoch. Nach der Besteigung des Vulkans stechen sie wieder in See; erst in der Karibik werden sie wieder Land sehen. Nach einem Stopp auf Martinique geht es weiter nach Panama. Dort erkunden die Schüler den Regenwald und arbeiten dann in Costa Rica auf einer Finca mit. In Honduras lernen sie Tauchen auf der Insel Utila. Und bevor sie zurück nach Hamburg segeln, besuchen sie auf Kuba die Hauptstadt Havanna und eine Partnerschule.
Segelsetzen, steuern, das Wetter lesen, die Gezeiten verstehen, navigieren – das alles lernen die Hochseeschüler an Bord der Johann Smidt. Wenn sie das Segel-Handwerk beherrschen, übernehmen sie für einige Zeit selbst das Kommando, bei Tag und Nacht, Wind und Wetter. Der Kapitän und die Crew springen nur im Notfall ein. So lernen die Jugendlichen, für sich und die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Auf dem 36 Meter langen Schiff kann man sich nicht aus dem Weg gehen, Konflikte müssen ausgetragen werden. Und die gemeinsam bestandenen Herausforderungen helfen den Schülern, zu belastbaren und selbstbewussten Persönlichkeiten zu werden.
Während des siebenmonatigen Törns kommt aber auch der Schulunterricht nicht zu kurz, im Gegenteil: Mathematik und Physik werden beim Segeln und Navigieren lebendig, Erdkunde zum Anfassen bieten Bergbesteigungen und Regenwald-Expeditionen, Geschichte und Politik lassen sich auf historischen Routen großer Entdecker und in fremden Staaten und Kulturen nacherleben, Biologie wird in Tauchkursen zum Abenteuer. An Bord unterrichten fünf Lehrer.
Zum ersten Mal stach die High Seas High School 1993 in See; der damalige Leiter der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog, Hartwig Henke, hatte sich das mutige Unterfangen ausgedacht – ganz im Sinne des Lietzschen Mottos: Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Im Herbst startet nun der 20. Törn.
Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn der Reise die 10. oder 11. Klasse eines Gymnasiums besuchen. Ihren Lebenslauf, die letzten beiden Zeugnisse und ein Motivationsschreiben schicken sie per Post oder Mail an:
High Seas High School
Dr. Hartwig Henke
Hellerpad 2
26474 Spiekeroog
Seit 2002 gibt es mit der Sommer High Seas High School auch einen vierwöchigen Törn für Schüler der 7./8. Klasse auf der Ostsee. Hierfür senden Interessierte Ihre Bewerbungen bitte auch an die oben genannte Adresse.











