(openPR) Der Anteil an Personen im arbeitsfähigen Alter sinkt, die Geburtenraten als auch die Einwohnerzahlen nehmen unaufhörlich ab – gerade in der Region Südwestfalen. Berufliche Perspektiven scheinen für junge Menschen in großen Städten attraktiver zu sein, weshalb Fachkräfte zunehmend in Großstädte oder Metropolregionen abwandern. Das Institut für Umformtechnik in Südwestfalen will dem entgegen wirken. Mit einem vielseitigen Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen sorgt das Ausbildungszentrum Schraubenfertigung des IFU für frischen Nachwuchs in der Region.
„Das Institut für Umformtechnik ist der einzige Bildungsträger in Deutschland, der eine einjährige Weiterbildungsmaßnahme im Bereich der Kaltummassivformung in Theorie und Praxis durchführt“, erklärt IFU-Geschäftsführer Klaus-Peter Groß nicht ohne Stolz. Bei dieser Qualifizierung werden jedes Jahr zehn motivierte Langzeitarbeitslose zu Fachkräften qualifiziert. Die Erfolgsquote für einen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt in Südwestfalen liege aktuell bei rund 80 Prozent.
Auch in die Fachkräfte von morgen wird beim Institut für Umformtechnik investiert. So werden regelmäßig Schulklassen in den Institutssitz nach Lüdenscheid eingeladen, um den Schülern Berufsbilder aus den Bereichen Kaltmassiv- und Blechumformung praktisch näher zu bringen. Kürzlich folgte eine Schülergruppe der Hauptschule „Am Stadtpark“ aus Lüdenscheid dieser Einladung. Siegfried Siwczyk vom Ausbildungszentrum erklärte sehr anschaulich und mit Hilfe eines Films, wie aus einem Stück Draht eine komplexe Schraube entsteht. Zum einen stellte er dem potenziellen Fachkräftenachwuchs die Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb des Instituts sowie bei den Mitgliedsunternehmen der Trägergesellschaft vor. Anschließend ging es in die Lehrwerkstatt, dem Reich von Industriemeister Wilfried Klinker. Hier konnten sie die einzelnen Bearbeitungsschritte der Kaltummassivformung zur Herstellung von Verbindungselementen praxisnah erleben.
„Der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitnehmern in dem Bereich der Umformtechnik steigt, gleichzeitig geht uns jährlich wichtiges Potenzial verloren“, wie Ingenieur Klaus-Peter Groß weiß. Deshalb engagiert sich das IFU im Projekt „Fachkräfte sichern“ im Rahmen der Regionale 2013 und wird im Jahr 2013 mit dem Aufbau des Qualifizierungszentrums „Stanz- und Blechumformtechnik Südwestfalen“ beginnen. „Wichtig ist es, junge Menschen über die vielfältigen Möglichkeiten in der Region aufzuklären“, so Groß. Deshalb kooperiert das Institut mit Schulen sowie mit regionalen Hochschulen. „Im Bereich der Umformtechnik ist Südwestfalen eine Kompetenzregion, die viele tausend Arbeitsplätze bietet“, macht Groß die Bedeutung der Arbeit des IFU deutlich. Das IFU unterstützt Unternehmen nicht nur bei der Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses, sondern hilft mit vielfältigen Dienstleistungen, die Marktattraktivität der Firmen in der Region zu stärken. Engagierte Unternehmen als Mitglieder sind bei dem IFU, das aktuell in der Trägergesellschaft über 50 Unternehmen vereint, herzlich willkommen.











