(openPR) Die EU-Richtlinie zur Mediation existiert schon seit 2008. Ab heute hat auch der Deutsche Bundestag den Weg frei gemacht: Das erste deutsche Mediationsgesetz wird am 15. 12. 2011 beschlossen.
Mit diesem Gesetz wird eine solide Basis dafür geschaffen, Konflikte statt in langen gerichtlichen Auseinandersetzungen in Gesprächen zu einem Konsens zu führen. In allen Lebensbereichen: Wirtschaft, Arbeit, Familie, Politik und Umwelt ist dies von Vorteil. Dabei ist das Beste gar nicht die oft beachtliche Kostenersparnis, sondern die maßgeschneiderte Lösung für alle Beteiligten.
Der Weg zum Mediationsgesetz hat lange gedauert: Die ursprüngliche EU-Vorgabe hatte ein deutsches Mediationsgesetz bis Mai 2011 gefordert. Dass die Abgeordneten sich mit der Meinungsbildung und Konsensfindung mehr Zeit genommen haben, hat sich gelohnt. Viel geändert hat sich seit dem letzten Entwurf bei der Rolle der Richter. Denn nicht nur die Lösungssuchenden lieben das Werkzeug der Mediation. Viele Richter haben die mediative Art zu fragen, in ihr Repertoire übernommen und werden dies in Zukunft in der Rolle als „Güterichter“ verstärkt tun können.
In Mediationen spielen Ursache und Konfliktverlauf nicht die zentrale, sondern eine ergänzende Rolle. Der Fokus ist immer auf funktionierende Lösungen für die Zukunft gerichtet. Ziel ist, gemeinsam Win-Win-Lösungen für alle Beteiligen zu finden, wie die Praxis zeigt, die alle befrieden:
Die Computer funktionieren nicht. Viele Jahre lang könnte man im Weg durch die Instanzen untersuchen, ob eher das Softwarehaus oder eher der Kunde daran schuld ist: Wichtiger für alle ist regelmäßig, was in der Zukunft passiert. Die gekauften Güter sollen möglichst schnell wieder funktionieren und bezahlt werden.
Chef und Mitarbeiter haben sich missverstanden, ohne es zu erkennen. Beinahe hätte er seine beste Mitarbeiterin und sie ihren Arbeitsplatz verloren. Mediation rettet Beziehungen, Arbeitsplätze und gestaltet zukunftsfähige Kooperationen.
Anita von Hertel, Wirtschaftsmediatorin aus Hamburg und als Expertin im Bundestag an der Entwicklung des Gesetzes mitbeteiligt: „Wir Mediatoren arbeiten schon lange am Mediationsgesetz. Das Engagement der Abgeordneten aller Parteien, die während der Entwicklung des Mediationsgesetzes mediativ miteinander umgegangen sind, hat uns beeindruckt“.







