(openPR) Kälter, dunkler, nasser – im Herbst und Winter wird es für Radfahrer auf der Straße ungemütlicher.
Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Herbst und Winter überdurchschnittlich hoch. Zu dieser Zeit spielen sich 20 % des Verkehrsaufkommens in der Dämmerung oder bei Dunkelheit ab. Hinzu kommen Risiken durch wechselhafte und zum Teil extreme Witterungsbedingungen. Gerade Fahrradfahrer sollten vorbeugend denken und handeln, um sicher durch die kalt-dunkle Jahreszeiten zu kommen.
Schlechte Sicht
Dauerregen, Nebelschwaden, Schneetreiben. Die Sichtverhältnisse von Oktober bis März machen den Verkehrsteilnehmern das Leben schwer und gefährlich. Fahrradfahrer kämpfen zu dieser Zeit besonders um Aufmerksamkeit im Straßenverkehr – viele Unfälle passieren, weil der Verkehrsteilnehmer auf dem Rad schlichtweg übersehen wird. Helle Kleidung mit Reflektoren sollte daher zu der Standardausrüstung jedes Schlechtwetterfahrers gehören.
Mehr Licht im Dunkel
Licht ist für jeden Fahrradfahrer ein wichtiger Selbstschutz gegen die Gefahren der Dunkelheit. Ein verkehrssicheres Fahrrad mit funktionierender Beleuchtung und allen vorgeschriebenen Reflektoren ist ein guter Begleiter im abendlichen und nächtlichen Straßenverkehr. Und auch viele Fahrradhelme sind mit Reflektoren und integrierten Lichtquellen ausgestattet.
Winterliche Straßenverhältnisse
Neben der eingeschränkten Sicht sind Fahrradfahrer im Winter auch durch die witterungsbedingten Straßenverhältnisse gefährdet. Auf Bodenfrost, Rollsplit oder Schnee verlieren Radler allzu schnell die Bodenhaftung. Und es kann schon bei geringen Geschwindigkeiten zu schweren Stürzen kommen. Bei Eis und Schnee sollte das Fahrrad daher stehen bleiben. Eine bedachte Fahrweise und spezielle Reifen erhöhen die Standfestigkeit. Sollte der Fahrer dennoch stürzen, schützt ein Fahrradhelm vor dem Schlimmsten.
Sehen und gesehen werden
Jeder kann dazu seinen Beitrag leisten. Ob mit reflektierender Kleidung als Fußgänger und Radfahrer oder zusätzlich mit funktionierender Lichtanlage als Rad- und Autofahrer. Wer gesehen wird, macht auf sich aufmerksam und senkt so die Unfallgefahr.
Zahlen rund um Sicht und Licht
• 20 % des Verkehrsaufkommens
finden bei Dämmerung und
Dunkelheit statt.
• In diesem Zeitraum ereignen sich über 27 % der Unfälle, davon über 40 % mit tödlichem Ausgang und über 30 % mit Verletzungsfolge.
• 90 % der Autofahrer geben bei nächtlichen Unfällen an, den Fußgänger nicht gesehen zu haben, bei Tagunfällen sind es nur 19 %.
• Rund 35 % der Autofahrer sind mit einer fehlerhaften Beleuchtung unterwegs.
Quelle: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V












