(openPR) Universität Hamburg entwickelt neues Qualifizierungskonzept für global agierende Unternehmen
International auf mehrere Kontinente verteilte Standorte über viele Zeitzonen hinweg, kulturelle Unterschiede in Kommunikation und Mentalität – trotzdem müssen Mitarbeiter aus Großunternehmen zur gleichen Zeit auf aktuelle Informationen zugreifen können, gemeinsam nach Lösungen für akute Fragestellungen suchen und Neues entwickeln. Gemeinsame Schulungen an einem Ort sind oft gar nicht möglich oder bedeuten einen erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der Universität Hamburg bietet für dieses Phänomen nun eine Lösung an. In dem Projekt „Virtuelle Interaktion mit Web 2.0 in Unternehmen“ wurde in Kooperation mit der Eppendorf AG ein neues E-Learning-Konzept entwickelt, mit dem über mehrere Standorte verteilte Mitarbeiter gemeinsam qualifiziert werden. Die AWW verknüpft dabei Didaktik, Methoden und Web 2.0-Technologien wie Wikis und Blogs passgenau mit den spezifischen Lerninhalten des Unternehmens. Die Trainer werden geschult, mittels Web 2.0-Technologien das Lernen zu unterstützen. Im Herbst wurden nun Ingenieure aus 7 Ländern weltweit in der Wartung und Reparatur einer Zentrifuge gemeinsam geschult und sollten kollaborativ Lösungen entwickeln.
Die Zustimmung zu einer Kombination aus E-Learning und Präsenzlernen war bei den Teilnehmern im Vorfeld groß, das Lernen auf der virtuellen Lernplattform wurde von der technisch versierten Zielgruppe als völlig unkompliziert empfunden. Die wichtigsten Ergebnisse des Pilotlaufs lassen sich wie folgt zusammen fassen:
Um Kommunikation und Austausch anzuregen, bedarf es wegen der kulturellen Unterschiede viel professioneller Unterstützung und Einfühlungsvermögen durch besonders qualifizierte Moderatoren. Für eine lebendige Diskussion unter Teilnehmenden aus verschiedenen Zeitzonen ist ein längerer Zeitraum erforderlich als bei Teilnehmenden aus einer Zeitzone. Die Kursinhalte müssen beim E-Learning besonders gut auf den Wissensstand der Zielgruppe abgestimmt und zugleich herausfordernd sein. Ausnahmslos begeistert waren die Teilnehmer von dem neuen Konzept des Mit- und Voneinander Lernens, insbesondere dem Lernen durch das qualifizierte Feedback der Moderatoren.
Das Projekt konnte aufzeigen, dass in der virtuellen Interaktion sehr viel Potenzial für die Qualifizierung von Mitarbeitern an weltweiten Standorten liegt. Die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) sieht hier große Zukunftschancen für global agierende Großunternehmen und KMU und bietet das Konzept nun weiteren Unternehmen an. Ziel ist es, ein individuelles, passgenaues virtuelles Qualifizierungsprogramm gemeinsam zu entwickeln.
Mehr Information
http://www.aww.uni-hamburg.de/vin.html








