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„Medienbildung gehört in den Lehrplan“

29.11.201118:21 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: „Medienbildung gehört in den Lehrplan“

(openPR) Stuttgart – Eltern und Lehrkräfte waren sich einig: Medienbildung gehört verstärkt in die Schule. Themen wie Facebook, Datenschutz, Online-Geschäfte sollten sowohl in der Schule als auch im Elternhaus mit Kindern und Jugendlichen aufgegriffen werden. „Damit Lehrkräfte und Eltern das können, müssen sie sich in den jugendlichen Medienwelten auskennen. Wir wollen mit Informationen und ganz praktischen Anregungen Erwachsene bei der Medienerziehung unterstützen“, sagte Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) bei der Eröffnung des Kongresses „Medienkompetenz gemeinsam stärken“ am Samstag (26. November) in der Hochschule der Medien Stuttgart.



Wie wichtig das Thema ist, zeigte auch die große Besucherzahl des Kongresses, der mit über 300 Teilnehmern rasch ausgebucht war. Unter dem Motto „Medienkompetenz gemeinsam stärken“ diskutierten Eltern, Lehrkräfte, Politiker und Wissenschaftler über die zentrale Frage, wie Schule und Elternhaus Heranwachsende gemeinsam bei einem sinnvollen, selbstbewussten und kritischen Umgang mit Medien anleiten und begleiten können. Besonderes Augenmerk galt dabei der intensiven Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. In Vorträgen und Workshops wurden aktuelle Phänomene wie Cybermobbing und Internetpornografie aufgegriffen, das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen reflektiert und Methoden präsentiert, wie die technisch versierte, aber oft unreflektierte Generation der jugendlichen Mediennutzer sensibilisiert und gefördert werden kann. Kooperationspartner der Veranstaltung waren die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Landeselternbeirat Baden-Württemberg (LEB).

Medienbildung in Bildungsplänen und Lehrerausbildung verankern

Wie gelingt die Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Eröffnungsvortrags von Professor Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis sowie einer Gesprächsrunde mit Dr. Frank Mentrup MdL, Staatssekretär im Kultusministerium, Christian Bucksch, Vorsitzender des Landeselternbeirats Baden-Württemberg, Günter Offermann, Direktor des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach am Neckar, und Wolfgang Kraft, Direktor des LMZ.

Professor Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes, sprach über Voraussetzungen für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus: „Eine stabile Partnerschaft basiert immer auf dem gegenseitigen Respekt der Beteiligten. Dafür ist es notwendig, dass sich Eltern und Lehrkräfte regelmäßig austauschen und die Verantwortung für die Medienbildung von Kindern und Jugendlichen gemeinsam übernehmen.“

Die Gesprächsrunde beleuchtete das Thema Bildungspartnerschaft aus der wissenschaftlichen, politischen und praktischen Perspektive und diskutierte die Frage, wie die Politik bessere Voraussetzungen für eine umfassende Medienbildung an Schulen schaffen kann. „Medienbildung darf nicht vom Engagement einzelner Lehrkräfte abhängig sein. Wir werden deshalb die Medienbildung in der jetzt anstehenden Fortschreibung der Bildungspläne noch stärker und verbindlicher als bisher verankern“, sagte Staatssekretär Mentrup. Viele Lehrkräfte – und Eltern – seien noch in einer Welt ohne Handy und Internet aufgewachsen und fühlen sich häufig mit der Art und Weise, wie Schülerinnen und Schüler Medien nutzen überfordert. „Nicht nur in den Bildungsplänen muss die Medienbildung einen festen Platz bekommen, sondern bereits in der Lehrerausbildung. Lehrkräfte müssen das Wissen und die notwendigen Fähigkeiten haben, um Medienkompetenz an die Schüler weiterzugeben“, betonte Christian Bucksch. Themen waren nicht nur Anwenderkompetenzen, sondern auch Werte: „Wichtig ist uns, dass wir dabei nicht bei der technischen Handhabung stehen bleiben. ‚Lernen über Medien‘ muss noch stärker in den Blick genommen werden: Wie nutze ich verantwortungsvoll Medien, wie gehen wir miteinander um im Internet – also auch Wertefragen sollen eine stärkere Bedeutung erlangen“, so der Direktor des LMZ, Wolfgang Kraft.

Anregungen und praktische Tipps für den Alltag in Schule und Familie

Am Nachmittag konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen sechs verschiedenen Vorträgen wählen, beispielsweise zu den Themen Soziale Netzwerke, Cybermobbing, Faszination Computerspiele oder Internetpornografie & Jugendkultur. Die anschließenden Workshops boten Gelegenheit, die in den Vorträgen vermittelten Methoden, Informationen oder Anregungen in der Praxis zu vertiefen – zum Beispiel auf einer LAN-Party selbst die Faszination von Computerspielen zu erleben, ein eigenes Facebook-Profil zu erstellen oder gemeinsam Strategien gegen Cybermobbing zu entwickeln. Die einzelnen Programmpunkte boten viel Raum für Fragen und Austausch und orientierten sich an der Lebenswelt von Familien, Schulen, Kindern und Jugendlichen.

Hintergrundinformationen für die Redaktionen
Der medienpädagogische Kongress ist Teil der vom Sonderausschuss des Landtags „Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen“ entwickelten Handlungsfelder, mit denen das LMZ beauftragt wurde.

Auch nach dem Kongress steht das Landesmedienzentrum Lehrkräften und Eltern bei allen Fragen der Medienerziehung und des pädagogischen Jugendmedienschutzes zur Seite. In zahlreichen Veranstaltungen – beispielsweise Informationsabenden, Vorträgen oder Workshops – informieren, beraten und qualifizieren medienpädagogische Referenten des Landesmedienzentrums Eltern und Lehrkräfte. Ziel ist, flächendeckend Eltern und Lehrkräfte bei der Medienerziehung zu unterstützen sowie praktische Handlungsstrategien mit an die Hand zu geben. Bereits heute erreicht das LMZ in seinen medienpädagogischen Veranstaltungen mehr als 15.000 Eltern und pädagogisch Interessierte pro Jahr.


Medienpädagogische Beratungsstelle
Zentrale Anlaufstelle im LMZ ist die medienpädagogische Beratungsstelle. Sie ist telefonisch von montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter (0711) 2850-777 oder jederzeit per E-Mail unter E-Mail erreichbar.

Die Mitarbeiter/innen der Beratungsstelle beantworten Fragen zu allen Aspekten jugendlicher Mediennutzung, empfehlen aktuelle Informationen und Materialien für den Familienalltag, den Unterricht und die pädagogische Praxis und informieren über neueste Entwicklungen im Medienbereich. Die Beratungsstelle vermittelt außerdem qualifizierte Referentinnen und Referenten für Veranstaltungen und unterstützt bei der Planung und Organisation der Veranstaltung.

Weitere Informationen zum medienpädagogischen Angebot des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg finden Sie unter www.mediaculture-online.de

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