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Viele Frühgeburten sind vermeidbar

22.11.201112:15 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Viele Frühgeburten sind vermeidbar
Foto: Fotolia (No. 4608)
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(openPR) Scheideninfektionen sind häufige Ursache
sup.- Trotz aller Vorsorge kommt es in Deutschland bei rund neun Prozent aller Schwangerschaften zu einer Frühgeburt. Das Kind wird also vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren und ist dann zumeist untergewichtig. "Ein großer Anteil der Frühgeburten wird durch aus der Scheide aufsteigende Infektionen verursacht", erläutert das Erich Saling-Institut für Perinatale Medizin (Berlin). Diese Infektionen können sich bis in die Gebärmutter ausbreiten und zu vorzeitigen Wehen, zu einem vorzeitigen Blasensprung und schließlich zur Frühgeburt führen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass eine Scheideninfektion rechtzeitig erkannt und behandelt wird.


Da Schwangere nur alle vier Wochen im Rahmen der Schwangeren-Vorsorge-Maßnahmen vom Frauenarzt betreut werden, empfiehlt das Saling-Institut alle drei bis vier Tage eine zusätzliche Selbstvorsorge-Aktion für werdende Mütter. Mit Hilfe eines Testhandschuhs (in Apotheken erhältlich) können sie problemlos den pH-Wert im Scheideneingangsbereich selbst ermitteln. Dieser Wert ist normal, wenn er zwischen 4,0 und 4,4 liegt. Ein erhöhter Wert deutet darauf hin, dass das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora gestört ist. Es wird durch eine hohe Anzahl an Milchsäurebakterien (Laktobazillen) charakterisiert, die die Vermehrung von schädlichen Keimen in Schach halten. Die Laktobazillen bilden eine Art Schutzfilm und schützen so die Scheidenschleimhaut vor Krankheitserregern. Zudem produzieren sie Milchsäure und sorgen dadurch für ein saures Scheidenmilieu. Wenn die Balance kippt, weil sich die Menge der Laktobazillen reduziert, vermehren sich die Keime und lösen eine Infektion aus. Dies kann z. B. durch eine Schwächung der körpereigenen Abwehr, durch Schwankungen des Hormonhaushalts wie auch durch Stress ausgelöst werden.
Wird vom Frauenarzt eine Scheideninfektion diagnostiziert, ist laut dem Saling-Institut nach Beendigung der Antibiotika-Therapie eine anschließende Nachbehandlung mit Laktobazillus-Präparaten empfehlenswert. Sie tragen dazu bei, die natürliche Balance der Scheidenflora wieder aufzubauen und verringern dadurch das Risiko für eine erneute Infektion. Eine Studie an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde des Allgemeinen Krankenhauses Wien hat gezeigt, dass die Regeneration der Scheidenflora besonders wirkungsvoll mit Gynophilus Scheidenkapseln (rezeptfrei in Apotheken erhältlich) erreicht wird, da sie einen dreifachen Wirkungsansatz kombinieren. Diese Kapseln enthalten nicht nur Milchsäurebakterien, sondern auch Nährstoffe für diese Bakterien sowie antimikrobielle Substanzen.

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