openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kinderwunschbehandlungen: Risiken der Mehrlingsschwangerschaften mindern

05.10.202113:52 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Kinderwunschbehandlungen: Risiken der Mehrlingsschwangerschaften mindern
Deutsches IVF-Register (D·I·R)®: Viele Informationen auch für betroffene Paare (© Bruna Bruna / Pixabay, freie kommerzielle Nutzung, kein Bildnachweis nötig)
Deutsches IVF-Register (D·I·R)®: Viele Informationen auch für betroffene Paare (© Bruna Bruna / Pixabay, freie kommerzielle Nutzung, kein Bildnachweis nötig)

(openPR) Die Ziele der Kinderwunschmedizin sind eigentlich einfach: „Wir möchten ein gesundes Kind einer gesunden Mutter“, sagt Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel, Düsseldorf, Vorstand des Deutschen IVF-Registers. Dazu wollen die Reproduktionsmediziner die Mehrlingsschwangerschaften auch durch eine bessere Aufklärung der Paare deutlich reduzieren. Die notwendige Datenlage dazu liefert ihnen das aktuelle Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)®. Darin enthalten sind Auswertungen zu 116.306 Behandlungszyklen aus 134 Mitgliedszentren. Es vermittelt einen Überblick zu deutschen Kinderwunschbehandlungen, der die Erfolgsaussichten, Schwangerschafts- und Geburtenraten dokumentiert. Erstmalig ist der Anteil der Einlinge über 81 Prozent gestiegen und der Anteil der Mehrlinge auf 18,3 Prozent gesunken (vor zwei Jahren lag er noch 22,0 Prozent).

Häufig resultieren aus Mehrlingsschwangerschaften Frühgeburten, die Kinder und Mütter gefährden können und belasten. Während es sich bei sechs von zehn Zwillingsgeburten um Frühgeburten handelt, sind es bei Drillingen nahezu alle Geburten. Zum Vergleich: bei Einlingsgeburten ist nur eines von zehn Babys zu früh geboren. 

Die Beispiele von Kinderwunschbehandlungen in Schweden und den Niederlanden zeigen, dass Zwillinge oder Drillinge nicht unbedingt Ergebnis der Reproduktionsmedizin sein müssen. Dort führt die vornehmlich praktizierte Rückgabe von eben nur einem Embryo (in der Fachsprache „Single Embryo Transfer“ oder kurz „SET“) dazu, dass weniger als fünf Prozent der künstlichen Befruchtungen in einer Mehrlingsschwangerschaft münden. „Ein Aspekt, auf den wir in unseren Beratungen von Paaren mit Kinderwunsch selbstverständlich hinweisen“, sagt Prof. Krüssel. 

Zwar sei die Schwangerschaftsrate nach der Rückgabe von einem Embryo an die Patientin mit 39 Prozent geringer als nach zwei Embryonen mit 48 Prozent. „Diese Rate führt aber eben auch zu einer Mehrlingsrate von 33 Prozent bei Frauen unter 35 Jahren“, stellt er klar. Verbunden damit sei ein sehr viel schwieriger Schwangerschaftsverlauf, oftmals eine sehr viel frühere Einweisung in ein Krankenhaus und ein sehr hoher Anteil an Frühgeburten. All diese Risiken stellen eine vermeidbare Belastung für Kinder und Eltern dar! 

Detaillierte Auswertungen im aktuellen D·I·R® Jahrbuch weisen die Altersgruppe der Patientinnen zwischen 35 und 39 Jahren sowie die Gruppe der ab 40-jährigen gesondert aus. Auch bei Frauen ab 40 Jahren ist das Mehrlingsrisiko um das 16-fache erhöht. Prof. Krüssel: „Uns zeigt das, dass gerade auch bei Patientinnen höheren Alters, die eben auch ein höheres Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck oder Diabetes aufweisen, Mehrlingsgeburten vermieden werden sollten“. 

Auf Nummer sicher gehen?

Weil Paare trotzdem häufig auf Nummer sicher gehen möchten und sich bessere Erfolge erhoffen, wenn sie sich zwei Embryonen statt einem übertragen lassen, wollen die Kinderwunschzentren weiter aufklären. „Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll nahezu allen Patientinnen nur einen Embryo zu transferieren“, sagt Prof. Krüssel. Für weitere Eizellen oder überzählige Embryonen käme das Einfrieren (die Kyrokonservierung) in Frage. „Dazu wäre eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes, das die regelhafte Entwicklung von mehreren Embryonen eindeutig erlaubt, als auch die Übernahme von Kosten für die Konservierung und des anschließenden Kyrotransfers seitens der Krankenkassen wünschenswert“, erklärt er. 

Die aktuellen Zahlen und Daten über Kinderwunschbehandlungen in Deutschland liefert das Deutsche IVF-Register (D·I·R)®, indem es kontinuierlich Behandlungsdaten der Kinderwunschzentren auswertet. Sie dienen den Reproduktionsmedizinern auch zur Beurteilung der Situation und ihren Forderungen nach einer Reduktion von Mehrlingsschwangerschaften. 

Das neue Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)® mit einer Sonderausgabe als Premiere

Weitere Informationen, Zahlen und Analysen bietet das Deutsche IVF-Register (D·I·R)® in seinem aktuellen Jahrbuch.

Als Premiere bietet Deutsche IVF-Register auch eine Sonderausgabe für ungewollt kinderlose Paare, Patientinnen und Patientin sowie die Öffentlichkeit. Die wichtigsten Zahlen, Fakten und Thema sind hier zusammengefasst und verständlich erklärt ud kommentiert. 

Links:

  • Übersicht Jahrbuch 2020 und Sonderausgabe des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)®
  • Download großes D·I·R-Jahrbuch 2020
  • Download Sonderausgabe für ungewollt kinderlose Paare, Patientinnen und Patientin sowie die Öffentlichkeit

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1218338
 519

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kinderwunschbehandlungen: Risiken der Mehrlingsschwangerschaften mindern“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Kinderwunsch / Deutsches IVF-Register

Bild: Mehr als 400.000 Kinder nach KinderwunschbehandlungenBild: Mehr als 400.000 Kinder nach Kinderwunschbehandlungen
Mehr als 400.000 Kinder nach Kinderwunschbehandlungen
_Deutsches IVF-Register e.V. (D·I·R)® / D·I·R-Jahrbuch 2023_ Aktuelle Zahlen und Fakten zur Kinderwunschmedizin: In Deutschland kamen über 400.000 Kinder dank der Kinderwunschmedizin zur Welt. Social Freezing, Single Embryo Transfer und Auftauzyklen liegen im Trend. Kinderwunschbehandlungen gewinnen deutlich an Bedeutung. Die neuesten Zahlen des Deutschen IVF-Register e.V. (D·I·R)® zeigen die Erfolge der Kinderwunschmedizin in den letzten Jahrzehnten. Seit 1997 werden die Behandlungsdaten elektronisch erfasst und seit diesem Zeitpunkt kame…
Bild: Weniger ist mehr: Kinderwunschpaare unterschätzen die Risiken der MehrlingsschwangerschaftBild: Weniger ist mehr: Kinderwunschpaare unterschätzen die Risiken der Mehrlingsschwangerschaft
Weniger ist mehr: Kinderwunschpaare unterschätzen die Risiken der Mehrlingsschwangerschaft
_Im Rahmen der Veröffentlichung des __Jahrbuchs 2022 des Deutschen IVF-Registers und der Sonderausgabe speziell für Kinderwunschpaare__: Interview mit Herrn Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel, Vorstandsmitglied des Deutschen IVF-Registers. Dazugehörige __Infographik__: „Die Entscheidung der Kinderwunschpaare, wie viele Embryonen zurückgegeben werden sollen, ist eine sehr wichtige!“_  Paare in der Kinderwunschbehandlung haben die Vorstellung, dass beim Transfer von zwei Embryonen die Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich steigen. Sie unte…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mütter und Neugeborene in besten Händen: Höchste Qualität am UKD bestätigtBild: Mütter und Neugeborene in besten Händen: Höchste Qualität am UKD bestätigt
Mütter und Neugeborene in besten Händen: Höchste Qualität am UKD bestätigt
… ärztlichen und im pflegerischen Bereich. Dazu zählen etwa eine Intensivstation für Neugeborene, ständige Bereitschaftsdienste und Mediziner, die auf Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften spezialisiert sind. „Hinzu kommen natürlich auch weitere Spezialisten aus den nötigen Fachgebieten im UKD, etwa der Kinderkardiologie oder der Kinderchirurgie, die …
Bild: Neuer Bundestag wird mehr für Kinderwunschpaare tunBild: Neuer Bundestag wird mehr für Kinderwunschpaare tun
Neuer Bundestag wird mehr für Kinderwunschpaare tun
Alle Parteien sehen Verbesserungsbedarf bei der Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen. Vorschläge reichen von Steuerfinanzierung bis zu reiner Kassenleistung Berlin, 22. September 2009 – Für die kommende Legislaturperiode sehen alle im Bundestag vertretenen Parteien Änderungsbedarf bei der finanziellen Unterstützung von Kinderwunschpaaren. Die Antworten …
Wege zum Wunschkind - Moderne Therapien erhöhen Chancen auf Schwangerschaft um 70 Prozent
Wege zum Wunschkind - Moderne Therapien erhöhen Chancen auf Schwangerschaft um 70 Prozent
… für eine erfolgreiche Empfängnis nur noch bei 50 Prozent, nach vier Jahren sogar nur noch bei 5 Prozent. Experten raten deshalb einen Spezialisten für Kinderwunschbehandlungen schon nach einem Jahr aufzusuchen, sich umfassend untersuchen und über moderne Methoden der medizinischen Unterstützung beraten zu lassen. Je nach Ursache der Unfruchtbarkeit kommen …
Bild: Wenn der Kinderwunsch auf dem Wunschzettel stehtBild: Wenn der Kinderwunsch auf dem Wunschzettel steht
Wenn der Kinderwunsch auf dem Wunschzettel steht
… notwendig, welche Erfolge sehen wir”, sagt Dr. Tandler-Schneider. Als wichtigstes Kriterium gilt die Gesundheit von Mutter und Kind. “Deshalb möchten wir Mehrlingsschwangerschaften reduzieren, ohne die Chance auf den eigenen Nachwuchs zu mindern”, stellt Dr. Tandler-Schneider fest.Denn: Häufig sind Zwillings-, oder Drillingsgeburten mit medizinischen …
Schwangerschaftsvergiftung beizeiten erkennen, Langzeitfolgen beachten
Schwangerschaftsvergiftung beizeiten erkennen, Langzeitfolgen beachten
… tödlichen Ausgang für Mutter und Kind sehr unterschiedlich verlaufen. Sie gehört zu den häufigen Indikationen für eine vorzeitige Entbindung. Erst- und Mehrlingsschwangerschaften sowie Frauen über 40 Jahre sind besonders oft von Präeklampsie betroffen. Aber auch Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder familiäre Vorbelastung gelten …
Bild: Ungewollt kinderlos? Neues Buch gibt natürliche Tipps zum erfolgreichen Schwanger-Werden bei KinderwunschBild: Ungewollt kinderlos? Neues Buch gibt natürliche Tipps zum erfolgreichen Schwanger-Werden bei Kinderwunsch
Ungewollt kinderlos? Neues Buch gibt natürliche Tipps zum erfolgreichen Schwanger-Werden bei Kinderwunsch
… am Baby begonnen werden. In Annis Buch gibt es keine Tabuthemen, und auch die psychische Belastung der Kinderlosigkeit sowie die anstrengenden, oft schmerzhaften Kinderwunschbehandlungen mittels Gabe künstlicher Hormone finden Erwähnung. Nicht zuletzt wird die Ehe von Anni und Klaus durch die langen Jahre des erfolglosen Probierens auf eine harte …
IKK BB informiert: Drei Kinderwunschbehandlungen ohne private Kosten
IKK BB informiert: Drei Kinderwunschbehandlungen ohne private Kosten
… Senates von Berlin hinaus (Potsdam/ Berlin, 10.11.2015) Ehepaare, die bei der Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK BB) versichert sind, können bis zu drei Kinderwunschbehandlungen ohne privat anfallende Kosten realisieren: Per Satzungsleistung garantiert die IKK BB, dass 100 Prozent der anfallenden Kosten für künstliche Befruchtungen im Rahmen …
Bild: Mehr als 400.000 Kinder nach KinderwunschbehandlungenBild: Mehr als 400.000 Kinder nach Kinderwunschbehandlungen
Mehr als 400.000 Kinder nach Kinderwunschbehandlungen
… Mehrlingsgeburten gehen dank des Single Embryo Transfers (SET) deutlich zurück. „Ein erfreulicher Trend ist die steigende Anwendung des Ein-Embryo-Transfers, der die Mehrlingsschwangerschaften enorm reduziert“, erklärt Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel aus Düsseldorf und universitäres Vorstandsmitglied des Deutschen IVF-Registers. Von 2017 bis 2022 …
Bild: Wenn der Anfang anders war und Eltern keine Worte habenBild: Wenn der Anfang anders war und Eltern keine Worte haben
Wenn der Anfang anders war und Eltern keine Worte haben
Wenn der Anfang anders war und Eltern keine Worte haben: Warum Familien nach Kinderwunschbehandlungen liebevolle Geschichten für den Alltag suchen Hamburg, 12.01.2026. Immer mehr Kinder entstehen heute mit medizinischer Unterstützung. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bleibt in Deutschland etwa jedes zehnte Paar ungewollt kinderlos, …
Bild: Kinderwunschzentrum Niederrhein lädt zum Patienten Infoabend einBild: Kinderwunschzentrum Niederrhein lädt zum Patienten Infoabend ein
Kinderwunschzentrum Niederrhein lädt zum Patienten Infoabend ein
… Einzelfall. Dr. med. Georg Döhmen, Reproduktionsmediziner und Leiter des Kinderwunschzentrums Niederrhein, möchte auf diesem Gebiet Aufklärungsarbeit leisten und Paaren Mut machen, sich über Kinderwunschbehandlungen zu informieren: „Ein unerfüllter Kinderwunsch kann für viele Paare zur Belastung werden. In 90 Prozent der Fälle lässt sich allerdings ein …
Sie lesen gerade: Kinderwunschbehandlungen: Risiken der Mehrlingsschwangerschaften mindern