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Ratingagenturen Hilflosigkeit bei den Entscheidungsträgern der Überbringer schlechter Botschaften wird getötet

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actior AG - Hamburg
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(openPR) Mit Verlusten beendete Euro-Dollar die letzte Handelswoche. Nach einem Start im Bereich 1,38 kam die Gemeinschaftswährung in den ersten beiden Wochentagen stark unter Druck und ererichte schließlich in der Nacht zum Mittwoch ihr vorläufiges Verlaufstief knapp über 1,3420. Am Freitag folgte dann nochmal ein Erholungsversuch über die 1,36, nachdem das Gerücht gestreut wurde, daß die EZB dem IWF Geld leihe, damit dieser direkt von den problamtischen Staaten Anleihen kaufen könne (die EZB darf nicht am Primärmarkt agieren). Doch war das einmal mehr wieder ein haltloses, vermutlich von interessierten Kreisen gestreutes Gerücht, wobei in der Realität ohnehin klar war, daß Deutschland einem solchen Vorhaben nicht zustimmen würde. Und so kam es, wie es kommen mußte: der Euro verlor wieder kontinuierlich an Boden und handelt nun im Bereich des Tiefs der letzten Woche.



Es steht nicht gut um die Eurozone. Das sieht man schon daran, daß die EU-Verantwortlichen nun nichts Besseres zu tun haben, als den drei großen Ratingagenturen Länderratings verbieten zu wollen - ein ausgeprägter Schwachsinn. Das erinnert ein wenig an die Praxis der Antike, den Überbringer der schlechten Botschaft zu töten und zeigt den Grad der Verunsicherung und Hilflosigkeit bei den Entscheidungsträgern.

Dabei steigen die Renditen der PIGS und - das ist neu - auch anderer Länder wie Frankreich, Österreich, Niederlande etc. kontinuierlich weiter an. Nun wird der Ruf insbesondere aus den angelsächsischen Ländern immer lauter, daß die EZB ihre Stützungskäufe am Sekundärmarkt ausweitet, um weitere Renditeanstiege zu verhindern. Dummerweise aber ist Deutschland dagegen, sodaß das Hick Hack noch einige Zeit weiter gehen wird. Persepektivisch aber wird Deutschland sich fügen müssen, weil sonst ein massiver Crash an den Anleihemärkten droht, der dem Finanzsystem den Stecker ziehen könnte. Anders gesprochen: man wird sich entscheiden, dem Drogensüchtigen in erhöhtem Maße Drogen zuzuführen. Die einzige Alternative wäre ein harte Entziehungskur, die den Stecker schon jetzt aus der Steckdose zieht und das Finanzsystem kollabieren läßt. Nur wird dieser Kollaps aller Voraussicht nach so oder so kommen, mit Drogen eben etwas später, dafür aber dann umso heftiger. Es ist klar, daß die EU-Entscheidungsträger (und damit auch Deutschland) sich früher oder später für die Drogen entscheiden werden - in der Hoffnung, doch noch etwas retten zu können, was nicht mehr zu retten ist. Warum aber ist es nicht mehr zu retten? Einfach deshalb, weil das Vertrauen in die Risikolosigkeit von Staatsanleihen grundsätzlich zerstört ist - und zerstörtes Vertrauen ist auf absehbare Zeit nicht wieder herstellbar, daher werden die potentiellen Käufer von Staatsanleihen auch weiter streiken. Eine Lawine, die ins Laufen gekommen ist, ist nicht aufzuhalten, schon gar nicht von dem Wirrwarr innerhalb der EU. Es macht daher Sinn, schon ein wenig voraus zu blicken und sich die Frage zu stellen, was nach dem (wohl unvermeidlichen) Kollaps kommen wird. Doch dazu ein anderes Mal mehr...

Zurück zu Euro-Dollar: charttechnisch sieht der Euro, gelinde gesagt, unerfreulich aus, und wir gehen davon aus, daß mit Bruch des Verlaufstiefs bei 1,3420 weiter Abwärtsdynamik in Richtung 1,31 aufkommen wird. Klar: auch der Dollar ist alles andere als gesund, aber im Zweifel werden sich die globalen Investoren eben eher für den Dollar entscheiden, weil dort wenigstens klare Strukturen herrschen. Widerstände hat der Euro bei 1,3550, 1,3650 und schließlich in der Zone 1,38-1,3860. Es ist jederzeit mit Erholungen des Euros zu rechnen, wenn mal wieder ein Gerücht durchs globale Dorf getrieben wird - doch werden eben diese Erholungen nur von kurzer Dauer sein.



Eine schwache Handelswoche absovierte auch der Dax. Dabei begann der Index am Montag stark und stieg auf X-Dax-Basis über die 6100er-Marke - damit war jedoch bereits das Wochenhoch markiert. Bis Dienstag vormittag ging es dann kontiniuerlich nach unten, bevor dann ein ominöses Gerücht über ein angeblich geplantes "emergency meeting" der EZB den Dax impulsiv nach oben katapultierte. Knapp über der 6000er-Marke war dann jedoch wieder das Ende erreicht, im Laufe des Tages wurde das Gerücht schließlich von der Bundesbank dementiert. Bis Freitag ging es dann in kleinen Schritten bergab, bevor am heutigen Montag dann die zentrale Unterstützung bei 5750 Punkten nach unten gebrochen wurde und der Dax nur knapp über 5600 Punkten zum Stehen kam.

Auffällig ist, daß die Aktienmärkte meist dann, wenn es charttechnisch richtig kritisch wird, von einem Gerücht aus dem Keller geholt werden, das sich dann meist wenig später als haltlos erweist (ausgenommen heute morgen, als der Dax sowohl durch die 5750 als auch durch das bisherige Verlaufstief bei 5680 gefallen war). Das ist nun bereits mehrfach passiert und dürfte kein Zufall sein. Fragt sich nur, wer die Urheber dieser Gerüchte sind..

Es ist ebenso kein Zufall, daß diese Gerüchte stets mit der EZB zu tun haben, schließlich ist die europäische Notenbank gewissermaßen der letzte Rettungsanker, der die Welt nun retten muß. Das ist allerdings in den Statuten der EZB nicht vorgesehen. Die EZB muß nämlich das Geld, das sie für Anleihekäufe ausgibt, an anderer Stelle zurück holen (im Fachjargon "neutralisieren"). Je höher nun die Summe ausfällt, die die EZB ausgibt, umso schwieriger wird es, die Ausgaben zu neutralisieren. Das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) schätzt, daß hierfür die Obergrenze bei 560 Milliarden Euro liegt, bislang wurden 190 Milliarden investiert. Sollte die EZB nämlich das Geld nicht neutralisieren, erhöht sich die Geldmenge mit entsprechendem Inflationsdruck - die Urangst der Deutschen. Ohnehin ist bereits zu viel Liquidität im Umlauf, wie sich bereits in einigen Segmenten zeigt.

Im Anbetracht der Umstände steht der Dax ohnehin noch ein bißchen hoch. Unsere These war und ist, daß vor jeder Inflation eine Deflation kommt, weil Schocks wie derzeit der beginnende Anleihecrash stets deflationär wirken, bevor dann seites der Zentralbanken massiv dagegen gesteuert wird und Inflation entsteht. Sollte der Anleihecrash an Dynamik gewinnen, wird es auch für die Aktienmärkte hochgefährlich. So konnte die Welt recht problemlos kollabierende Aktienmärkte wegstecken, aber wenn sich Staaten nicht mehr refinanzieren können, "brennt die Hütte". Dann sind die Tiefs aus 2008/2009 ein Pappenstiel...

Charttechnsich hat sich die Lage mit dem heutigen Abverkauf massiv verschlechtert. Es scheint sich die von uns in den letzten Tagen häufig erwähnte Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit Bruch der Nackenlinie bei 5750 zu bestätigen - zumal auch das bisherige Verlaufstief bei 5680 gebrochen ist. Nun ist der Weg frei zunächst bis 5500, dann aber wohl auch schnell bis zu den September-Tiefs in der Zone 4960-5000. Auf der Oberseite müßte der Dax den Widerstandsbereich 6100/6110 durchbrechen, was wir derzeit für sehr unwahrscheinlich halten.

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