(openPR) "Weltweit und besonders im deutschsprachigen Raum gibt es kein gemeinsames Verständnis drüber, was ein Master of Business Administration (MBA) ist. Der Markt entscheidet, was darunter verstanden wird," so Detlev Kran, Autor des soeben erscheinenen MBA-Guide 2012.
Letztlich lässt sich sagen, dass es kein MBA-Programm von der Stange gibt, sondern dass erhebliche inhaltliche Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen und Schulen bestehen. Wenn Studierende also vertieftes Interesse an bestimmten Fächern haben oder bestimmte Kompetenzen erwerben wollen, ist es ratsam, sich genau die Schwerpunkte und die Fächer einer jeden einzelnen Business School anzusehen.
Kran weiter: "Für das grundsätzliche Verständnis, was ein MBA-Programm bieten sollte, sind die 1997 von Akkreditierungsagenturen, Unternehmen und Business Schools aus 19 europäischen Ländern und den USA erarbeiteten „European MBA-Guidelines“ eine mögliche Richtschnur"
Die Kernaussage der Guidelines lautet: „Der MBA ist ein generalistischer Abschluss“ so Kran. Aus diesem Grund sollte der MBA das Wissen verbreitern. Spezialisierte Master sollten eigentlich nicht als MBA bezeichnet werden.
International wird von den Akkreditierungsagenturen diese Meinung zwar auch vertreten, die Marktwirklichkeit sieht aber zunehmend anders aus.
Vonseiten der staatlichen britischen Akkreditierungsagentur „Quality Assurance Agency“ (QAA) wurde 2007 der MBA wie folgt definiert: “The MBA is defined as a career development generalist programme for those who have significant post-graduation and relevant work experience on which the learning process should build. Normally, the experience required will be at least two years with the typical entrant having substantially more than this. The main emphasis of these programmes is on leadership through strategic management. While the academic level is positioned no differently from that of Type 2 (Generalist master‘s degrees) programmes, there is a strong practical and professional orientation to the curriculum and they may be linked to professional institute qualifications. Due to the maturity and work experience of the students, MBA programmes are expected to be different in their objectives, recruitment and pedagogical processes to other master‘s degrees in business and management. MBA degrees should be essentially generalist in nature although a limited amount of specialisation may be included. Narrow functional specialisms should be more properly titled as Type 1 (Specialist master‘s degrees) or 2 (Generalist master‘s degrees) degrees but sectoral MBAs are permitted (eg MBA Public Sector Management). Tautological titles such as MBA Strategic Management are not recommended.”
"Letztentlich gehen aber auch die britischen Agenturen wie die Association of MBA´s (AMBA) immermehr dazu über, spezialisierte Programme als MBA zu akkreditieren. Rund 30% der MBA in Großbritannien sind mittlerweile spezialisierte Programme - Tendenz stark steigend", so Kran.
Informationen dazu im Internet: http://www.efmd.org/images/stories/efmd/EPAS/guidelines position papers jan 2011.pdf. und
http://www.qaa.ac.uk/Publications/InformationAndGuidance/Documents/BusinessManagementMasters.pdf










