Längere Arbeitszeiten bringen mehr Arbeitslose
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Verantwortlich für diese Pressemeldung:02.09.2003 - Zur Forderung von Angelika Merkel und Guido Westerwelle nach längeren Wochenarbeitszeiten erklärt Harald Werner, der gewerkschaftspolitische Sprecher der PDS:
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Es ist geradezu unappetitlich, wie Regierungsparteien und Unternehmerfunktionäre nach dem im Osten gescheiterten Kampf um die 35-Stunden-Woche jetzt nachtreten und längere Arbeitszeiten für den Westen durchsetzen möchten. Nicht allein, dass diese Spitzenverdiener damit nichts anderes als Lohnsenkungen fordern, kalkulieren sie auch den Verlust von Arbeitsplätzen ein. Der Betriebsratsvorsitzende des Braunschweiger VW-Werkes machte auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall dazu eine schlichte Rechnung auf: In diesem VW-Werk gibt es seit Jahren eine Wochenarbeitszeit von 31,5 Stunden, um die vorhandene Arbeit gleichmäßig auf alle Beschäftigten zu verteilen. Würde man zur tariflichen Wochenarbeitszeit von 35-Stunden zurückkehren, würden 450 Arbeitsplätze wegfallen. Es darf angenommen werden, dass sowohl Frau Merkel, als auch Herrn Westwelle die Grundrechenarten geläufig sind, so dass nur der Schluss bleibt, dass es in dieser Debatte nicht um mehr Beschäftigung, sondern um höhere Renditen geht. Zu einer solchen shareholder-value-Politik kann es nur eines geben: Widerstand.
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