(openPR) Das Unglück der SPD
Die Wähler empfinden die Wahl als Schaukampf
Die jüngste Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach weist für die Union einen deutlichen Zugewinn um 1,7 Prozentpunkte aus, während sich die SPD lediglich um 0,2 Prozentpunkte verbessern konnte. In seiner Analyse im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung führt das Institut dies auf die Ausgangslage der vorgezogenen Neuwahl zurück: "Die von Schröder erzwungene Entscheidung der Koalition, ihre Regierungsarbeit vor der Zeit zu beenden, präjudiziert die Entscheidung der Wähler." Wie zementiert verharre der Anteil der Bevölkerung, der sich gegen einen Regierungswechsel ausspricht, bei bloßen 20 Prozent, heißt es in der Untersuchung des Instituts in der Mitwochsausgabe der F.A.Z. "Selbst von den Anhängern der SPD halten nur 43 Prozent einen Regierungswechsel für nicht wünschenswert, von den Anhängern der Grünen sogar nur 37 Prozent." Das Gefühl, diesmal nur eingeschränkt eine wirkliche Wahl zu haben, führe bei einem Teil der Wähler zu Irritationen und Frustration. 30 Prozent der Bevölkerung sei es "ziemlich egal", wie die Wahl ausgehe; sie seien überzeugt, daß sich nach der Wahl nicht viel ändern werde, gibt das Institut bekannt. Überdurchschnittlich seien davon Ostdeutsche und Anhänger der neuen Linkspartei überzeugt: "38 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung, 55 Prozent der Anhänger der Linskpartei ist der Wahlausgang gleichgültig."
Die Umfrage, die neben Einzelheiten des Wahlverhaltens auch die Zweitstimmen-Wahlabsicht für alle im Bundestag vertretenen Parteien erfaßt, wurde unter rund zweitausend Befragten erhoben und am 24. August abgeschlossen.
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