(openPR) Ehemaliger Ölkeller in Magdeburg: Bodensanierung im Wabenverfahren
Düsseldorf, 08.11.2011 – Auf der Fläche des früheren Schwermaschinen-Kombinats „Ernst Thälmann“ in Magdeburg ist in den vergangenen Jahren der SKET Industrie-park entstanden. Mitten auf dem Gelände: Der ehemalige Ölkeller. Schadstoffe haben Boden und Grundwasser hier über Jahre stark belastet. Damit dieser Bereich wieder gewerblich genutzt werden kann, muss zunächst eine Fläche von ca. 1.500 Quadrat-metern umfassend saniert werden. Spiekermann hat die Sanierung geplant und beglei-tet die Arbeiten in den kommenden Monaten. Dabei wird unter anderem das Waben-verfahren eingesetzt, das als kostengünstigstes Verfahren zum Aushub des kontami-nierten Bodens ermittelt wurde.
Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) und polycyclische Kohlenwasserstoffe (PAK): Gefährli-che Stoffe, die sich in dem verunreinigten Boden angereichert haben und schwere Gesund-heitsschäden verursachen können. Damit die derzeitige Industriebrache in Magdeburg wieder genutzt werden kann, müssen daher zunächst 6.000 Kubikmeter Erdreich ausgetauscht werden.
Spiekermann wurde von der MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH aus Bitterfeld damit beauftragt, die Sanierung des Geländes nach BBodSchG (Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten) zu pla-nen. Die beratenden Ingenieure haben bei der Vergabe mitgewirkt und begleiten das von der Landesanstalt für Altlastenfreistellung finanzierte Projekt vor Ort – vom Abpumpen der von Reststoffen aus dem Ölvorratsbecken über den Abbruch des Mauerwerks umfangreicher un-terirdischer Fundamente und Anlagenresten bis hin zum Austausch des freigelegten Bodens und einer begleitenden und nachlaufenden Grundwasserhaltung.
Ab Mitte Oktober werden nacheinander etwa 430 Waben in die Sanierungsfläche gesetzt. Der Einsatz der Wabentechnik ermöglicht einen Bodenaustausch im grundwassergesättigten Boden ohne aufwändige Grundwasserabsenkung oder eines aufwendigen Baugrubenver-baus.
Große hexagonale Metallwaben (Durchmesser etwa 2 Meter) werden dabei mit Hochfre-quenztechnik dicht an dicht in den Boden gerammt. Ein Bagger hebt die kontaminierte Erde aus der Wabe. Anschließend wird der freigelegte Bereich mit Austauscherde gefüllt.
Großer Vorteil des Verfahrens ist das emissionsarme Arbeiten. So kommt es zu einer deutlich geringeren Geruchsbelästigung als bei herkömmlichen Verfahren. Gerade in einem bereits genutzten Mischgebiet (Wohn- und Gewerbegebiet) wie dem Industriestandort in Magdeburg ist das ein wesentliches Argument.
“Spiekermann gehörte zu den Ersten, die das Wabenverfahren favorisiert haben. Wir haben es bereits erfolgreich bei der Sanierung eines ehemaligen Tanklagers in Cottbus eingesetzt, um Zeit und Kosten zu sparen und – nicht zuletzt - um die Menschen in der Umgebung zu schonen”, erklärt Peter H. Riedel, Vorstandsvorsitzender der Spiekermann AG Consulting Engineers. “Die Bodenschäden lagen in Cottbus tief und eine Grundwasserabsenkung wäre extrem aufwändig gewesen. Vor allem hat sich gezeigt, dass die Belastung der Anwohner durch Emissionen und Geruchsbelästigung bei den kleinen Waben deutlich geringer als bei herkömmlichen Verfahren mit einer großen Baugrube ist.”
Die aktuelle Sanierung auf dem Industriestandort Sket in Magdeburg soll in rund 3 Monaten abgeschlossen sein. Der Ansiedlung weiterer Gewerbetriebe im ehemaligen Kombinat steht damit nichts mehr im Wege.
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