(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nach einigen Verlusten zum Tages- und Wochenbeginn sind die Rohölnotierungen deutlich über ihr Tageausgangsniveau geklettert. Gegen Redaktionsschluss kostete Nordseeöl (Brent) 114 Dollar, US-Leichtöl (WTI) 95 Dollar.
Zunächst hatten negative Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa, der schwache Euro und die allgemeine Unsicherheit um die Finanz- und Wirtschaftslage die Preise belastet und die Anleger Abstand nehmen lassen von größeren Investitionen. Auch die Lage in Italien treibt den Marktteilnehmern Schweißperlen auf die Stirn.
Nun sind es einmal mehr Spekulationen, die die Preise unterstützen. Dem Branchendienst Oil Market Report zufolge geht es um die Erwartung eines sehr harten Winters in den USA mit entsprechendem Brennstoffbedarf. „Die US-Lagerbestände sind niedrig und die ersten heftigen Schneestürme haben in der letzten Woche früher als sonst üblich Teile der amerikanischen Ostküste heimgesucht“, heißt es weiter.
Im Wochenverlauf stehen derweil weitere Veröffentlichungen an, die für den Ölmarkt relevant sind. „ Den Anfang macht am Dienstag die US-Energiebehörde EIA, gefolgt von der OPEC am Mittwoch und der Internationalen Energieagentur am Donnerstag. Angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten ist eine nochmalige Abwärtsrevision der Nachfrageschätzungen nicht auszuschließen“, halten die Energiemarktexperten der Commerzbank fest.
Auf dem hiesigen Heizölmarkt rückt indes das Jahreshoch wieder einmal gefährlich nahe. Im Moment belaufen sich die Bezugskosten auf 88,46 Euro pro 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL. Das sind 31 Cent mehr als am Freitag. Der bisherige Rekordwert in 2011 wurde mit 88,95 Euro erreicht.
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