(openPR) Insbesondere für Brent gab es auch heute nur eine Richtung –aufwärts. Auch wenn die Gewinne nicht so stark ausfielen wie gestern – im Verbund mit einem stabilen bis schwächeren Euro rutschten die hiesigen Heizölpreise nach oben und markierten mit 89,76 Euro je 100 Liter ein neues Jahreshoch.
LEIPZIG. (Ceto) Nordseeöl (Brent) legte heute noch mal zu – um gut 1 US-Dollar je Barrel. Derzeit kostet es rund 116 Dollar, soviel wie zuletzt Anfang August. US-Leichtöl (WTI) hingegen konnte nur rund 50 US-Cent auf gut 96,50 Dollar zulegen. Für den erneuten Push sorgten einmal mehr politische News, insbesondere die Gerüchte um eine bevorstehende Abwahl Berlusconis und die eventuelle Inthronisierung des bisherigen Finanzministers und in Euro-Kreisen wohlgelittenen Giulio Tremonti. Das, so die Anleger, könnte die Euro-Zone weiter stabilisieren und günstigere wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen.
Passend dazu schätzt die OPEC, dass die Ölnachfrage bis 2015 weiter ansteigt. In seinem gerade frisch erschienenen Weltölausblick kalkuliert das Kartell einen Anstieg auf 92,9 Millionen Barrel von 86,8 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2010. Der Ölpreis für Brent soll sich dabei zwischen 85 und 95 US-Dollar pro Barrel einpegeln, was beim derzeitigen Preisniveau ein Segen wäre. Unsicherheiten gäbe es durch die Schuldenkrise, die inzwischen den stark ölverbrauchenden Schwellenländern zusetzt.
In diesem Umfeld und unterstützt von einem am Vormittag schwächelnden Euro legten die hiesigen Heizölpreise zu. Die 100-Liter-Partie kostet bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern HEL nun bundesdurchschnittlich 89,76 Euro, das sind 1,30 Euro mehr als gestern und 81 Cent überm bisherigen Jahreshoch vom 11. April. Müßig zu erwähnen, dass sich beim Handel kaum interessierte Kunden meldeten. Nach einem Viertel der Handelstage liegt der Monatsschnitt für November nunmehr bei 88,40 Euro – der höchste Wert des Jahres.
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