(openPR) Die Versorgungsengpässe sorgen für unterschiedliche Preisentwicklungen international und in Deutschland. Während die Rohöl-Notierungen weiter nachgeben, kletterte HEL vorm Wochenende auf ein neues Jahreshoch. Gegenüber Montag legten die Preise um 2,11 Euro zu.
LEIPZIG. (Ceto) Eigentlich, ja eigentlich standen die Zeichen vorm Wochenende gut für sinkende Heizölpreise. Nordseeöl (Brent) verlor im Laufe des Tages 1,50 US-Dollar je Barrel und setzt seinen gestern begonnen Abwärtstrend fort. Derzeit notiert es mit 116,50 Dollar nur gut 1 Dollar über dem Niveau vom Montag. Bei der amerikanischen Referenzsorte US-Leichtöl (WTI) sieht es ähnlich aus. Selbst die Euro-Verluste hielten sich zumindest bis Mittag trotz Griechenland-Zitterpartie in Grenzen. Der Tiefenrausch danach spielte für die Preisbildung hierzulande keine Rolle mehr.
In Deutschland stiegen die Preise trotz dieser Entwicklung an, was an der weiterhin angespannten Versorgungslage liegt. Inzwischen kann immer mehr Ware nicht verladen und geliefert werden, da die Temperaturen fürs Heizöl einfach zu gering sind. Denn die fördern Ausflockung (sogenannter Cloud Point, kurz CP) und Bildung von Paraffin-Kristallen (Cold Filter Plugging Point, kurz CFPP). Laut der Heizöl-DIN 51603-1 ist der CP für HEL mit +3 °C angegeben und der CFPP mit -12 °C, also Temperaturen, die derzeit in Deutschland großflächig unterboten werden. Die Kristalle wiederum blockieren die Verlade-Vorrichtungen und würden jeden Filter verstopfen. Besserung könnte von der Wetterfront kommen: Ab Mitte nächster Woche soll in weiten Regionen Deutschlands der Dauerfrost zumindest tagsüber vorbei sein.
Hinzu kommt ein Rekord bei den Vorräten im ARA-Raum (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen). „Eine Erklärung könnte sein, dass derzeit viele Wasserstraßen zugefroren sind und der Abtransport des Heizöls dadurch erschwert ist“, beschreiben denn auch die Experten des Branchendienstes Commerzbank Commodity Research den zweiten großen Knackpunkt hiesiger Verknappung.
Versorgungsengpässe gibt es jedoch nicht nur beim Heizöl. In Süddeutschland wird langsam das Gas knapp. Schuld daran ist der hohe Eigenbedarf des Lieferanten Russlands. Deswegen wird zu Notmaßnahmen gegriffen und die Bevölkerung zum sparsamen Umgang aufgerufen.
Nun zu unseren Heizöl-Preisen. Im Bundesdurchschnitt wurde so für die 100-Liter-Partie bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern HEL 93,95 Euro bezahlt, das sind 43 Cent mehr als gestern und bedeutet ein neues Jahreshoch.
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