(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise haben heute ihren Aufwärtstrend unterbrochen und sind zurückgefallen. Nordseeöl (Brent) und US-Leichtöl (WTI) verloren seit heute Morgen jeweils rund zwei Dollar. Die Notierungen liegen nun bei 114 bzw. 103 Dollar je Barrel.
Das Geschehen an den Börsen ist von Gewinnmitnahmen geprägt, automatische Verkaufsorder dynamisierten die Bewegung. Spekulative Anleger haben sich offenbar dafür entschieden, sich von ihren Papieren zu trennen. Gut möglich, dass das preistriebende Argument Libyen zunächst einmal ausgedient hat. So prekär die Lage in dem Land ist – das Absinken der Ölproduktion auf ein Drittel des ursprünglichen Ausstoßes verursacht bei den Abnehmern keinen Mangel. So sieht das Ölkartell OPEC keine Notwendigkeit, die Förderquoten anzuheben, weil es nicht an physischer Ware fehle. Mit Saudi-Arabien hatte das größte OPEC-Mitglied bereits seine Ausstoßrate erhöht, um den Ausfall libyschen Öls zu kompensieren. Rückläufige Rohstoff-Einfuhren in China schüren zudem Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum.
Die USA schwimmen derweil im Öl: Zwar sind die Vorräte an Diesel und Heizöl laut der jüngsten Erhebungen zurückgegangen, Rohöl legte durch erhöhte Importe allerdings zu. Das drückt den WTI-Preis.
Dass der Euro im Vergleich zum Dollar nachgibt, ist nicht zum Wohl der hiesigen Heizölverbraucher. Aus diesem Grund und wegen der gestern kräftig gestiegenen Rohölpreise vermeldet der Handel heute einen Aufschlag von 1,37 Euro auf 87,16 Euro. Dieser Wert markiert ein neues Jahreshoch und gilt für die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL.
Zum Vergleich die Stichtagswerte der Vorjahre:
10.03.2010 64,57 Euro,
10.03.2009 48,34 Euro,
10.03.2008 77,51 Euro,
10.03.2007 55,58 Euro,
10.03.2006 61,21 Euro.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
Frank Urbansky
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