(openPR) „Wenn plötzlich alles anders ist...“
Unsere Sterblichkeit verdrängen wir im Alltag. Über den Tod sprechen wir nur selten.
So beginnt, wenn ein uns nahe stehender Mensch stirbt, eine Ausnahmesituation, auf die wir kaum vorbereitet sind. Hilflosigkeit, Verzweiflung, Trauer, Ohnmacht. Die Betroffenen sind oft allein mit ihren Gefühlen.
Wie unterschiedlich mit dem Tod am Anfang und am Ende des Lebens umgegangen wird, diskutieren am 10. November 2011 die Ethnologin Maureen Grimm, die Künstlerin Anja Sommer, die Vorsitzende des Bundesverbandes Verwaiste Eltern, Petra Hohn, und die Pfarrerin Beate Violet gemeinsam mit der Kulturwissenschaftlerin Dr. Kerstin Gernig.
Trotz der medizinischen Entwicklungen trotzt der Tod Alter und Zeit. Am Ende des Lebens ist der Tod unser unausweichliches Schicksal. Am Anfang des Lebens erscheint er widernatürlich. Eine der Fragen ist, über welche Rituale unsere Gesellschaft im Angesicht des Todes noch verfügt.
Während der Tod für Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Rettungsdienste, Seelsorger oder Bestatter zu ihrem Beruf gehört, gehen unserer Gesellschaft Rituale und Traditionen im Umgang mit Verstorbenen ebenso wie mit Hinterbliebenen zunehmend verloren. Schwarze Trauerkleidung? Totenwache? Aufbahrung? Trauermarsch? Kondolenz? Was bleibt? Was kommt? Was geht? Was hilft?
In ihrem Buch „still geboren“ schreiben Maureen Grimm und Anja Sommer über die Erfahrungen, die Eltern in unserer Gesellschaft mit dem Verlust eines Kindes machen. Beate Violet weiß als Seelsorgerin in der Charité, wo Worte trösten und wo sie versagen können. Petra Hohn kennt die Bedeutung von Schicksalsgemeinschaften und Ritualen. Dr. Kerstin Gernig hat die teilweise dramatischen Veränderungen in der Bestattungskultur zu Beginn des 21. Jahrhunderts beobachtet.
Die Diskussion der Fragen zum Tod, für die es nur selten Raum gibt, findet im Bestattungsinstitut Otto Berg statt, wo es ein tradiertes Erfahrungswissen im Umgang mit Verstorbenen und Angehörigen gibt. Die Podiumsdiskussion lädt dazu ein, Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und neue Sichtweisen kennenzulernen.
Gestorben wird immer. Darüber gesprochen nur selten. Nutzen Sie die seltene Gelegenheit und kommen Sie allein oder mit Freunden, Bekannten und Kollegen. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V., Düsseldorf statt.

















