(openPR) Allensbacher Vorwahlbericht
in der FAZ vom 24. August 2005, Seite 5
F.A.Z. FRANKFURT, 23. August. In dieser Ausgabe eröffnet die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Reihe der wöchentlichen Vorwahlberichte des Instituts für Demoskopie Allensbach. Wenige Tage vor dem Spruch des Bundesverfassungsgerichts über die vorgezogene Neuwahl des Bundestages ist der Abstand zwischen der SPD von Bundeskanzler Schröder und den Unionsparteien mit ihrer Kanzlerkandidatin Merkel weiterhin beträchtlich. Die SPD erreicht in der Umfrage über die Zweitstimmen-Wahlabsicht 27,9 Prozent, die Union 41,8 Prozent. Allerdings meinen noch immer etwas mehr Bürger, daß Frau Merkel nicht "das Zeug dazu hat, eine gute Bundeskanzlerin zu werden" (39 Prozent) als diejenigen, die ihr das zutrauen (36 Prozent). Geht es jedoch um einen unmittelbaren Vergleich der beiden Bewerber um das Kanzleramt, so schneidet Frau Merkel in den politischen Führungsqualitäten besser ab als Schröder, der bei den Sympathiewerten vorne liegt. Von einer Regierungsübernahme der Union unter Frau Merkel erwartet die Bevölkerung in erster Linie Belastungen. 74 Prozent rechnen mit einer Mehrwertsteuererhöhung, 54 Prozent mit weiteren Steuererhöhungen. Zugleich stellen die Demoskopen eine Veränderung des politischen Klimas fest, das jetzt solche Einschnitte hinnehmen läßt. (Die Umfrage wurde zwischen dem 8. und dem 18. August 2005 erhoben.)




