openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Zur Show am 11.09.2011 in der Friedenskirche in Berlin

12.09.201113:19 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Zur Show am 11.09.2011 in der Friedenskirche in Berlin

(openPR) Als größter Heimkinderverein in Deutschland und als derjenige, der mit seiner Petition an den Bundestag den „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) und damit diese „Entschuldigungsshow“ der evangelischen Kirche erst angestoßen hat, wurde der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) nicht einmal zu dieser merkwürdigen Veranstaltung eingeladen worden. Das erinnert uns fatal an die Auslese, die man schon beim RTH vorgenommen hatte.



Anscheinend sind nur solche Ehemaligen willkommen, die auch ordentlich und brav den Mund halten und den Ablauf dieser "Entschuldigungsorgie" nicht stören.

Wie man im Vorfeld vom Hören-Sagen hörte, wurden ehemalige Heimkinder gezielt ausgesucht und eingeladen.

Nach dem das geschehen ist, erklärt man die dann anwesende Öffentlichkeit zum Publikum. So etwas rockt ungemein! Es ist ja keine geschlossene Veranstaltung mehr!

Wir wünschen ihnen Ehemalige, die bis zum heutigen Tag ihren unerträglichen Schmerz rausbrüllen! Menschen, die man als Kinder und Jugendliche bis aufs Blut quälte, die aber als Umsatzbringer den Heimträgern und deren Kirchen höchst willkommen waren.

Diese Kinder, die man mit Zwangsarbeit, Prügel und Verachtung für ihr späteres Leben erzog, sollen nun mit in den Chor der Evangelikalen einstimmen. Sich sagen lassen, wie schrecklich doch all das gewesen ist. Sich ein bisschen bemitleiden lassen und dann ab dafür.

Vielleicht wird noch, wie es Frau Vollmer als evangelisches Kirchenmitglied und Vikarin es schon so schön vormachte, den „Zeitgeist“ aus der Klamottenkiste holen. Ausgerechnet diese Kirche, deren Mitglied Frau Vollmer ist, die alles, aber auch alles, im Schulterschluss mit den Nachfolgern der Täterorganisationen am RTH daransetzte, zu verniedlichen und schön zu reden, stellt sich nun hin und will die Vergangenheit ad Acta legen.

Nach wie vor stehen wir, der VEH, solchen theoretischen Lippenbekenntnissveranstaltungen höchst skeptisch gegenüber. Wenn sie dann auch noch an einem nicht gerade neutralen Ort stattfinden, ist bei einigen Heimkindern Widerwille vorprogrammiert. Sie stören sich daran, dass es in einer Kirche stattfindet.


Eine neutrale Alternative war anscheinend gar nicht vorgesehen. Ein sakraler Touch musste wohl her.

In solch einem Gewölbe rollen die gesprochenen, um Verzeihung heischenden Worte anders. Das bringt etwas Hallendes, gar Geistliches in den Sinn oder Unsinn solch eines Vergangenheitsbewältigungstreffens.

Eine Ehrfurcht gebietende Veranstaltung soll es natürlich auch sein. Vielleicht auch eine Verklärung, ja eine Heimholung durch den heutigen Klerus, „der doch ganz anders als der damalige ist.“

Wie man sicherlich annehmen kann, sind viele Ehemalige - aus beiden Konfessionen - nach ihren fürchterlichen Erfahrungen und Erlebnissen aus den Kirchen ausgetreten. Nun sollen sie wieder in einer Kirche zusammen kommen, den Mund halten und zuhören, was die Nachfolger der ehemaligen Täter da von sich geben.

Seit sich die evangelische Kirche zu Beginn der im Versuch stecken gebliebenen Aufarbeitung der unglaublichen Menschenrechtsverbrechen an Kindern und Jugendlichen ertappt sah, hagelt es eine Entschuldigung nach der anderen. Man mag sie nicht mehr hören. Und jetzt auch noch diese unsägliche, wohl krönende Veranstaltung, die allem Anschein nach einen Schlussstrich unter die nicht einmal im Ansatz aufgeklärte und aufgearbeitete Vergangenheit setzen soll.

Ein Hohn für all die Heimkinder, die sehr wohl noch einiges zu dem, was man ihnen angetan hat, zu sagen hätten. Das reicht noch für das nächste Jahrzehnt!

Die Fragen die sie noch haben, scheinen immer allerdings immer uninteressanter zu werden.

Besonders die eine Frage: Wo sind die Heimakten geblieben?

Die evangelischen Kirchenoberen und ihre Talar-Angestellten scheinen da einen Hörsturz nach dem anderen zu bekommen. Sie verweisen auf die staatlichen Jugendbehörden und haben nicht einmal, abgesehen von ein paar wenigen Fällen, ihre Hilfe bei der unterstützenden Suche angeboten.

Das ist dann wohl tätige Nächstenliebe auf lutherisch!

Weiterhin fehlt die öffentliche und uneingeschränkte Bereitstellung von Archivmaterial, um die ungeheuerlichen Verbrechen, die man unschuldigen Kindern und Jugendlichen angetan hat, beim Namen zu nennen.

Hier und da werden Büchlein und Jubiläumsfestschriften gedruckt, in denen die furchtbaren und eklatanten Menschenrechtsverletzungen keinen Platz haben. Da lobt man sich über die Jahrzehnte hinweg und vergisst wohlweislich sich an die eigene praktizierte schwärzeste Pädagogik zu erinnern.

Heißt nicht eines der 10 Gebote, die diese Prediger gleichsam ständig vor sich hertragen nicht „Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen...“? Spätestens jetzt weiß man über die Verlogenheit der Prediger im Namen des Herrn Bescheid.

Man wühlt wohl nicht gern im eigenen Dreckhaufen. Es könnte ja schmutzige Finger geben.

Ab und an wird stolz von den evangelischen Kirchenchefs verkündet, dass Wissenschaftler, die zudem manchmal auch noch zur eigenen Fraktion gehören, Dokumentationen gefertigt haben. Diese seien zu loben! Vorausgesetzt, dass das Geschriebene denn auch mit der eigenen Sichtweise und der manchmal sehr eigenen Wahrheit übereinstimmt.

Der VEH e.V. als einer der international größten Heimkindervereine fordert auf, mit den unsäglichen Lippenbekenntnissen aufzuhören und endlich Taten folgen zu lassen!

Viele Heimkinder leben am Existenzminimum. Ihnen helfen keine kirchlichen Veranstaltungen und keine kirchlichen Segnungen aus dem Handgelenk heraus.

Das angetane Unrecht ist, wenn überhaupt, nicht mit noch so schönen Worten gut zu machen.

Wir, die Überlebenden der an uns praktizierten „christlichen Nächstenliebe“ erwarten umgehende, unbürokratische Hilfen. Es muss Schluss sein mit der Verzögerungstaktik! Wir fordern, wie bei den "Rettungsschirmen für marode Euroländer" - die ja auch nicht erst lange verhandelt wurden, endlich Vollzug der Heimkinder-Soforthilfe.

Weiterhin mahnen wir Entschädigungen an, die diesen Namen tatsächlich verdienen und sich nicht auf den geplanten 120 Millionenfonds beschränken, der im höchsten Fall für einige Therapien und Einmalzahlungen ausreicht und für uns ein Hohn und eine erneute Demütigung bedeutet.

Wir betonen zum wiederholten Mal:

Wir fordern eine Opferrente für ehemalige Heimkinder in Höhe von monatlich 300 €, oder eine Einmalzahlung von 54.000 €. Nicht mehr und nicht weniger!

Der Vorstand des Vereins ehemaliger Heimkinder

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 569528
 121

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Zur Show am 11.09.2011 in der Friedenskirche in Berlin“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von VEH e.V.

Bild: Verzicht oder nicht - das ist hier die FrageBild: Verzicht oder nicht - das ist hier die Frage
Verzicht oder nicht - das ist hier die Frage
Die Verzichtserklärung Leistungen aus dem Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975” sollen dazu beitragen, • Folgeschäden aufgrund der Heimerziehung abzumildern und • einen dauerhaften Rechtsfrieden zu erzielen. Die freiwilligen Leistungen werden an ehemalige Heimkinder gewährt, die erklären, dass sie unwiderruflich keinerlei weitere Forderungen aufgrund der Heimunterbringung gegen die in den Fonds einzahlenden Institutionen, namentlich die öffentliche Hand der Bundesrepublik Deutschland und die Ev…
Bild: Neuer Vorstand für den Verein ehemaliger Heimkinder e.V.Bild: Neuer Vorstand für den Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
Neuer Vorstand für den Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
Nach einer intensiven und konzentrierten aber gut gelaunten und friedlichen - gut besuchten! - Mitgliederversammlung haben die 500 Mitglieder des Vereins seit dem Wochenende des 21./22.04.2012 einen neuen Vorstand: Erster Vorsitzender: Dirk Friedrich, Hessen Stellvertretende Vorsitzende: Heidi Dettinger, Niedersachsen Schatzmeisterin: Charlotte Heidl, Sachsen Schriftführer: Klaus Schiesewitz, Bremen Beisitzerin: Carmen Mc Closkey, Baden-Württemberg Beisitzerin: Britta Bär, Nordrhein-Westfalen Beisitzer: Horst-Peter Schäfer-Aron, Hessen Auße…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Klassik im Herbst - Gesundheit für EcuadorBild: Klassik im Herbst - Gesundheit für Ecuador
Klassik im Herbst - Gesundheit für Ecuador
Benefizkonzert am 14. Oktober 2007 in der Friedenskirche Potsdam-Sanssouci zugunsten der Südwerk Stiftung STUTTGART/BERLIN - Am 14.10.2007 findet in der Friedenskirche Potsdam-Sanssouci um 17.00 Uhr ein klassisches Benefizkonzert zugunsten der Südwerk Stiftung statt. Dargeboten werden vom Potsdamer Männerchor, dem Tenor Rudolf von Vitovec (Spanien), …
Bild: Ulla Walter, Berlin: »Urged by a creative dynamic I am introducing traces of my work to Society.«Bild: Ulla Walter, Berlin: »Urged by a creative dynamic I am introducing traces of my work to Society.«
Ulla Walter, Berlin: »Urged by a creative dynamic I am introducing traces of my work to Society.«
… Projekt »k.u.n.s.t.z.i.n.s.« mit der Berliner Volksbank, das internationale Kunstprojekt Goetzen Frankfurt (Oder) und Slubice mit der Lichtinstallation »Du schöne Ewigkeit« in der Friedenskirche, Frankfurt/Oder, oder ihre viel beachtete Ausstellung mit Werken zum Thema »Bilder aus zwei Zeiten« im Spreeport in Berlin. Heute reichen ihre Arbeitskontakte …
Einladung zum Pressegespräch: Potsdamer Winteroper 2018
Einladung zum Pressegespräch: Potsdamer Winteroper 2018
… leitete er Mozarts „Così fan tutte“ und „Die Entführung aus dem Serail“ im Schlosstheater sowie Händels „Jephtha“ und „Israel in Egypt“ in der Friedenskirche. Mit Sabine Hartmannshenn konnte eine international gefragte Regisseurin für die Inszenierung gewonnen werden, die sowohl im barocken als auch im zeitgenössischen Musiktheater erfolgreich arbeitet. …
Bild: Monarchis Hilf unterstützt den Winterspielplatz der FriedenskircheBild: Monarchis Hilf unterstützt den Winterspielplatz der Friedenskirche
Monarchis Hilf unterstützt den Winterspielplatz der Friedenskirche
… hat sich die Unterstützung wirtschaftlich und sozial leidender Kinder und Jugendlicher zur Aufgabe gemacht. In der diesjährigen Adventszeit wurde entschieden, unter anderem den Winterspielplatz der Friedenskirche im Wiley in Neu-Ulm mit 500 Euro zu unterstützen. Nebel! Kalt, nass und ungemütlich: In Herbst und Winter zieht es kaum ein Kind auf einen …
Info-Nachmittag - Patientenverfügung – Vorsorgevollmacht – Betreuungsverfügung
Info-Nachmittag - Patientenverfügung – Vorsorgevollmacht – Betreuungsverfügung
… Berlin-Weißensee und dem „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ zum Thema Patientenverfügung – Vorsorgevollmacht – Betreuungsverfügung. Wann: Dienstag, 3. Juni 2008, um 17.00 Uhr Wo: Friedenskirche (auf dem Gelände der Stephanus-Stiftung Am Weißen See, Albertinenstraße 20 – 23, 13086 Berlin) Wir möchten Sie einladen zum Vortrag „Gut vorgesorgt: …
Bild: 7. Venezianische Nacht "La Barbarina" am 10. August 2013, zum zehnjährigen Bestehen der Cammermusik PotsdamBild: 7. Venezianische Nacht "La Barbarina" am 10. August 2013, zum zehnjährigen Bestehen der Cammermusik Potsdam
7. Venezianische Nacht "La Barbarina" am 10. August 2013, zum zehnjährigen Bestehen der Cammermusik Potsdam
Bereits zum siebten Mal veranstalten die Cammermusik Potsdam und Die Kleine Cammermusik unter der Leitung von Wolfgang Hasleder eine Venezianische Nacht an der Potsdamer Friedenskirche. Das erfolgreiche Konzept der Reihe lässt den Besucher auf mehrfache Weise einen ganzen Abend lang in die Welt der Lagunenstadt eintauchen, wofür die venezianisch inspirierte …
Bild: 3.000 Euro für die Initiative „pro Turm“Bild: 3.000 Euro für die Initiative „pro Turm“
3.000 Euro für die Initiative „pro Turm“
… Karlheinz Unger übergab jetzt einen entsprechenden Spendenscheck an Dekan Winfried Speck und Pfarrer Georg Schützler. Das Geld kommt der Sanierung des Glockenturms der Friedenskirche zugute. „Der Turm ist ein Wahrzeichen der Stadt Ludwigsburg. Als Regionalbank tragen wir deshalb gerne dazu bei, dass dieses Wahrzeichen erhalten bleibt“, begründete Karlheinz …
Bild: "Lieder der Engel" - ein himmlisches Konzert für einen irdisch guten ZweckBild: "Lieder der Engel" - ein himmlisches Konzert für einen irdisch guten Zweck
"Lieder der Engel" - ein himmlisches Konzert für einen irdisch guten Zweck
Friedenskirche Kirkel/Saar am 19. März 2011 um 19.30 Uhr: Wer dieser Einladung folgt, den erwartet ein in seiner Art einzigartiges Charity-Konzert, dessen Erlös in ein Hilfsprojekt zugunsten der Ärmsten der Armen in Bolivien fließt. Eine Veranstaltung zum Zuhören und Hinsehen, himmlisch und irdisch gut zugleich. «Lieder der Engel» betitelt eine Musik, …
Bild: Sarah Kaiser – Eine Sängerin auf Schatzsuche – 400 Jahre Paul GerhardtBild: Sarah Kaiser – Eine Sängerin auf Schatzsuche – 400 Jahre Paul Gerhardt
Sarah Kaiser – Eine Sängerin auf Schatzsuche – 400 Jahre Paul Gerhardt
… zu Paul Gerhardt, dem „Gast auf Erden“. Die Tourdaten sind: 01.03.07, Bonn (D), FeG 02.03.07, Rheinbach (D), FeG 03.03.07, Ludwigsburg (D), Friedenskirche 04.03.07,Pforzheim (D), Kulturhaus Osterfeld 05.03.07, Witten (D), Christuskirche, 06.03.07, Köln (D), EFG Friedenskirche 07.03.07, Kassel-Ost (D), FeG 08.03.07, Eppendorf (D), Kirche 09.03.07, …
Bild: bbw Veranstaltungskaufleute gestalten Ostergarten in der Charlottenburger Friedenskirche mitBild: bbw Veranstaltungskaufleute gestalten Ostergarten in der Charlottenburger Friedenskirche mit
bbw Veranstaltungskaufleute gestalten Ostergarten in der Charlottenburger Friedenskirche mit
Mit allen Sinnen die Ostergeschichte erleben - noch bis zum 30. März in der Charlottenburger Friedenskirche. Auch in diesem Jahr gestalteten Auszubildende des bbw in einem Kooperationsprojekt mit der Charlottenburger Friedenskirche den inzwischen schon traditionellen Ostergarten, in dem Besucher noch bis zum 30. März die Passions-/Ostergeschichte erleben …
Sie lesen gerade: Zur Show am 11.09.2011 in der Friedenskirche in Berlin