openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Interview zum Thema Schimmel: „Vermeidbare Folgekosten“

23.08.201114:40 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Werden Immobiliendienstleister frühzeitig in die Pläne der Eigentümer eingebunden, lassen sich Folgekosten durch Ärgernisse wie Schimmel vermeiden, sagt Dr. Jürgen Schmiegel. Er ist promovierter Chemiker, Gruppenleiter in der Abteilung Technisches Management bei Piepenbrock Dienstleistungen GmbH & Co. KG und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld im Studiengang „General Service Manager“. Mit der Piepenbrock Dienstleistungen GmbH & Co. KG engagiert er sich in der Initiative „Facility Management – Die Möglichmacher“ unter dem Dach des Branchenverbands GEFMA German Facility Management Association.



Frage: Branchenverbände wie die GEFMA plädieren dafür, dass Facility Manager früher in die Immobilienplanung involviert werden…

Dr. Schmiegel: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Oft suchen Menschen erst einen Arzt auf, wenn sie schon krank sind. Doch dann ist es bereits zu spät. Was auf das Gesundheitswesen zutrifft, gilt auch für Immobilien. Viele Eigentümer ziehen jedoch erst einen Facility Manager hinzu, wenn schon Probleme mit ihrer Immobilie bestehen. Von Letzterem wird dann erwartet, dass er den Immobilienwert erhält oder steigert und zwar unabhängig vom Zustand der Immobilie bei Auftragserteilung. Das Facility Management kann aber nur so gut sein, wie die Grundvoraussetzungen, zum Beispiel die Bausubstanz, dies zulassen.

Frage: Wie gestaltet sich die Einbindung eines Facility Managers konkret?

Dr. Schmiegel: Zu Beginn der Zusammenarbeit ist ein intensiver Austausch zwischen den Partnern sinnvoll, bei dem beide über Erwartungen und realistische Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutieren. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass falsche Erwartungen seitens des Eigentümers entstehen. Ein solcher Austausch ist sowohl bei Bestandsimmobilien als auch bei neu entstehenden Gebäuden sinnvoll.

Frage: Welche Möglichkeiten bietet eine frühzeitige Zusammenarbeit, um Schimmel vorzubeugen?

Dr. Schmiegel: Besonders im Frühjahr kommt es häufig zu Beschwerden von Mietern, weil sich Schimmel gebildet hat – typischerweise an Fliesenfugen im Sanitärbereich. Auch hier lässt sich Ärger mit dem Eigentümer vermeiden, wenn das Unternehmen bereits zu Beginn der Zusammenarbeit deutlich macht, dass Facility Management allein eine Schimmelbildung nicht verhindern kann.

Frage: Sondern?

Dr. Schmiegel: Das Facility Management ist auf die Unterstützung des Nutzers angewiesen. Denn Schimmel entsteht dort, wo Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Regelmäßiges Lüften ist also Pflicht. Auch das Nach- und Trockenwischen der Fugen erhöht deren Lebensdauer. Generell werden Dichtstoffe nicht direkt von Schimmelpilz befallen. Es muss zuerst eine Oberflächenverschmutzung wie zum Beispiel durch Seifenreste, Hautschuppen etc. vorliegen, in der sich die Pilzsporen festsetzen und unter begünstigenden klimatischen Verhältnissen – Wärme und Luftfeuchtigkeit – entwickeln können. Breitet sich der Schimmel an den Fliesenfugen erst einmal sichtbar aus, ist es bereits zu spät. Der Schimmel kann dann nicht mehr nur durch Reinigen restlos aus den Fugen beseitigt werden. Oft bleibt nur, die Fuge komplett zu erneuern. Dabei kann der Facility Manager weiteren Instandhaltungsmaßnahmen vorbeugen, indem er beispielsweise spezielle Sanitär-Silikone verwendet, die verhindern, dass sich erneut Schimmelsporen anlagern. Dennoch führen derartige Reparaturen zunächst zu teilweise erheblichen Folgekosten für den Eigentümer, die vermeid-bar gewesen wären.

Frage: Woran kann das liegen?

Dr. Schmiegel: Oft erfolgt das Verfugen zu früh, Baumaterialien sind noch nicht vollständig ausgetrocknet und die Elastizität des Fugenmaterials ist nicht ausreichend für den Schrumpfungsprozess, es bilden sich Risse. Andererseits sei darauf hingewiesen, dass Silikonmaterial Hersteller darauf verweisen, dass so genannte RTV-1-Fugen, also einkomponentiges Fugenmaterial, das bei Raumtemperatur unter dem Einfluss von Luftfeuchtigkeit vernetzen, nach DIN 52460 nur eine begrenzte Lebensdauer haben müssen und nach spätestens fünf Jahren auszuwechseln sind. Man sollte dann darüber nachdenken, ein anderes Fugenmaterial zu verwenden.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 564483
 983

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Interview zum Thema Schimmel: „Vermeidbare Folgekosten““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Dr. ZitelmannPB. GmbH

Haus und Wohnung winterfest machen
Haus und Wohnung winterfest machen
Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch sollten Haus- und Wohnungseigentümer prüfen, ob ihre Immobilie fit für den Winter ist. Weisen Dach, Fassade oder Fenster undichte Stellen auf? Gibt es Mängel in der Dämmung? Und ist die Heizanlage noch voll funktionstüchtig? Ein gründlicher Rundum-Check vor der Eis- und Schneesaison kann helfen, Ärger zu vermeiden und Kosten zu sparen. Wichtig ist dabei zunächst die Überprüfung des Daches: Sitzen alle Dachziegel fest, und ist das Dach vollkommen dicht? „Ein mangelfreies Dach ist von größter Bedeutung, denn …
Dritte Jahreszeit: Schimmelzeit
Dritte Jahreszeit: Schimmelzeit
Das Wetter mutete ja teilweise schon im Hochsommer herbstlich an, und nun rückt die dritte Jahreszeit auch kalendarisch näher. Damit wächst in Deutschlands Wohnungen die Gefahr der Schimmelbildung. Denn insbesondere in den kälteren und feuchten Herbst-Monaten breitet sich Schimmel besonders stark aus. Eigentlich sollte man meinen, dass Schimmel mit dem technischen Fortschritt in Wissenschaft und Forschung sowie im Bau und der Sanierung längst kein Problem mehr sein sollte – im hochtechnisierten Deutschland schon gar nicht. Aber: Das Umweltb…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Schimmel nach Wasserschaden Bild: Schimmel nach Wasserschaden
Schimmel nach Wasserschaden
… entscheidend, um langfristige Schäden zu verhindern. Besonders in Regionen mit feuchtem Klima oder älterer Bausubstanz kann eine professionelle Begutachtung und Sanierung sinnvoll sein. Wer nach einem Wasserschaden frühzeitig Maßnahmen zur Trocknung und Schimmelprävention ergreift, kann Folgekosten reduzieren und die Wohnqualität langfristig erhalten.
Therapietreue - unversichtbar für Patienten, Ärzte und Krankenkassen
Therapietreue - unversichtbar für Patienten, Ärzte und Krankenkassen
… ein. Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken, denen sich der Patient aussetzt, entstehen der Solidargemeinschaft der Versicherten enorme Schäden. Beipielsweise durch vermeidbare Klinikaufenthalte, unnötige Arbeitsunfähigkeitszeiten und vorzeitige Verrentungen. Die Folgekosten werden von Experten auf 15 bis 20 Milliarden Euro jährlich beziffert. Deshalb …
Der Vorstand der BSG Chemie Leipzig im großen Interview
Der Vorstand der BSG Chemie Leipzig im großen Interview
alisieren zu wollen. Zugleich ergänzten sie ihr Ziel für die nächsten Spielzeiten dahingehend, den Aufstieg in die Oberliga anzustreben. Auch das schwierige Verhältnis zwischen dem Vermieter der SG Leipzig Leutzsch und den Chemikern war ein breites Feld des Interviews. Die Chemiker werfen der SGLL vermeidbare Eskalationen im Vorfeld des "Derbys" vor.
Bild: Steigende Kosten in der Hotellerie: Nachhaltigkeit bietet auch Lösungen zur Einsparung   Bild: Steigende Kosten in der Hotellerie: Nachhaltigkeit bietet auch Lösungen zur Einsparung
Steigende Kosten in der Hotellerie: Nachhaltigkeit bietet auch Lösungen zur Einsparung
… Matratzen werden beispielsweise im Durchschnitt bereits nach sechs bis sieben Jahren entsorgt und der Müllverbrennung zugeführt. Das belastet nicht nur Umwelt und Ressourcen, sondern verursacht vermeidbare Kosten. Hochwertige Matratzen erreichen in der Hotellerie - abhängig von Auslastung und Pflege - eine Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren. Wer diese …
Bild: Der Umwelt zuliebe: mit Kaminholz schonend heizenBild: Der Umwelt zuliebe: mit Kaminholz schonend heizen
Der Umwelt zuliebe: mit Kaminholz schonend heizen
… und kann somit direkt nach dem Kauf zum Heizen verwendet werden. Beim Verbrennungsprozess wird kein unnötiges Wasser verdampft, sodass auch der Schornstein nicht durch vermeidbare Versottungen geschädigt werden kann. Durch das Verfahren der Kammertrocknung ist das Kaminholz zudem frei von Schimmel, Pilzen und Ungeziefer, sodass man das Kaminholz auch …
Bild: Königsdisziplin Krisenprävention: Höchste Herausforderung für ProjektmanagerBild: Königsdisziplin Krisenprävention: Höchste Herausforderung für Projektmanager
Königsdisziplin Krisenprävention: Höchste Herausforderung für Projektmanager
… zunehmend beachten müssen, darunter auch die Krisenprävention. Hauke Thun, Geschäftsführer des Projektmanagement-Unternehmens House of PM, diskutiert in einem Kapitel Krisen als meistens vermeidbare Störfälle, die gewohnte Abläufe in den Unternehmen auf den Prüfstand stellen und im schlimmsten Fall verheerende Konsequenzen nach sich ziehen. Als externer …
Bild: Fehlende Therapietreue und nicht eingenommene Medikamente treiben die KostenBild: Fehlende Therapietreue und nicht eingenommene Medikamente treiben die Kosten
Fehlende Therapietreue und nicht eingenommene Medikamente treiben die Kosten
… nicht therapiegerechten Verhaltens von Patienten - von sogenannter Non-Compliance oder Non-Adherence - sind noch um ein Vielfaches höher. Dazu gehören vermeidbare Krankenhausaufenthalte, Notfallaufnahmen, zusätzliche Arzt- und Apothekenbesuche sowie indirekte Kosten wie Verlust an Produktivität, Verlust an Arbeitseinkommen, vorzeitige Todesfälle und …
Bild: Stammdatenmanagement hochmodern und professionell betreibenBild: Stammdatenmanagement hochmodern und professionell betreiben
Stammdatenmanagement hochmodern und professionell betreiben
… Unternehmen ein wesentlicher Erfolgsfaktor – sie entschieden über die Wettbewerbsfähigkeit. Fehlerhafte Stammdaten, die mit einem geringen Aufwand bereinigt werden könnten, verursachen hohe (vermeidbare) Folgekosten. Ob ein Produkt gefunden werden kann oder nicht, hängt alleine von der Datenqualität ab. Das IFCC entwickelt eine Web-Anwendung mit der …
Interview mit Ralf T. Kreutzer: „Information ist der Rohstoff unseres Jahrhunderts“
Interview mit Ralf T. Kreutzer: „Information ist der Rohstoff unseres Jahrhunderts“
… Thema Online-Marketing – immer mit praxisnahem Ansatz: „Es gibt hier einen großen Nachholbedarf bei Unternehmen; viele stolpern einfach hinein und begehen vermeidbare Anfängerfehler“. Database Marketing und Datenschutz: Rechtssicherheit für Unternehmen „Information ist der Rohstoff unseres Jahrhunderts“ sagt Kreutzer im Interview mit dem marketingshop …
Neue Fenster einbauen – Tipps für die Auswahl
Neue Fenster einbauen – Tipps für die Auswahl
… „Fenster“ im Mittelpunkt. „Wer bei der Auswahl neuer Fenster auf Größe, Material, Anordnung, Verglasung und Lüftungsmöglichkeit achtet, spart sich später eine Menge Ärger und Folgekosten,“ gibt Diplom-Ingenieurin Regina Leidecker, die Referentin zu bedenken. Sie informiert an diesem Abend über Fenster, die an die eigenen Wünsche und die Situation vor …
Sie lesen gerade: Interview zum Thema Schimmel: „Vermeidbare Folgekosten“