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PRIVATER KONSUM IN OSTEUROPA ERHOLT SICH

Bild: PRIVATER KONSUM IN OSTEUROPA ERHOLT SICH
Konsumausgabenanteile im Vergleich
Konsumausgabenanteile im Vergleich

(openPR) Die osteuropäischen Haushalte können wieder etwas aufatmen. Das vergangene Jahr brachte eine Erholung der privaten Konsumausgaben in den meisten CEE-Ländern. Zumindest wenn man die Inflation nicht berücksichtigt.
Sieht man sich die realen Zuwächse an, war es für viele Konsumenten in osteuropäischen Raum kein Plus. Die Trendwende ist jedoch geschafft und auch für 2011 sind die Aussichten optimistisch.



Trend: Licht am Ende des Tunnels – Osteuropa am Weg aus der Krise!

In den meisten osteuropäischen Ländern konnten die privaten Konsumausgaben 2010 (gemessen in der jeweiligen Landeswährung) wieder nominell steigen.
Vorneweg ist das krisenresistente Polen mit einem Plus von 5%, gefolgt von der Ukraine, Slowakei und Tschechien. Von 11 untersuchten Ländern gingen die privaten Konsumausgaben nominell nur in Kroatien (-0,7%) zurück. Allerdings werden die Zuwächse teilweise durch Teuerung wieder aufgefressen.

Trend: Wie EU-reif ist Kroatien?

Zwar lässt der Aufschwung in Kroatien noch auf sich warten, jedoch befindet sich das Land jetzt schon auf einem höheren Wohlstandsniveau als etwa Rumänien oder Bulgarien. Während einem kroatischen Haushalt rund 11.700 Euro jährlich für den privaten Konsum zur Verfügung stehen, haben rumänische Haushalte nur rund 8.070 und bulgarische nur circa 5.440 Euro verfügbar.

Trend: Fixkostenanteil wird immer geringer! Trotzdem kaum Geld für Freizeit

Der Konsumausgabenanteil, der für Ernährung, Wohnung und Energie und Transport aufgewendet wird, ist in manchen Ländern noch immer sehr hoch, nimmt jedoch im Laufe der Zeit immer mehr ab. Musste beispielsweise ein kroatischer Haushalt vor rund 10 Jahren über 40 Prozent der privaten Konsumausgaben für Ernährung aufbringen, so sind es heute nur mehr 32 Prozent.

Osteuropa bahnt sich den Weg aus der Krise

Nach der Katerstimmung des Jahres 2009, in dem die privaten Konsumausgaben in den meisten CEE-Ländern zurückgingen, brachte das vergangene Jahr eine spürbare Erholung.
Gemessen in der jeweiligen Landeswährung gab es in zehn von elf untersuchten Ländern ein Wachstum der privaten Ausgaben. Das Ausmaß hält sich zwar in Grenzen, dennoch ist der Turnaround in fast allen Ländern geschafft.
„Die Krise in Osteuropa neigt sich langsam dem Ende zu“, zeigt sich Pressesprecher Mag. Mark Ruhsam optimistisch. „Zweistellige Zuwachsraten beim privaten Konsum gehören zwar in CEE der Vergangenheit an. Wir gehen aber jedenfalls für 2011 von einem Wachstum für alle elf untersuchten Länder aus.“

Als Problem erweisen sich die hohen Inflationsraten, die vom nominellen Wachstum kaum etwas bis gar nichts überlassen. Nur in drei Ländern (Polen, Slowakei und Tschechien) ergaben sich 2010 auch reale Zuwächse bei den privaten Konsumausgaben.

Kroatien kommt in die EU – Auswirkungen auf den Konsumenten

Mit dem grünen Licht, das Kroatien von der EU-Kommission bekommen hat, soll das Land der mehr als 1.200 Inseln ab 2013 Mitglied der Europäischen Union werden.
Kroatien hat zwar momentan mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu kämpfen: Die Arbeitslosigkeit ist aktuell auf über 14 Prozent geklettert und die privaten Konsumausgaben sind im vergangenen Jahr real betrachtet zurückgegangen (-1,7% in Landeswährung).
Auch die BIP-Wachstumsprognose von rund 1,5 Prozent für 2011 ist mager.

Dennoch: Kroatien weist jetzt schon ein deutlich stärkeres Wohlstandsniveau als die jüngsten EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien auf.
Mit durchschnittlichen Konsumausgaben pro Haushalt im Jahr von rund 11.700 Euro steht den Kroaten um rund 45 Prozent mehr zur Verfügung als den Rumänen und mehr als doppelt so viel wie den Bulgaren. „Die EU-Beitrittsperspektive ist ein wichtiger Faktor für die Ankurbelung der kroatischen Wirtschaft“, schlussfolgert Ruhsam.

Zwischen 1.000 und 12.000 Euro stehen dem Einzelhandel zur Verfügung

Ein großer Teil der privaten Konsumausgaben der Haushalte wird für Fixkosten oder „quasi-fixe“ Kosten aufgewendet. An Hand der Ausgabenstruktur zeigt sich so auch der Entwicklungsgrad eines Landes. So gibt ein slowenischer Haushalt nur rund 49 Prozent für die Bereiche Ernährung, Wohnen und Energie sowie Transport aus, in der Ukraine sind es 73 Prozent. Zwar ist der Fixkostenanteil in manchen Ländern noch beträchtlich, dennoch muss dies in der historischen Entwicklung betrachtet werden. Lagen vor zehn Jahren die Ausgaben für Ernährung beispielsweise in Kroatien und in der Slowakei bei über 40 Prozent, so sind es heute nur mehr 32 Prozent in Kroatien und 24 Prozent in der Slowakei.

Aktuell stehen dem Einzelhandel und den Dienstleistern im B2C-Bereich in Osteuropa zwischen 27 und 51 Prozent des verfügbaren Budgets der privaten Haushalte jährlich zur Verfügung.
In absoluten Zahlen ausgedrückt, sind es zwischen rund 1.000 Euro in der Ukraine und knapp 12.000 Euro in Slowenien pro Haushalt im Jahr.

„Das Konsumentenverhalten in den Ländern Osteuropas kommt jenen in den westlichen Ländern immer näher“, erklärt Ruhsam. In Teilbereichen sind die Unterschiede aber immer noch eklatant. Während in Österreich über 12% der Konsumausgaben für Kultur, Freizeit und Urlaub verwendet werden können ist der Durchschnitt der 11 untersuchten Länder nur bei 6%.

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