(openPR) Immer mehr Nanoprodukte trotz Risiken für Umwelt und Gesundheit
Vom Aknemittel bis zur Zahnbürste, vom künstlichen Hüftgelenk bis zur Wandfarbe steht die keimtötende Wirkung von Silber im Vordergrund. Mit dem angeblich fortschrittlich klingenden Begriff Nanosilber sollen Produkte beworben werden, über deren Risiken noch viel zu wenig bekannt ist. Die vorliegende BUND-Studie informiert über den Wissensstand und möchte zur Diskussion anregen.
Silber hat eine biozide Wirkung, die seit langem bekannt ist. Die keimtötende Wirkung geht dabei von den (gelösten) Silberionen aus, die an der Oberfläche von metallischem Silber durch die Einwirkung von polaren Molekülen, Salzen u. a. gebildet werden. Wenn nun das Silber in Form von Nanosilber, also sehr kleinen Partikeln (1–100–300 um), vorliegt, ist die Oberfläche stark vergrößert und es können wesentlich mehr Silberionen gebildet werden.
Um die biozide Wirkung zu erreichen, können Kunststoffprodukte, Oberflächenbeschichtungen oder synthetische Textilien einfach mit Nanosilber ausgerüstet werden – entweder durch Einarbeitung in das Material oder durch Oberflächenbeschichtungen. Durch die geringe Größe der Silberpartikel ist aber auch ihre Mobilität viel höher - und die Gefahr, dass sie über Hautkontakt oder die Luft in den menschlichen Körper gelangen und dort der Gesundheit schaden. So können etwa Nanosilberpartikel biologische Membranen durchdringen und prinzipiell alle Organe erreichen. Erste Untersuchungen weisen auf Zellschädigungen, Gefährdung genetischen Materials, Verlust der biologischen Funktion von Proteinen und entzündliche Lungenschäden hin. Zudem können Resistenzen gegen Antibiotika entstehen, die über ähnliche Mechanismen wirken.
Der BUND fordert deshalb ein Moratorium für den Einsatz von Nanosilber in Konsumgütern. Melde- und Kennzeichnungspflicht müssen dem Verbraucher Wahlfreiheit ermöglichen. In den Handel sollten nur Waren gelangen, von denen keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht.
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