(openPR) Nanogold bringt Schmuckglas zum Leuchten, Nanopartikel stecken im Autolack und Tennissocken müffeln angeblich nicht dank Nanosilber. Das ist Nanotechnologie im Alltag. Die andere Seite: Immer wieder berichten Medien über Gefahren, die Nanomaterialien für Mensch und Umwelt bergen sollen. Die Berichtslage ist unübersichtlich, die Quellen oft unklar und die Gefahr von Missverständnissen ist groß.
Die Website www.nanopartikel.info des DaNa2.0-Projekts will Verbrauchern den Weg durch den Informationsdschungel erleichtern. Ziel des Internetauftritts ist es, Forschungsergebnisse zur Sicherheit von Nanomaterialien für Experten wie für Laien übersichtlich und verständlich darzustellen. Das Kernstück bildet die unter „nanoINFO“ bzw. „Wissensbasis“ erreichbare Datenbank zu Nanomaterialien, die das aktuelle Wissen in diesem Technikbereich zusammenfasst.
Wer also wissen möchte, was es mit seinen Tennissocken auf sich hat, wählt die Anwendung „Textilien“ und erfährt, dass neben Silber auch Siliciumdioxid, Titandioxid und Zinkoxid in Nanoform in Textilien zum Einsatz kommen. Ein Klick auf „Silber“ eröffnet Informationen über die Materialeigenschaften und die Einsatzgebiete. Hier erfährt man auch, dass der Begriff „Nano“ nicht geschützt und das „Nanosilber“ in den Socken möglicherweise nur ein Werbetrick ist. Wenn es denn enthalten wäre, wäre die Aufnahme über die Haut vernachlässigbar; der Effekt auf die Mikroorganismen in Kläranlagen bei der Sockenwäsche könnte jedoch bedenklich sein.
Nanogold dagegen findet sich neben Schmuckgläsern auch in industriellen Anwendungen und im Schwangerschaftstest. Es kann in Körperzellen eindringen, wenn es gelingt, es als Einzelpartikel in den Körper zu bringen und es klein genug ist; diese Eigenschaft will man sich unter anderem in der Krebstherapie zunutze machen.
Rund 60 Anwendungen und 30 Materialien sind derzeit in der Datenbank erfasst, die ständig weiter wächst. Grundlage sind fachliche Veröffentlichungen, deren wissenschaftliche Qualität von einem Team internationaler Experten überprüft wird.
Neben der eigentlichen Wissensbasis werden in Grundlagenartikeln Einführungen in zentrale Fragen der Sicherheitsforschung zu Nanomaterialien gegeben und in einem ausführlichen Glossar die verwendeten Fachbegriffe erklärt. Aktuelle News, Veranstaltungshinweise, FAQs, Links zu anderen nanospezifischen Websites und ein Tweet beim Nachrichtendienst Twitter komplettieren den allgemeinen Teil.
Da das DaNa2.0-Projekt auch aktuelle Förderinitiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begleitet, wird in einem weiteren Zweig der Website auch die Vielzahl an BMBF-geförderten Projekten aus dem Themenbereich Sicherheitsforschung zu Nanomaterialien präsentiert. Projekte zur Human- und Umwelttoxikologie von Nanomaterialen sowie zum Schutz der Umwelt durch Nanomaterialien werden vorgestellt, Projektziele und Laufzeiten sind angegeben und auch die Projektpartner können auf den Webseiten nachgeschlagen werden.
In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt DaNa2.0 arbeiten derzeit zehn europäische Partner unter Leitung der DECHEMA zusammen.








