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Wikileaks: Indiens Indigene „ausgebeutet und misshandelt“

26.05.201112:13 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wikileaks: Indiens Indigene „ausgebeutet und misshandelt“
Laut Wikileaks wird Indiens indigene Bevölkerung „ausgebeutet und schikaniert.” © Sunil Janah/Survival
Laut Wikileaks wird Indiens indigene Bevölkerung „ausgebeutet und schikaniert.” © Sunil Janah/Survival

(openPR) Geheimen Dokumenten zufolge betrachten amerikanische Diplomaten Indiens Regierung als „unwillig und unfähig”, die Ausbeutung der 84 Millionen Indigenen (Adivasi) in Indien zu stoppen. Die Dokumente wurden von der indischen Zeitung The Hindu veröffentlicht.



Die amerikanische Regierung befürchtete, dass die Haltung der indischen Regierung „die Bewegung der Naxaliten bestärkt“, eine maoistisch extremistische Gruppe, die derzeit verstärkt an bewaffneten Aufständen in Indien beteiligt ist.

Während sich Indien stark auf sein Wirtschaftswachstum konzentriert, wird in den Geheimdokumenten die Sorge geäußert, „dass das starke Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum das Elend indigener Völker durch den damit einhergehenden Rückgang der Waldbestände und natürlichen Ressourcen verstärkt.”

In Anerkennung der Not der Adivasi hat Indien 2006 den Forest Rights Act erlassen. Das Gesetz soll indigenen Gruppen das Recht auf den Wald zusprechen, von dem sie abhängig sind. Die Wikileaks Dokumente zeigen jedoch, dass es „fest verwurzelte und korrupte Interessen gibt, den Wald auszubeuten.”

Die Dokumente besagen weiter: „Das Problem ist dringend. Mit Unterstützung der Regierung vertreiben andere Akteure mit Zwang und Bestechung die Indigenen illegal aus ihren Territorien, um Zugang zu den Ressourcen zu erlangen.” Dies betrifft alle indigenen Gemeinschaften des Landes.

In den Dokumenten kommt man zu dem verheerenden Fazit, „dass es wenig realistisch ist, dass die korrupte und gering motivierte indische Bürokratie ein Gesetz zum Schutz der indigenen Völker und der Umwelt durchsetzt, an dem die Mehrheit der Inder kein Interesse hat.”

Den Wikileaks-Dokumenten zufolge vertritt die Mehrheit der Inder die Ansicht, dass indigene Völker „ein Hindernis für die Entwicklung darstellen und deswegen aus den Wald vertrieben werden müssen, um in die Mehrheitsgesellschaft ‘integriert’ zu werden.” Survival Internationals Bericht “Fortschritt kann töten” belegt, wie aufgezwungene Integration fatale Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit indigener Völker hat.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, erklärte heute:
„Die Wikileaks-Dokumente zeigen es: Die ‘Integration’ der indigenen Bevölkerung in Indien bedeutet in Wirklichkeit, dass sie zu „landlosen Arbeitskräften am untersten Rang der Gesellschaft“ degradiert werden. Es wird höchste Zeit, dass sich Indien der historischen Ungerechtigkeit annimmt, welche seine indigene Bevölkerung erfahren hat. Die Regierung muss sich von der missverstandenen Idee von ‘Integration’ distanzieren. Solange dies nicht passiert, werden „Ausbeutung und Misshandlungen“ weiter bestehen.”



Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/7300

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