(openPR) Heilung geht durch den Magen
Winterberg: Rund ein Drittel der Patienten sind mit dem Essen in ihrem Krankenhaus nicht zufrieden, besagt eine repräsentative Allensbach-Umfrage. Ein Ergebnis, mit dem Patienten letztlich nicht nur die Küche, sondern das gesamte Krankenhaus beurteilen. Mit ein Grund, weshalb das St. Franzis-kus-Hospital stolz darauf ist, eine eigene Küche zu betreiben.
Neben Verwandtschaftsbesuchen ist das Essen für Patienten einer der Höhepunkte im Kran-kenhausalltag. Während nur wenige Patienten die Qualität der medizinischen Versorgung fachlich beurteilen können, bewertet jeder wie selbstverständlich Geschmack und Aussehen der Mahlzeiten.
3.900 Brötchen, 1.400 Liter frisch gebrühter Kaffee, 500 Liter Milch, 300 Kilogramm Kartoffeln – was sich liest wie aus dem Guinnesbuch der Rekorde ist lediglich der monatliche Verbrauch einiger Lebensmittel. Im St. Franziskus-Hospital wird nämlich für die Patienten, Mitarbeiter und Besucher immer noch selbst gekocht. Ein Team von elf Mitarbeitern unterstützt Küchenchef Gereon Raeggel bei der täglichen Produktion von rund 320 Mahlzeiten und dem Betrieb im Café Panorama. Neben dem Krankenhaus versorgt die Küche zusätzlich das Winterberger Gymnasium, den katholischen Kindergarten und Essen auf Rädern. „Da wir die Speisen frisch zubereiten, können wir viel besser auf besondere Patientenbedürfnisse für z.B. Diabetiker oder Allergiker eingehen.“, so Raeggel.
Darauf ist auch Geschäftsführer Christian Jostes stolz: „Eine eigene Küche ist heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Immer mehr Häuser lassen sich von externen Catering-Unternehmen das Essen ins Haus bringen und machen es vielfach nur noch schnell warm. Das geht natürlich zulasten der Qualität.“ Frische Produkte stehen an oberster Stelle, und das jeden Tag, wie ein Blick in das Kühlhaus zeigt. Penibel werden hier sämtlich Kontrollzeiten notiert und regelmäßig Lebensmittelproben genommen. Denn in einer Krankenhausküche gelten besondere Hygienevorschriften und Kühl-kreisläufe. Aus diesem Grund hält die Küche auch engen Kontakt zu sämtlichen Zulieferern.
So waren jüngst Geschäftsführung, Qualitätsmanagement, Küche und Hygienebeauftragter beim nordhessischen Fleisch- und Wursthersteller Henkelmann GmbH & Co. KG zu Gast. Das nach dem „International Featured Standard“ IFS zertifizierte Familienunternehmen hat sich auf Groß-verbraucher wie das St. Franziskus-Hospital spezialisiert. Wurst und Schinken werden ohne Farbstoffe, Allergene oder Geschmacksverstärker hergestellt. Mit einer SAP-gesteuerten Warenwirtschaft werden alle Materialbewegungen lückenlos dokumentiert, sodass Qualitäts-überwachung und Produktrückverfolgung zu jeder Zeit sichergestellt sind. Hiervon konnte sich das Team nach einer ausgiebigen Produktverkostung bei einem ausführlichen Betriebs-rundgang und anschließender Diskussion mit den Verantwortlichen überzeugen.












