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Kreative Impulse für Wirtschaft und Wissenschaft

19.05.201113:43 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Kreative Impulse für Wirtschaft und Wissenschaft
Carina Milbrandt, Produktdesignerin, Halle (Saale)
Carina Milbrandt, Produktdesignerin, Halle (Saale)

(openPR) Wachstum kann man nicht erzwingen, aber unterstützen und begleiten. Das zumindest ist das Ziel des Landesprojektes Kreativmotor mit Ansprechpartnern am Weinberg Campus in Halle (Saale) und am Domplatz in Magdeburg. „Wir wollen Wachstum und Innovation von jungen Unternehmen der Kreativwirtschaft antreiben“, so Anne-Janine Hesse, eine der Projektmitarbeiterinnen am Univations Institut für Wissens- und Technologietransfer GmbH. „Die besten Erfahrungen haben wir dabei mit der konkreten Kontaktvermittlung in die Wirtschaft bzw. Wissenschaft gemacht“, meint Hesse. „Wir erleben in unserer täglichen Arbeit, dass die Kreativen mit ihren Ideen nicht nur ihr eigenes Unternehmen voranbringen, sondern gleichfalls Impulse in Richtung Wirtschaft und Wissenschaft geben können.“



Ein Beispiel hierfür sind die so genannten Matching-Veranstaltungen, die der Kreativmotor seinen Teilnehmern anbietet. Die Idee ist einfach: Es sollen Kreativunternehmen mit Industrie oder Wissenschaft zusammengebracht werden, um konkrete Aufgaben- oder Problemstellungen zu lösen, aber auch um handfeste Aufträge zu generieren. In der Praxis allerdings müssen erst einmal die richtigen Partner an einen Tisch gebracht werden. Da ist beispielsweise die Produktdesignerin Carina Milbrandt aus Halle (Saale), Stipendiatin der Paul-Riebeck-Stiftung, die mehrere Hilfsmittel für die Altenpflege entworfen hat und nun nach einem Hersteller für ihre Produkte sucht. An dieser Stelle unterstützt der Kreativmotor und moderiert Gespräche mit dem Polykum e. V., der Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik in Mitteldeutschland, mit dem direkten Zugang zu über 100 Unternehmen aus dem Bereich Kunststoffherstellung und -verarbeitung. Interessierte Industrie-Partner sind hier schnell gefunden.

Darüber hinaus stellt der Kreativmotor im Auftrag von Industrieunternehmen Kontakt zu spezialisierten Kreativdienstleistern her, die allzu oft nicht einmal in den Gelben Seiten zu finden sind und gibt damit Orientierung in einer kleinteiligen, leistungsfähigen und dynamischen Branche.

„Ich brauche 200.000 Euro, um mein Plattenlabel richtig voranzubringen“ – und schon ist das nächste Matching-Format des Kreativmotors umschrieben: Die Vermittlung von Wachstums- oder Auftragsvorfinanzierung für Unternehmen der Kreativwirtschaft. Film- und Medienbranche werden auf diesem Gebiet mittlerweile durch spezielle Finanzierungsangebote der Investitionsbank Sachsen-Anhalt und der KfW Bankengruppe bedient. Der Kreativmotor hat jedoch auch die weiteren zehn Teilbranchen der Kreativwirtschaft im Blick. Für diese sind neben den aktuellen Crowdfunding- bzw. Mikrofinanzierungsmöglichkeiten auch private Investoren eine Option. Die Arbeit mit Venture-Capital oder, deutsch, Risikokapital ist im Bereich der Kreativwirtschaft aufgrund der überwiegend geringen Unternehmensgrößen und des Kapitalbedarfs noch nicht weit verbreitet, jedoch für Teilbranchen, wie die IT-/Gamesindustrie, durchaus interessant. Im Rahmen der größten Matching-Veranstaltung für Kapital suchende Unternehmen und Investoren in Mitteldeutschland, dem INVESTFORUM Sachsen-Anhalt, am 14. und 15. September 2011, in Halle (Saale), bietet der Kreativmotor deshalb Unternehmen der Kreativwirtschaft erstmals in diesem Jahr die Möglichkeit, sich vor zahlreichen Investoren zu präsentieren und den passenden Finanzierungspartner zu finden.

Und wie soll eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Kreativen und der Wissenschaft aussehen? So lautete die oft gestellte Frage in den Vorgesprächen mit Vertretern universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt. Ein gutes Beispiel hierfür gibt das Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle (Saale). Auf dem Weinberg Campus wird seit Jahren mit dem Mehrwerk Designlabor um die Burgabsolventen Sven Wüstenhagen und Stefan Oßwald zusammengearbeitet. Diese verstehen sich als Mittler zwischen Forschung/Entwicklung und Hersteller/Vertrieb. Gestaltbildend werden Erkenntnisse aus der Wissenschaft in lebhafte Produkte, zum Beispiel für die Fahrzeugindustrie, übersetzt. Hier ergeben sich wiederum konkrete Anknüpfungspunkte zum Cluster MAHREG Automotive mit Sitz in Barleben bei Magdeburg, mit dem das Projekt Kreativmotor ebenfalls kooperiert. Unter anderem werden gemeinsame Branchentrend-Seminare zu Trends und Entwicklungen in der automobilen Zulieferindustrie Sachsen-Anhalts angeboten.

„Die meisten Hersteller haben mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt und wollen ihre Produktpalette mit klimafreundlichen Produkten erweitern. Wenn man davon ausgeht, dass in einem modernen Auto im Innenraum der Anteil nachwachsender Rohstoffe mehr als 20 Prozent ausmacht, fragt man sich allerdings, wo das beim Blick in den Innenraum sein soll. Wir arbeiten daran, Biomaterialien auch an die Oberfläche zu bringen. Als Designer muss man sich dabei mit neuen Materialien, Materialeigenschaften, der gesamten Prozesskette und der Verarbeitung der Materialien auskennen. Strukturelle Verbesserungen durch Leichtbau, also optimale Ausnutzung der Materialeigenschaften, sind dabei genauso wichtig wie die sinnliche Aufladung der Produkte. Im Endeffekt liegt dem Hersteller, dem Designer und dem Entwickler ein erfolgreiches, weil überzeugendes Produkt, gleichwohl am Herzen“, so Stefan Oßwald.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Mode-Designerin Anne Trautwein, eine Teilnehmerin am Projekt Kreativmotor. Sie bietet Textilforschungsinstituten die Visualisierung ihrer Entwicklungen mit dem Ziel der besseren Vermarktung an. Auch hier hilft Design bzw. Kreativität die Vermarktungspotenziale der Wissenschaft zu steigern.

Neben der ganz individuellen Betreuung und Beratung von Unternehmen der Kreativwirtschaft in Matchingveranstaltungen oder Coachings hilft der Kreativmotor auch den bestehenden Bedarf an betriebswirtschaftlicher Qualifizierung bzw. Weiterbildung für Kreativunternehmen in Sachsen-Anhalt zu decken. „Als Kreativer hast du immer ein gespaltenes Verhältnis zum Geld“, meinte Eike Goreczka, Autor und Producer der 42Film GmbH, exemplarisch anlässlich einer Veranstaltung des Kreativmotors. An dieser Stelle setzen die Grundlagen-Seminare des Kreativmotors zu Themenbereichen, wie Steuern, Vertrieb, Finanzierung und Förderung, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Marketing oder Personalmanagement an.

Aktuell bietet das Landesprojekt Kreativmotor jungen Unternehmen der Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt zahlreiche Möglichkeiten zur Information und Qualifizierung. Die neu gestaltete Homepage des Landesprojektes informiert unter www.kreativmotor.de ausführlich über das Angebot in Sachen Sprechstunden, Seminare, Matchingveranstaltungen und Coaching. Für die Veranstaltungen können sich Unternehmen der Kreativwirtschaft mit Unternehmenshauptsitz in Sachsen-Anhalt, die bei Aufnahme in das Projekt nicht älter als drei Jahre sind, anmelden.

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