(openPR) Cellokonzerte des 20. Jahrhunderts
Drei Konzerte für das Violoncello. Und drei unterschiedliche jüdische Lebenswege. Erich Wolfgang Korngold, der aus Brünn gebürtige Wiener Erfolgskomponist, ging 1934 nach Hollywood und musste, als die Nationalsozialisten 1938 auch in Österreich ihre Diktatur errichteten, dort bleiben. Der Genfer Ernest Bloch war ab 1916 für etliche Jahre in den USA tätig und ließ sich nach 1938 endgültig in Oregon nieder. Der Hamburger Berthold Goldschmidt, der in Berlin als Komponist und Dirigent lebte, sah sich 1935 gezwungen, mit einigen wenigen Habseligkeiten nach London zu emigrieren.
Auf je andere Weise spiegelt also jedes dieser drei Konzerte das zerrissene 20.Jahrhundert. Gemeinsam ist den Werken, dass sie die Ausdrucksmöglichkeiten des modernen, emanzipierten Violoncellos umfassen und jene radikal erweiterte Spieltechnik fordern, die auf einst revolutionäre Virtuosen wie Julius Klengel und David Popper zurückgeht.
Julian Steckel, Jahrgang 1982, ein Schüler von Ulrich Voss, Gustav Rivinius, Boris Pergamenschikow und Antje Weithaas, machte schon früh auf sich aufmerksam; die Krönung seiner bisherigen Laufbahn ist der 1. Preis des ARD-Wettbewerbs (September 2010).
Daniel Raiskin, (* 1970) Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie und des Artur-Rubinstein-Philharmonie Lodz, hat eine Vorliebe für Programme, die sich nicht nur mit den üblichen Standards beschäftigen, und sucht vor allem eine enge Zusammenarbeit mit den Orchestermusikern, um ganz besonders intensiv seine Klangvorstellungen zu verwirklichen und dem Publikum die entsprechende „story“ zu erzählen. Veröffentlichung am 20. Mai 2011











