(openPR) 16.5.2011 – Köln. Der Mittelstand ist wesentlich aktiver bei der Weiterbildung seiner Mitarbeiter als es mitunter den Anschein hat. Die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) lässt ihre Mitarbeiter neu gelerntes Seminarwissen an Kollegen weitergeben und stellt Materialien für selbstverantwortliches Lernen bereit. Dies ergab der kürzlich veröffentlichte Teilbereich des Personal-Panels des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Genau wie Großunternehmen schätzen KMU die Bedeutung von Personalentwicklung wegen des drohenden Fachkräftemangels als immer wichtiger ein: acht von zehn Großunternehmen und sieben von zehn Mittelständlern sind dieser Meinung. Im Gegensatz zu Großunternehmen setzen KMU bei der Personalentwicklung ihrer Mitarbeiter aber wesentlich stärker auf informelles Lernen. Auch eine systematische Potenzialanalyse, mit der die Unternehmen die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Beschäftigten ermitteln, führen mehr als die Hälfte der Großunternehmen, aber nur ein Drittel der Mittelständler und nur jedes fünfte Kleinunternehmen regelmäßig durch. Rund die Hälfte der Mittelständler setzt ihre Beschäftigten im Laufe ihres Berufslebens in verschiedenen Abteilungen ein. Ebenso viele Firmen geben den Mitarbeitern die Möglichkeit zur selbstständigen Fortbildung, zum Beispiel über das Internet. Das IW-Personal-Panel, eine repräsentative Unternehmensbefragung, erhielt im Sommer 2010 Antworten von knapp 1.900 Personalverantwortlichen in Unternehmen aller Größenklassen ab einem Mitarbeiter. Insgesamt zeigte sich, dass KMU schon recht weiterbildungsaktiv sind, aber die Potenziale ihrer Mitarbeiter noch nicht voll ausschöpfen. Gerade die demografische Entwicklung erfordert ein wesentlich intensiveres Kompetenzmanagement der eigenen Belegschaft, weil der externe Arbeitsmarkt immer weniger Fachkräfte hergibt. Wie Unternehmen dies erreichen können, zeigt das Projekt PriMa mit dem Konzept der lebenszyklusorientierten Personalpolitik. Mit Hilfe eines Handlungsleitfadens können sich Unternehmen einen Einblick in dieses ganzheitliche Personalkonzept verschaffen und ihr eigenes maßgeschneidertes Modell zusammenstellen und umsetzen. Das stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit und vermindert die demografiebedingten Risiken des Fachkräftemangels, Wissensverlusts oder einer Kostenexplosion. Ab dem 01.09.2011 wird diese Praxishilfe unter www.PriMa-Personalentwicklung.de zum Download bereit stehen.













