(openPR) Depressionen können die unterschiedlichsten Verläufe haben. Jemand, der sie in schwerer Form noch nie selbst erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, wie ein Mensch sich in dieser Stimmungslage fühlt. Gerade deshalb sollte man Menschen, die depressiv sind ernst nehmen und professionelle Hilfe suchen.
Gunther Sachs war vom Leben begünstigt – als Erbe der Kugellager- und Motorenwerke Fichtel & Sachs sehr vermögend und mit zahlreichen Begabungen gesegnet. Es war ihm vergönnt, seine Leidenschaft zu fotografieren, Dokumentarfilme zu drehen und große Kunst zu sammlen in vollen Zügen auszuleben. Er war attraktiv und als der Gentleman-Playboy schlechthin bekannt. Wer würde nicht von so einem Leben träumen?
Und dennoch – vor ein paar Tagen hat er seinem Leben selbst ein Ende gesetzt.
Hat ihn die Diagnose „Alzheimer“ in seine tiefe Depression gestürzt? Wir können das nur vermuten. Offenbar sah er jedoch seine eigene Zukunft derart düster, dass er sich zu diesem Schritt entschloss.
Die Tücke an der Depression ist, dass wir als Angehörige und Freunde den wirklichen Gefühlszustand des Betroffenen oft nicht richtig einschätzen (können). Wir können nicht hinter die Stirn des anderen schauen und erraten, was dahinter vorgeht. Der Depressive selbst kann es uns vielleicht auch nicht richtig vermitteln.
Zum anderen werden Depressionen oft auf die leichte Schulter genommen. Gut gemeinte Ratschläge wie: „Kopf hoch“ oder „ Stell´dich nicht so an! Das wird schon wieder!“ sind nicht nur nicht angebracht sondern ausgesprochen kontraproduktiv.
Geradezu salopp verwenden viele in ihrem Sprachgebrauch: „ Aaaaach, ich fühl´mich heute so
depri!“, wenn der Tag nicht einer der besten war und sie sich in einer Missstimmung deswegen befinden. Klingt spektakulär, hat aber mit dem Krankheitsbild „Depression“ nichts zu tun.
Wenn ein Mensch sich wirklich deprimiert fühlt oder man diesen Eindruck von einem Freund oder Angehörigen hat, sollte man deshalb dringend professionelle Hilfe zu suchen.
Aber woran erkenne ich eine Depression?
Die typischen Symptome der Depression sind:
Traurigkeit, Angstgefühle, Hoffnungs- und Antriebslosigkeit, der Verlust des Selbstwertgefühles,
soziale Isolation, mangelnde Entscheidungsfähigkeit, der Verlust von Libido und Appetit, das Gefühl von Schwäche und Nutzlosigkeit.
Der depressive Mensch dreht sich mit seinen düsteren Gedanken im Kreise und ist, bedingt durch die krankheitstypische Antriebslosigkeit, nicht in der Lage einen Weg aus seiner bedrückenden Gefühlslage zu suchen.
Hierbei kann lösungsorientierte Beratung Erstaunliches bewirken.
In der lösungsorientierten Beratung wird der Fokus ausschließlich auf die vom Klienten positiv erlebten Ereignisse gelegt. Dies mit dem Ziel, sie zu verstärken und schrittweise ein Gefühl dafür zu schaffen, wie gut sich die Lösung des Problems anfühlt. Auf langwierige Analysen dessen, wie es zu dieser Situation gekommen ist, wird ausdrücklich verzichtet, um schnell und erfolgreich zu den gewünschten positiven Ergebnissen zu kommen.
Lösungsorientierte Beratung ist somit ein Ansatz, der sich positiv in die Zukunft richtet und Wege
aufzeigt, wie jeder zu seinem Lebensglück zurückfindet und seine Träume und Visionen verwirklichen kann.
Sandra Sopp Ehlting










