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Pal Dragos: Der postmoderne Patient - das Verantwortungsdefizit in der Medizin

12.05.201115:50 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Die gesetzlichen Krankenkassen AOK und Barmer bieten seit kurzem für 30 Millionen Versicherte die Möglichkeit an, im Internet Arztpraxen zu bewerten.
Was bisher allerdings fehlt, ist eine Möglichkeit für Ärzte, ihre Patienten zu bewerten. Dabei geht es nicht um eine Bewertung im Sinne der üblichen Diagnoseerstellung, sondern um die Beschreibung der Seelenhaltung der Patienten zu ihrer Krankheit, zur Haltung des eigenen Körpers und zu den Fragen des eigenen Gesundheitsmanagements.

Die Haltung der meisten Menschen zu den eigenen Gesundheitsfragen in der Postmoderne kann man getrost als katastrophal bezeichnen. Diese Gesundheitshaltung muss überwiegend als kollektivistisch bezeichnet werden. Die Zuständigkeit für den eigenen Leib wird an die Ärzte und Institutionen des Gesundheitswesens delegiert. Dabei lassen sich viele Maßnahmen, die den Leib als lebendige Dimension des menschlichen Körpers betreffen, ohne tätige Eigenverantwortung gar nicht erfolgreich regulieren. Der postmoderne Patient lässt sich nur noch über ein Anspruchsverhalten mit Verantwortungsdefizit charakterisieren.

In den Arztpraxen kommt es ständig zu einer Projektion der allmächtigen Elternbilder der Patienten gegenüber den Medizinern. Chemischen Pillen und die technische Medizin sollen die Eigenverantwortung gegenüber dem eigenen Leib ersetzen.

Solange jedoch dieses massive und kostspielige soziale Problem von den Ärzten nicht genügend aus wissenschaftlicher Sicht reflektiert wird, bleibt die suchtartige Zunahme der Behandlungsmaßnahmen in einer Sackgasse. Die Ärzte sind dann aus der Sicht der verblendeten Politik der Sündenbock, sie werden durch den Mangel an Reflexion selbst Bestandteil eines Teufelskreises. Die Kosten werden häufig mit Erkrankungen des Arztes (Stresssyndrom, Alkohol, Sucht, Erschöpfung, usw.) und mit einer statistisch nachweisbaren verkürzten Lebensdauer bezahlt.
„Bewertungsspiele“ im Internet lenken von diesen Problemen ab und suggerieren den Eindruck, das einzige Problem bestehe darin, wie der einzelne Arzt seine Aufgabe verrichtet.

Lesen Sie auch zu diesem Thema:
Pal Dragos: „Leibsoziologie - Kostenexplosion in der Medizin - Biologismus - die leiblose Postmoderne“ vom 9.11.2010
oder
Martin Papapol: „Solidaritätsfalle in der Gesundheitspolitik -Selbstplünderungsgemeinschaft als Krankenkasse“ vom 14.7.2010
unter: www.wachstumstrend.de in der Rubrik „Weitere Presseveröffentlichungen“

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