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Siebenschläfertag: Wetter im Sommer zu warm?

05.07.200516:44 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
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(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp) - Der Siebenschläfer am 27. Juni soll laut Bauernregel ein Tag mit großer Bedeutung für das Wetter des Jahres sein. Hierzu gab es einige Bauernregeln, die in Abhängigkeit vom Wetter am Siebenschläfertag das Wetter für die kommenden Wochen zu bestimmen versuchten. So heißt es etwa: "Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, so regnets vier ganze Wochen". Man konnte also nur hoffen, dass am Siebenschläfertag schönes Wetter war, so brauchten die Bauern sich nicht um ihre Ernte zu sorgen.



Meist verbinden wir den Siebenschläfer mit dem gleichnamigen Nagetier, was allerdings ein Irrtum ist. Seinen Namen hat dieser Tag vielmehr von einer alten Legende.

Darin heißt es, dass sich sieben Brüder bei der Christenverfolgung im römischen Reich durch Kaiser Decius im Jahre 251 in einer Höhle bei Ephesus versteckten und in tiefen Schlaf verfielen. Erst knapp 200 Jahre später, im Jahr 446, soll die Höhle entdeckt worden und dabei die sieben Brüder aus ihrem Schlaf aufgewacht sein. Sogar die Namen der sieben Brüder sind uns überliefert: Johannes, Serapion, Martinianus, Dionysius, Constantinus, Maximus und Malchus. Soweit die Legende.

Wetterstatistiken zeigen, daß es sich nicht nur bei der Geschichte um die sieben Brüder sondern auch bei der Vorhersage des Wetters in Abhängigkeit zum Wetter am Siebenschläfertag nur um eine Legende handeln kann, denn der Tag selbst hat keinerlei Bedeutung, da die sich auf sogenannte Lostage wie den Siebenschläfertag beziehenden Bauernregeln grundsätzlich keine Aussagekraft über die zukünftige Witterung haben.

Hinzu kommt, dass sich durch die Umstellung des Kalenders im Mittelalter das Datum sämtlicher Lostage verschoben hat, denn ursprünglich hat es sich bei diesem Tag um den 5. Juli gehandelt.

Zu betrachten ist vielmehr ein Zeitraum von mindestens einer Woche um den Siebenschläfertag herum.

Die Aussagekraft bezieht sich dabei auf den allgemeinen Witterungsverlauf, nicht auf das spezielle Wetter einzelner Tage, die von der Gesamttendenz durchaus abweichen können. Eine durchgehend trockene und warme Woche um die Monatswende vom Juni zum Juli hat nicht automatisch 7 weitere Wochen dieser Art zur Folge. Einzelne Regen- oder Gewittertage sind in der Regel trotzdem zu erwarten. Vielmehr geht es um den überwiegenden Witterungscharakter.

Dabei ergibt sich aber immerhin eine Eintreffwahrscheinlichkeit von etwa 75%. Jüngstes Beispiel eines fehlerhaften Signals Ende Juni/Anfang Juli hatten wir im Sommer 2003 zu beklagen. Auf eine gewittrige unbeständige Woche, in der der Siebenschläfertag lag, folgte der Jahrhundert-Sommer mit ungewöhnlich lange anhaltender Hitze und Trockenheit in der zweiten Juli-Hälfte und im August.

Dieses Jahr deutet der Siebenschläfer auf eine Mischung des Witterungscharakters der letzten beiden Sommer hin: Insgesamt zu warm und zu trocken. Wir müssen mit einigen schwülen Tagen, mit Gewittern und mit vorübergehender Abkühlung rechnen, aber bis Mitte August sind immer wieder längere Schönwetterperioden zu erwarten - besonders im Nordosten, wo es auch zu länger andauernder Trockenheit kommen könnte.

Dabei entstand der Wärmeüberschuss letztes Jahr vor allem durch sehr laue Nächte in feuchtwarmer Luft, denn die hohen Nachtwerte trugen zu einer hohen Tagesdurchschnittstemperatur bei, die den langjährigen Durchschnitt vielerorts um mehr als 1 Grad übertraf. Ähnliches deutet sich für dieses Jahr an. Gerade bei häufigen Gewitterlagen ist der Niederschlag eine noch stärker als sonst ohnehin variierende Größe, die lokal zu einem viel zu nassen Monat führen kann, obwohl es in großen Landstrichen viel zu trocken war.

Aktuelles Beispiel ist Köln, wo alleine am letzten Mittwoch innerhalb von nur 24 Stunden - allerdings durch den morgendlichen Ablesungstermin um 8 h MESZ (6 h UTC) in den offiziellen DWD-Daten aufgeteilt - beinahe das Doppelte des gesamten Monatsniederschlages gefallen ist, während andernorts gerade mal ein Drittel des Solls erreicht wurde.

Autor Udo Baum, Meteorologe von "Der Wetterbote" (http://www.wetterbote.de) wünscht Ihnen noch einen schönen Sommer.

Pressekontakt:

V.i.S.d.P. und Ansprechpartner für weitere Informationen und Bildmaterial:
Herr Florian Hirschmann

meteoXpress Ltd.
Niederlassung Deutschland

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