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Apotheker warnen vor Arzneimittelfälschungen aus dem Internet - Augen auf beim Medikamentenkauf

18.04.201112:05 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Frankfurt am Main, 18. April 2011 – Tagtäglich kommen am Frankfurter Flughafen, dem größten Einfallstor Deutschlands für diese Ware, gefälschte Medikamente an. Das Fälschen von Arzneimitteln ist ein lukratives Geschäft. Die Gewinne übersteigen sogar bei weitem die Umsätze des Drogenhandels. Da ist es kaum verwunderlich, dass der Handel mit gefälschten Medikamenten immer weiter zunimmt: 2005 stellte der Zoll eine halbe Million Tabletten sicher, 2010 waren es schon 500 Millionen. Im großen Stil wird nicht mehr nur in Drittländern, sondern mittlerweile auch in Europa und Deutschland gefälscht. Obwohl der Zoll schon große Mengen aufspürt, gelingt es den Herstellern weiterhin, ihre Internetkunden zu beliefern. „Viele Verbraucher hoffen, mit dem Kauf im Internet Geld zu sparen und übersehen dabei die Gefahren eines Medikamentes, das vermutlich in einem Hinterhoflabor hergestellt wurde“, warnt Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.


Denn unter Patienten hält sich der Irrglaube, dass gefälschte Medikamente einfach wirkungslos seien. Was kann schon passieren, wenn man besonders preiswerte Internetapotheken einmal ausprobiert? Risiken bestehen vor allem darin, dass das erworbene Medikament einen ganz anderen Wirkstoff oder gar einen Schadstoff enthält. Ebenso enthalten gefälschte Medikamente häufig zu niedrige oder zu hohe Wirkstoffmengen, die zu mangelnder Wirksamkeit oder starken Nebenwirkungen führen können. Auch Medikamente, die in einer falschen Verpackung sind, zählen als Fälschungen. „Medikamente erhält man, weil man krank ist. Wirkungslose Medikamente helfen ebenso wenig bei der Heilung wie Arzneimittel, die den falschen Wirkstoff beinhalten. Sie schädigen den Patienten! Er spielt mit seiner Gesundheit!“, so Erika Fink.
Verbraucher können nicht selbst feststellen, ob sie ein Original oder eine Fälschung in der Hand halten, da auch die Fälschungen mittlerweile sehr gut gemacht sind. Wenn Patienten die fehlende oder unerwünschte Wirkung auffällt, können schon massive Schäden aufgetreten sein. Aber wie schützt man sich? Am sichersten ist und bleibt der Weg in die Apotheke. Den zahlreichen Kontrollmechanismen in der Lieferkette der Apotheken entgeht kaum eine Fälschung. Am Ende der Kontrollen steht dann der Apotheker, der verpflichtet ist, jeden Tag Medikamente aus seinem Bestand zu prüfen. Zudem bietet er einen Service, den auch die Internetanbieter nicht leisten: Ein persönliches Beratungsgespräch. Jeder Patient wird über sein Arzneimittel aufgeklärt, Wechsel- und Nebenwirkungen werden erläutert. Dies steigert auch bei sehr starken Medikamenten die Verträglichkeit.
Um das Einschleusen von gefälschten Arzneimitteln in Zukunft weiter zu erschweren, soll noch in diesem Jahr EU-weit ein neues Verfahren etabliert werden, das sich dadurch auszeichnet, dass jede Arzneimittelpackung einen Code enthält, der vom Hersteller nur für diese eine Packung vergeben wird. In der Apotheke wird dieser Code eingelesen und der Apotheker erhält sofort die Rückmeldung, ob das Medikament echt ist oder nicht. Dieses Authentifizierungsverfahren steht bald zur Verfügung und bedeutet höchste Sicherheit für in der Apotheke gekaufte Arzneimittel.
Das Problem der Käufe im Internet ist damit aber nicht gelöst. Denn gerade bei Medikamenten, deren öffentlichen Erwerb Patienten scheuen, wie bei Potenzmitteln oder Diätpräparaten ist der anonyme Onlinemarkt besonders groß. Eine weitere Gefahr sieht man bei der Landesapothekerkammer Hessen auch für Patienten, die ihre Krankheiten selbst diagnostizieren oder Medikamente möchten, die ihr Arzt ihnen aus gutem Grund nicht verschreibt. Bei suspekten Internetapotheken können sie rezeptpflichtige Medikamente häufig auch ohne Rezept erhalten. Erika Fink und Hessens Apothekern bleibt zunächst nur eine Möglichkeit, ihre Patienten vor den Risiken zu schützen: Tägliche Aufklärung.

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