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Was steckt eigentlich in unseren Arzneimitteln? In Heilpflanzengärten die Anfänge der Pharmazie erleben

12.07.201315:14 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Frankfurt am Main, 08. Juli 2013 – Gegen jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen. Viele Menschen greifen bei leichten Beschwerden entweder in das eigene Kräuterbeet oder kaufen sich pflanzliche Arzneimittel. In der Tat hat diese sogenannte „sanfte Medizin“ in vielen Fällen zuverlässige Wirkungen, teils mit ein paar Tagen Anlaufzeit, aber mit wenigen Nebenwirkungen. Wer zurück zu den Anfängen der Pharmazie gehen möchte, der sollte den Sommer für einen kleinen Ausflug in die Heilpflanzengärten vor Ort machen. Was es dort zu bewundern gibt und was es bei der Verwendung von Heilpflanzen zur beachten gilt, verrät Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.


In Hessen sind vor allem die Apothekergärten in Wiesbaden und der ehemaligen Benediktinerabtei in Seligenstadt, die Heilpflanzenabteilung des Botanischen Gartens in Frankfurt am Palmengarten, die Heilpflanzengärten im Kloster Lorsch, in Bad Emstal und Lindenfels sowie der Kräutergarten der Burg Hayn in Dreieich als besondere Beispiele dieser Gartenkultur zu nennen. Jüngst wurde auch das Lorscher Arzneibuch, das im 8. Jahrhundert im Kloster Lorsch verfasst wurde, zum Weltkulturerbe erhoben. Die Heilpflanzenlehre hat also Tradition.
In Heilpflanzengärten sind die Pflanzen entweder nach Inhaltsstoffen angeordnet oder nach Indikationen, das heißt, die Pflanzen, die gegen Husten wirken, stehen zusammen in einem Beet, in anderen Beeten findet man etwas gegen Schlaflosigkeit, Verstopfung usw. Bei einer Führung oder mithilfe eines Bestimmungsbuches kann man viel über die Pflanzen lernen. Man kann sie erfühlen und ihren charakteristischen Duft wahrnehmen. „Für Patienten kann es sehr wichtig und auch gut sein, die Pflanzen hinter dem Arzneimittel zu kennen. Dann ist das Medikament nicht mehr so abstrakt. Man weiß, was man einnimmt“, erklärt Erika Fink. Außerdem bieten viele dieser Gärten auch an, Heilpflanzen im Topf zu kaufen, um diese zu Hause heranzuziehen. Ein Tee aus frischen Pfefferminzblättern ist im Sommer sehr erfrischend. Manchmal gibt es auch exotischere Pflanzen wie zum Beispiel Stevia, mit deren Blättern man natürlich süßen kann.
Die klassische Form Heilpflanzen anzuwenden, ist die Gabe als Tee oder Tinktur. Trotzdem warnt Erika Fink davor, aus allen Heilpflanzen einen Tee zu machen, um sich selbst zu behandeln: „Es gibt Wirkstoffe, die nicht wasserlöslich sind. Ein Tee hilft dann nicht.“ Hier greift man besser zu einer Tinktur aus der Apotheke. Eine Tinktur ist ein alkoholischer Pflanzenauszug. In den meisten Fällen finden sich die Pflanzenwirkstoffe darin in höherer Konzentration, aber auch in einem anderen Spektrum als in dem wässrigen Teeaufguss. Weitere Formen der Anwendung sind Kapseln oder Tabletten mit Pflanzenextrakten. Ein großer Vorteil hierbei ist neben der höheren Wirkstoffkombination auch die lange Haltbarkeit. „Für die meisten Patienten wirkt das nicht mehr so natürlich, aber mittels dieser Herstellweisen, kann man sich auf die Dosiergenauigkeit und damit auf die Wirksamkeit verlassen“, so Erika Fink. Denn in Heilpflanzen kann der Gehalt an Wirkstoffen stark schwanken, je nach Jahreszeit, Temperatur, Sonneneinstrahlung, Bodenfeuchtigkeit und Dünger. Ein selbst bereiteter Tee kann dann mal mehr und mal weniger gehaltvoll sein. Bei pflanzlichen Arzneimitteln können sich Patienten jedoch sicher sein, immer eine gleichmäßige Wirkstoffkombination zu erhalten.
Wer sich auf den Weg der Selbstmedikation mit Heilpflanzen begibt, sollte sich vorab immer beraten lassen, welche Pflanzen sich eignen und wie man sie richtig anwendet. Weiterhin erhält man bei seinem Apotheker Auskunft über die Grenzen der Selbstmedikation mit Heilpflanzen und pflanzlichen Arzneimitteln.


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