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Blutspiegel unter Kontrolle halten

05.09.201710:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Blutspiegel unter Kontrolle halten
Oliver Wahl, Juniorprofessor für Klinische Pharmazie an der Universität Würzburg.  ((Foto: Andreas Oechsner))
Oliver Wahl, Juniorprofessor für Klinische Pharmazie an der Universität Würzburg. ((Foto: Andreas Oechsner))

(openPR) Bei Infektionen die Medikamente so individuell dosieren, dass sie bei jedem Patienten in der optimalen Konzentration im Blut vorliegen: Dieses Ziel verfolgt Oliver Wahl (33), neuer Juniorprofessor für klinische Pharmazie an der Universität Würzburg.

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Oliver Wahl hat die Blutspiegel von Medikamenten im Blick, die gegen Infektionen mit Viren und Bakterien verabreicht werden. Die zentrale Frage dabei: Wie lässt es sich gewährleisten, dass die Medikamente immer in der genau richtigen Menge im Blut der Patienten zirkulieren? Dazu will der neue Juniorprofessor ein Modell entwickeln, mit dem sich der Blutspiegel individuell vorhersagen und die Dosierung entsprechend anpassen lässt.

Auf dem Weg dorthin überprüft er zunächst die Eignung neuartiger Probensammelverfahren, auch „Microsampling“ genannt: Dabei werden kleinste Mengen Kapillarblut oder Speichel entnommen: „Mein Ziel ist es, eine Technik zu entwickeln, mit der die Patienten zu Hause selbst Proben entnehmen können und die ähnlich einfach ist wie das Messen des Blutzuckerspiegels.“

Mit den Proben der Patienten will Wahl dann das eigentliche Vorhersage-Modell entwickeln. „Damit soll sich schon vor einer Therapie aus den Leber- und Nierenwerten und etlichen anderen Parametern ablesen lassen, welche individuelle Dosierung nötig ist.“ Unerwünscht hohe oder zu niedrige Blutspiegel der Medikamente sollten sich auf diese Weise vermeiden lassen.

Ausbildung der Studierenden

Als Juniorprofessor für klinische Pharmazie wirkt Wahl auch an der Ausbildung der Pharmazie-Studierenden und künftigen Apotheker mit: „Im Fach klinische Pharmazie lernen unsere Studierenden den rationalen und wissenschaftlich begründeten Umgang mit Arzneimitteln. Sie erlangen die Fähigkeit, Patienten und Ärzte auf der Basis wissenschaftlicher Studien und Publikationen bei der Arzneimitteltherapie zu unterstützen und zu beraten.“

Werdegang von Oliver Wahl

Oliver Wahl, Jahrgang 1983, stammt aus der Stadt Birkenfeld (Nahe) in Rheinland-Pfalz. Nach dem Abitur absolvierte er zuerst eine Berufsausbildung zum Pharmazeutisch-Technischen Assistenten. „Ich wollte das Fach von Grund auf mit all seinen Aspekten kennenlernen“, sagt er. Und im Zuge der Ausbildung habe sich seine Überzeugung gefestigt, dass die Pharmazie genau sein Fach ist.

Ab 2007 studierte Wahl dann Pharmazie an der Universität Mainz. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Pharmaziepraktikant; zuerst in einer Apotheke, dann bei der Merck Selbstmedikation GmbH im Bereich Qualitätskontrolle R&D.

Im Jahr 2012 zog es den Pharmazeuten in die akademische Welt zurück – er wollte wieder verstärkt auf wissenschaftlichem Level arbeiten. Im Arbeitskreis von Professorin Ulrike Holzgrabe an der Universität Würzburg begann er seine Doktorarbeit, die er 2016 abschloss. In dieser Zeit absolvierte er auch einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt am European Directorate for the Quality of Medicines in Straßburg.

Als Postdoc ging Wahl 2016 ans Institut für biomedizinische und pharmazeutische Forschung in Nürnberg-Heroldsberg. Dort entwickelt er bioanalytische Methoden, bei denen es um die Überwachung der Medikamentenkonzentration im Blut ging. Im Juli 2017 folgte er schließlich dem Ruf auf die neu geschaffene Juniorprofessur für klinische Pharmazie an der Universität Würzburg.

Kontakt

Prof. Dr. Oliver Wahl, Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie, Universität Würzburg, T +49 931 31-89513, E-Mail

Quelle: idw

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