(openPR) Köln/Aachen. Der Beirat der „Innovationsregion Rheinisches Revier“ hat sich mit 38 Mitgliedern am 12. April in Jülich konstituiert. Das war der Startschuss für das im Koalitionsvertrag der Landesregierung vereinbarte Programm. Im Dialog mit der Region soll ein Entwicklungsprogramm erarbeitet werden, das langfristige und nachhaltige Entwicklungspfade für das Rheinische Revier aufzeigt sowie Maßnahmen und Projekte benennt.
„Agieren ist besser als reagieren“, so Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium. „Unter dem Dach der Innovationsregion Rheinisches Revier wollen wir Akteure und Aktivitäten bündeln und so einen Mehrwert für die gesamte Region schaffen. Es geht um eine nachhaltige Wirtschaftsstruktur, die regionale Wertschöpfung verstärkt, Arbeitsplätze schafft und sichert.“
Mit dem Beirat gebe es jetzt eine Kommunikationsstruktur in der alle politischen Ebenen und Parteien, Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften der Region vertreten seien, um gemeinsam die Potentiale zur Weiterentwicklung unserer Wirtschaftstruktur zu heben.
Vorsitzender des Beirates ist Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und
Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Landrat Werner Stump aus dem Rhein-Erft-Kreis gewählt.
Zur Unterstützung der Geschäftsführung und für dringliche Angelegenheiten bestellte der Beirat aus seiner Mitte sieben Mitglieder für einen Verwaltungsrat, dem ebenfalls Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky als Vorsitzender und Landrat Werner Stump als sein Vertreter aus dem Rhein-Erft-Kreis vorsitzen. Erwin Winkel, Vorstand der RWE Power AG, Udo Paschedag, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, der Rektor der RWTH Aachen, Professor Dr. Ernst Schmachtenberg, der Landesbezirksleiter der IG BCE, Reiner Hoffmann, und der Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram vervollständigen das Gremium.
Landrat Stump betont vor allem die Chancen für die Region, nun in einem größeren Bezugsraum zusammen zu arbeiten und zusammen zu wachsen: „Wir betreiben Maßstabsvergrößerung. Mit Unterstützung der Landesregierung können wir so Vorhaben, die eine Teilregion alleine nicht verwirklichen könnte, auf eine neue Realisierungsebene bringen. Der Ball, den die Landesregierung gespielt hat, liegt nun bei uns in der Region. Wir wollen ihn aufnehmen und diese Chance verwandeln.“
Die Innovationsregion Rheinisches Revier und der Beirat werden von einer Geschäftsstelle begleitet. Im Auftrag der Landesregierung erfolgen die Geschäftsführung und die Koordination des Programms durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes wird in enger Abstimmung mit den weiteren Kammern des Rheinlandes die Geschäftsführung übernehmen. Sitz der Geschäftsstelle ist das Technologiezentrum Jülich - eine Wahl, die für Drewes auf der Hand lag: „Jülich liegt zwischen den Tagebauen im Herzen des Reviers. Das Forschungszentrum Jülich, die Abteilung Jülich der Fachhochschule Aachen und das Technologiezentrum Jülich stehen für Kompetenzen in der Energieforschung und Aufbruch in der Strukturentwicklung.“
Drewes sieht in der Innovationsregion Rheinisches Revier große Chancen für die Wirtschaft im Städtedreieck Aachen, Düsseldorf und Köln. Für eine „Allianz der Akteure“, will er viele Persönlichkeiten und Unternehmen gewinnen. Drewes: „Das ist ein moderner Ansatz der Wirtschaftsförderung. Wir gestalten hier etwas, das weit über unsere Regionen hinausgeht und Impulse für das gesamte Rheinland setzen soll.“ Drewes erwartet ferner, dass die regionale Identität gestärkt wird und das Rheinische Revier sich auch im Wettbewerb der europäischen Innovationsstandorte besser positionieren kann.
Die Konstituierung des Beirates war der Startschuss. Die Innovationsregion will möglichst viel Partner der Region mit auf den Weg nehmen. So sollen bei einer Innovationskonferenz, die als eine Art Vollversammlung der Region angelegt sein wird, Unternehmer, Hochschulen, Kommunen und Ministerien mit Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger über erste Entwicklungsziele und Projektideen diskutieren.








