(openPR) Die Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK) hat sich in einem Brief an Minister Voigtsberger gewandt und nachdrücklich auf die Bedeutung des Lückenschlusses für die wirtschaftliche Entwicklung der Eifel hingewiesen. Hintergrund ist die zuletzt bekannt gewordene Prioritätenliste für Straßenbauprojekte des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Wir haben zwar positiv zur Kenntnis genommen, dass der Lückenschluss laut NRW-Prioritätenliste weiterhin vorrangig geplant werden soll. Aber die Fußnoten in der Liste zum Lückenschluss legen die Vermutung nahe, dass die Landesregierung diese Maßnahme nur halbherzig betreibt“, gibt IHK Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes zu bedenken. Eine laut dieser Liste geplante zusätzliche naturschutzfachliche Prüfung entbehrt nach Meinung der IHK Aachen jeglicher Basis und ist aufgrund des bereits vorgegebenen besonderen naturschutzfachlichen Planungsauftrages nicht notwendig.
„Es wird völlig außer Acht gelassen, dass der Lückenschluss maßgeblich dazu beitragen würde, dass Umwege vermieden und Ortsdurchfahrten entlastet werden“, argumentiert Drewes. Der Lückenschluss liefere damit auch einen Beitrag zum Lärm- und Umweltschutz. Auch der Mensch sei schließlich Teil der Natur und seine Belange müssten ebenso berücksichtigt werden.
„Selbstverständlich sehen wir auch die Problematik immer knapper werdender öffentlicher Finanzmittel mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Der Lückenschluss der Autobahn A 1 ist aber ein Projekt von großer überregionaler Bedeutung nicht nur für die Rheinschiene. Großräumig würde mit dem Lückenschluss die kürzeste unterbrechungsfreie Autobahnverbindung von Lübeck bis Spanien geschaffen“, erläutert der IHK Hauptgeschäftsführer. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis sei bei diesem Projekt dadurch enorm groß und mit verhältnismäßig wenigen Mitteln ließen sich große Entlastungseffekte erzielen.










