(openPR) Ein 56 Jahre alter Patient, der seit dem 17. Lebensjahr raucht, z.Z. ca. 20-30 Zigaretten pro Tag hatte zahlreiche Versuche unternommen, rauchfrei zu werden, z.B. mit Nikotinpflastern, Nikotinkaugummi und Akupunktur. Nach ein paar Tagen habe er immer wieder angefangen zu rauchen. Er ist aus Gesundheitsgründen motiviert mit dem Rauchen aufzuhören. Im Folgenden stelle ich einen kurzen Abriss dieser Therapie vor, die ihn in 2 Therapiestunden mit Hypnotherapie von seiner Sucht befreite.
Im Vorgespräch wird er von mir nach seiner Motivation und die bisherigen Versuche, das Rauchen zu beenden, befragt. Es schließt sich eine „Wohlfühltrance“ an. Dabei sucht er nach Einleitung einer leichten bis mittleren Trance in der Phantasie einen Ort auf, wo er sich rundum wohl fühlt. Er wählt ein Urlaubserlebnis an einem Sandstrand am Mittelmeer. Wichtig ist dabei das Erlebnis mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu genießen, insbesondere auch die frische, gesunde Meeresluft, die seinen Körper mit Sauerstoff versorgt. Dabei atmet er besonders tief. Diese Situation wird "geankert“, d.h. neu gespeichert und damit für ihn auch für später verfügbar gemacht.
Danach empfehle ich ihm, sich genau das klare, leuchtende Bild seines idealen Selbst, wie ein optimales Foto vorzustellen: strahlend, frei, zufrieden, selbstbestimmt, flexibel, erfolgreich und stolz darauf, dass er das Rauchen bereits hinter sich gelassen hat. Dieser positiven, attraktiven Vorstellung stellt er ein Bild , in dem er seine Hand mit einer Zigarette in gegenüber. Es folgt eine bewährte NLP-Methode der "Swish", bei der das Raucherbild durch einen inneren Prozess wiederholt vom idealen Selbstbild überdeckt und ausgelöscht wird.
Danach schlage ich ihm vor, sich einen normalen Tag wie einen Film anzuschauen. An den Punkten, bei denen er eine Zigarette rauchte, fordere ich sein " kreatives Unbewusstes" auf bessere Alternativen zu entwickeln, die er sich konkret vorgestellt und zunächst spielerisch anwendet. Besonders wichtig sind dabei bestimmte Situationen, in denen er bisher immer rauchte: z.B..besondere Stresssituationen oder Treffen mit Freunden. Wenn er das Gefühl hat, dass die Alternative funktioniert, entscheidet er sich dafür, diese in Zukunft konsequent einzusetzen.
Ein weiteres Element der Hypnotherapie ist die Altersregression. Dabei geht er in die Situationzurück zurück, als er das erste Mal rauchte und erlebt dabei die damaligen Gefühle und Reaktionen wie Husten, beißender Geschmack und Übelkeit. Die Motivation für diese erste und die folgenden Zigaretten war, dass er in der Gruppe der Gleichaltrigen "cool" wirken und dazuzugehören wollte. Da diese Motivation jetzt nicht mehr besteht, kommt es zu einer neuen Entscheidung.
Wichtig sind noch weitere Suggestionen: z.B. die Vorstellung, dem Körper nur noch das zu geben, was er braucht: kein Gift mehr, sondern frische Luft, gute Ernährung und Bewegung. Was ist wertvoll? Was macht Spaß? Was riecht gut im Gegensatz zu einem vollen stinkenden Aschenbecher ? Er erhält die Empfehlung bei dem Bedürfnis nach einer Zigarette sich den vollen Aschenbecher insbesondere auch den widerlichen Geruch vorzustellen.
Am Ende der Stunde sucht er in Trance erneut das Erlebnis am Strand auf, was er nun noch besser mit allen Sinnen genießen kann. Die Entscheidung statt Rauchen ab jetzt „frei zu atmen“ wird bekräftigt.
Nach Beendigung der Trance berichtet er von einem starken Gefühl der Befreiung und dem festen Entschluss, die besseren Alternativen einzusetzen. Er erhält eine einfache Anleitung zur Selbsthypnose.
Bei seinem nächsten Besuch nach 2 Wochen berichtet er, dass er rauchfrei sei und sich wohlfühle. Ich gebe ihm noch einmal eine Anleitung zur Selbsthypnose. Für die weitere Verstärkung schlage ich in einer kurzen Trance vor, sich kritische Situationen noch einmal genau vorzustellen, die er mit besseren Alternativen bewältigt.
Inzwischen ist er seit mehr als 5 Jahren rauchfrei.









