(openPR) Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Tages zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung bei Antiminenprogrammen (4. April) warnt der Begründer der Organisation Deutsche Minenräumer e.V., Martin Auracher davor, die Minenthematik zu vergessen und die Menschen in die betroffenen Gebieten mit dem Problem alleine zu lassen.
„Zwar sind die Herstellung und die Anwendung von Anti-Personen-Minen international verboten worden, doch bedeutet das nicht, dass keine Gefahr mehr von diesen Waffen ausgeht. Die vielen Millionen Sprengkörper, die in den vergangenen Kriegen gelegt wurden und heute auch trotz des Verbotes eingesetzt werden, stellen täglich eine Bedrohung für die ansässige Bevölkerung dar“, so Martin Auracher von DEMIRA e.V..
Alle 30 Minuten explodiert irgendwo auf der Welt eine Mine und verletzt oder tötet Menschen. Jährlich werden so 20.000 Menschen Opfer von Minenexplosionen. Ein Großteil der Opfer sind Unbeteiligte: Bauern auf ihren Feldern, Kinder beim Spielen oder Frauen beim Wasserholen. Die Überlebenden müssen ein Leben lang mit den Folgen des Minenunfalls kämpfen.
Leben retten durch Minenräumung und Aufklärung
Der permanent lauernden Gefahr von Minen kann nur durch Minenräumung und Aufklärungskampagnen entgegengesteuert werden. In Zusammenarbeit mit lokalen Kräften wählt DEMIRA e.V. Gebiete aus, die entmint werden sollen. „Da nicht ausreichend Mittel für die Minenräumung bereitgestellt werden, müssen wir uns damit zufrieden geben, die Gebiete zu räumen, die eine besondere Gefahr für die Bevölkerung darstellen“, erklärt der Minenräumer Martin Auracher. „Also Flächen, die in unmittelbarer Nähe zu bewohnten Gebieten, Anbauflächen, Schulen und öffentlichen Einrichtungen liegen. Die verseuchten Gebiete, die nicht geräumt werden können, werden markiert. So wissen die Menschen, wo sich Minen befinden. Zudem klären wir die Bevölkerung über die Minengefahr auf und schulen sie in der Vermeidung von Minenunfällen.“
Mindestens 70 Staaten sind weltweit von der Verseuchung durch Landminen betroffen. In den meisten Fällen fehlen den betroffenen Ländern die notwendigen finanziellen Mittel und das Know-How, um sich von den explosiven Hinterlassenschaften selbst zu befreien. Nur mit internationaler Hilfe können Länder wie Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Angola, Mozambique oder die Türkei minenfrei und sicher werden.
Das unternimmt DEMIRA e.V. gegen die Minengefahr:
• Humanitäre Minenräumung und Kampfmittelräumung weltweit
• Aufklärung der Bevölkerung im Umgang mit der Minengefahr
• Ausbildung lokaler Fachkräfte in der Sprengtechnik
• Ausbildung von Minen- und Sprengstoffspürhunden
• Entwicklung mechanischer Räumgeräte
• Enge Zusammenarbeit mit lokalen Kräften









