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Einzelhandel in Europa: Nach der Krise droht die Inflation

Bild: Einzelhandel in Europa: Nach der Krise droht die Inflation
Einzelhandelsumsätze Europa
Einzelhandelsumsätze Europa

(openPR) Der europäische Einzelhandel kann auf ein gutes Jahr 2010 zurückblicken: Mit einem Plus von rund 3,3% konnte der Einzelhandel in Europa (inkl. Türkei, exkl. Russland) wieder wachsen. Die Katerstimmung des Jahres 2009 scheint überwunden zu sein. Der österreichische Einzelhandel konnte sowohl 2009 als auch 2010 reale Umsatzsteigerungen verbuchen.


Für das laufende Jahr bereitet jedoch die aufkommende Inflation vielen Konsumenten und Einzelhändlern Kopfzerbrechen.

Trend: Türkei und Polen freuen sich über starke Wachstumsraten!

Mit starken Umsatzsteigerungen selbst in den Krisenjahren 2009 und 2010 konnte sich der Einzelhandel in der Türkei und in Polen hervortun. In Landeswährung stiegen die Umsätze 2010 um 8,4% und 5,9%.

Trend: Österreichs Umsätze stabil, jetzt droht aber die Inflation!

Der Einzelhandelsumsatz in Österreich stieg im Jahr 2010 deutlich um 2,9% nominell. Auch im Krisenjahr 2009 hatte es schon Plus von 1,3% gegeben. 2011 droht nun aber die steigende Inflation: Haben die Österreicher zwecks Bewältigung der Krise bisher auf ihr Erspartes zurückgegriffen, so wird jetzt wohl nicht wieder das gesparte Geld angetastet, sondern höchstwahrscheinlich weniger konsumiert.

Trend: Weitere Umsatzrückgänge in den krisengeschüttelten EU-Ländern!

In den von der Krise besonders stark getroffenen Länder sind auch im Jahr 2010 die Einzelhandelsumsätze gesunken, so zum Beispiel am Baltikum sowie in Irland, Griechenland, Portugal, Bulgarien oder Zypern. Eine Erholung ist erst für heuer zu erwarten.

Europäische Einzelhandelsumsätze erholen sich langsam!

Nach der Katerstimmung im Jahr 2009 konnten sich die Einzelhandelsumsätze in den meisten europäischen Ländern stabilisieren.
In mehr als 25 Ländern gab es im vergangenen Jahr Umsatzzuwächse, besonders stark war das Wachstum in der Türkei mit 8,4% und in Polen mit 5,9% (in lokaler Währung). In Euro betrachtet war das Wachstum wegen der Aufwertungen einiger Währungen sogar noch höher. Während daher 2009 auch die Wechselkurse deutliche Einschnitte für in Euro bilanzierende Einzelhändler gebracht hatten geht der Effekt 2010 in vielen Ländern in die andere Richtung. Der gesamte europäische Einzelhandelsumsatz wuchs um rund 3,3% auf rund 2.600 Mrd. Euro. Diese positive Entwicklung ergibt sich auch dadurch, dass die großen Volkswirtschaften (wie Deutschland und Frankreich), die auch über ein beträchtliches Einzelhandelsvolumen verfügen, 2010 Zuwächse erzielten.
Deutschland führt mit über 400 Mrd. Euro das Ranking der größten Einzelhandelsmärkte in Europa an. Es folgen Frankreich, Großbritannien und Italien. Die kleinsten europäischen Einzelhandelsmärkte sind Montenegro (0,7 Milliarden), Island (1,1 Milliarden) und Malta (1,3 Milliarden).

Inflation frisst Zuwächse weg!

Im europäischen Vergleich betrachtet, konnte der österreichische Einzelhandel die Krise gut überstehen. Die Einzelhandelsumsätze stiegen sowohl im „Krisenjahr“ 2009 als auch im vergangenen Jahr 2010 um 1,3% beziehungsweise um 2,9% nominell. Auch inflationsbereinigt sind das Steigerungen von 0,8% im Jahr 2009 und 1% im vergangenen Jahr 2010. Ganz aufatmen kann aber der österreichische Einzelhandel noch nicht. Denn eine erhöhte Inflation macht sich nun europaweit spürbar. So kletterte die Inflationsrate hierzulande auf über 3% für den Monat Februar, stark getrieben durch gestiegene Energie- sowie Rohstoffpreise.
„Es ist davon auszugehen, dass die Inflation nahezu ganzjährig auf einem hohen Niveau bleiben wird“, prognostiziert Mag. Mark Ruhsam, Pressesprecher von RegioData Research. Dies kann sich auch auf den Einzelhandel negativ auswirken: Da Löhne nicht parallel mit der Inflation steigen, stellen die gestiegenen Preise eine höhere Belastung der privaten Haushaltsbudgets dar. Im vergangenen Jahr hatten die Haushalte weniger gespart und damit dem Einzelhandel „unter die Arme gegriffen“. Angesichts der mittelfristig höheren Inflation ist dieses Jahr jedoch eher zu erwarten, dass die Konsumenten vermehrt auf den Preis achten werden und den Kauf bestimmter Güter und Leistungen überdenken oder verschieben werden. „In Summe bedeutet das, dass es im Jahr 2011 inflationsbereinigt wahrscheinlich eine Stagnation im österreichischen Einzelhandel geben wird“, schlussfolgert Ruhsam.

Noch keine Erholung in den krisengeschüttelten EU-Ländern!

Die von der Krise stark betroffenen Länder am Baltikum sowie Griechenland, Portugal, Bulgarien und Irland sahen sich auch im Jahr 2010 mit rückläufigen Einzelhandelsumsätzen konfrontiert. Die Baltischen Staaten Estland (Einzelhandelsumsatz 2010: -3,7%), Lettland (-4,4%) und Litauen
(-1,8%) kämpfen seit der Krise mit einem Rückgang hinsichtlich privatem Konsum und Kaufkraft. Erst für das laufende Jahr wird mit einer Erholung der Nachfrage beziehungsweise mit einer Steigerung des privaten Konsums gerechnet. Aber auch die westlichen EU-Länder Griechenland, Portugal oder Irland haben schwierige Zeiten hinter sich. In Griechenland und Portugal stieg zwar im vergangenen Jahr die Kaufkraft wieder (leicht), die Einzelhandelsumsätze konnten mit -3,7% und -0,8% aber noch nicht den
Turnaround schaffen. Irland traf es besonders hart. In den letzten beiden Jahren gab es jeweils Kaufkraftverluste und Umsatzeinbußen im Einzelhandel, erst für heuer wird eine leichte Erholung erwartet.

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