(openPR) Ein Schweizer Unternehmen, das mit dänischer Technologie einen Windpark baut: Die Frage nach diesem ungewöhnlichen Mix entlockt Bernd Steiner, dem CEO der Brüttiseller Firma Genesys, ein Schmunzeln. «Das Projekt ist durch Zufall entstanden», sagt Steiner. Vor fünf Jahren hat er einen Südafrikaner kennengelernt, der ihn auf die lukrative Möglichkeit eines Windparks in seinem Heimatland aufmerksam machte. Steiner: «Da wir sehr früh angefangen haben, werden wir Ende Jahr den ersten kommerziellen Windpark Südafrikas eröffnen.» Vor wenigen Wochen hat der Bau des Parks in Caledon, 100 Kilometer östlich von Kapstadt, begonnen. Wichtiger als die Fortschritte auf der Baustelle sind indes diejenigen in den Amtsstuben. Derzeit stünden gut 100 Projekte für Windkraftwerke in der Warteschlaufe, «wir sind die Nummer 2 auf der Liste», sagt Steiner. Anfang April sollen die letzten Genehmigungen unter Dach und Fach sein.
Mit den Genehmigungen steht und fällt das gigantische Windstromprojekt. «Es ist äusserst schwierig, eine Genehmigung zur Einspeisung ins Netz zu erhalten», sagt Steiner. Der Grund ist der marode Zustand des südafrikanischen Stromnetzes. Weil in den vergangenen Jahren zu wenig ins Netz investiert wurde, ist dieses sehr fragil, und es kommt immer wieder zu Blackouts. Der Windpark liegt 20 Kilometer hinter der Küste, wo ein konstant heftiger Wind weht. 130 Meter hoch sind die Turbinen, die von einem dänischen Hersteller geliefert werden. Über 100 Turbinen werden dereinst in die Höhe ragen und 300 Megawatt Strom produzieren.
Ende 2011 soll die erste Tranche von 50 Megawatt ans Netz gehen, die weiteren Turbinen werden in späteren Etappen erstellt.
Ein 800-Millionen-Projekt
Die Finanzierung des 800-Millionen-Projekts ist gesichert, sagt Steiner. Bei den Investoren handelt es sich ausschliesslich um Südafrikaner – zwei Grossbanken sowie staatliche Stellen. Die Suche nach Geldgebern habe keine grossen Schwierigkeiten bereitet, «der Windpark wird hoch profitabel sein», ist Steiner überzeugt. Seine Firma Genesys hat bisher zwei Millionen Franken in die Projektierung investiert und wird langfristig mit zehn Prozent am Windpark beteiligt bleiben.
Text: Michael Ledebur








