(openPR) Internationale Weiterbildung „Assistent/in für Bioinformatik“
Berlin, 09.03.2011 - Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Informatiker steigt. Nach Berechnungen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) waren es im vergangen Jahr rund 184.000 Spezialisten – etwa 2.800 mehr als in 2009.
Die Lage am Arbeitsmarkt habe sich positiv entwickelt, berichtet der stellvertretende Leiter Technik und Wissenschaft im VDI, Dieter Westerkamp. Gleichzeitig warnt er vor einem Fachkräftemangel, denn schon jetzt können rund 16.500 Stellen für Informatiker nicht besetzt werden.
Eine aktuelle VDI-Umfrage unter 450 IT-Experten hat ergeben, dass Fachkräfte vor allem in den Bereichen Softwareentwicklung, IT-Projekt-Management oder Sicherheit gesucht werden. Um die Beschäftigungslücke zu überbrücken, reagieren viele Unternehmen mit flexibleren Arbeitszeitregelungen, Outsourcing und Weiterbildungsmaßnahmen.
Spezialisten für die Bioinformatik schult das C & Q Bildungszentrum Haberhauffe in Berlin-Pankow. Die einjährige Weiterbildung „Assistent/in für Bioinformatik“ richtet sich an arbeitssuchende Hoch- und Fachhochschulabsolvent/innen der Naturwissenschaften, Informatik oder Medizin. Bioinformatik ist interdisziplinär, und sie verknüpft Anwendungen aus Molekularbiologie, Chemie, Pharmazie und Neurobiologie.
„Unsere Teilnehmer erhalten das notwendige Rüstzeug, um zukünftig mit Wissenschaftlern aller beteiligten Disziplinen Problemlösungen zu entwickeln und diese auch umzusetzen“, sagt C & Q-Geschäftsführerin Brita Wauer.
Die modulare Struktur der theoretischen Ausbildung vermittelt in den ersten acht Monaten unter anderem molekularbiologische, mathematische und informatorische Grundlagen der Bioinformatik. Die zielgerichtete Nutzung biologischer Datenbanken und die Anwendung verschiedener Statistikmethoden stehen im Mittelpunkt folgender Lehreinheiten. Dabei werden auch Themengebiete wie die Sequenzanalyse oder molekulare Phylogenie unterrichtet.
Nach der Theorie folgt die Praxis und beginnt mit einer einmonatigen Projektphase in Österreich. „Vor Ort sollen die Absolventen ihr neu erworbenes Wissen einbringen und gleichzeitig notwendige Auslandserfahrungen sammeln“, erklärt Frau Wauer. Die praktische Phase endet mit einer dreimonatigen Projektarbeit in Berlin-Brandenburger Unternehmen. Alle Projekte werden tutoriell begleitet und dokumentiert
Das Weiterbildungsprojekt wird durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, so dass ein Bildungsgutschein für diese Maßnahme nicht erforderlich ist.










