(openPR) Nicht für alle Bereiche des Naturparks Hohe Mark gibt es geeignete Wanderkarten. Dies bestätigt eine telefonische Umfrage des Hohe Mark Tourismus e.V. bei mehreren Buchhändlern in Wesel, Haltern am See und Datteln.
Wer als Ausflügler oder Tourist in einer Buchhandlung nach Wanderkarten für den Naturpark Hohe Mark fragt, wird beim Buchhändler vielleicht nur ein bedauerndes Achselzucken auslösen: Wanderkarten für Mallorca, Dolomiten und Österrech ja – für den Naturpark Hohe Mark leider Fehlanzeige.
Zum Wandern eignen sich detailreiche Karten im Maßstab 1:25.000 oder 1:20.000 mit Höhenlinien. Die Höhenlinien sind besonders im hügeligen Gelände der Hohen Mark von Nutzen. Solche Karten sind in den Buchhandlungen für weite Bereiche von NRW praktisch nicht mehr erhältlich.
Das Landesvermessungsamt NRW, das früher für eine flächendeckende Versorgung mit solchen Wanderkarten sorgte, wurde 2008 aufgelöst und als Abteilung in die Bezirksregierung Köln eingegliedert. Seitdem sind nur noch für vereinzelte Gebiete in NRW geeignete Wanderkarten erhältlich. Wer Glück hat, findet in der einen oder anderen Buchhandlung noch Restbestände alter topographischer Karten des früheren Landesvermessungsamtes.
Ausgenommen von diesem Notstand ist der Westen des Naturparks Hohe Mark. Der Kreis Wesel hat mehrere gute Wanderkarten herausgegeben, die den genannten Kriterien entsprechen und etwa das Naturparkgebiet zwischen Wesel und Dorsten abdecken. Einziger Wermutstropfen: Die Kontur des Naturparks fehlt in den Karten.
Grundsätzlich besser ist es um die Versorgung mit Karten im Maßstab 1:50.000 bestellt. Karten dieses Maßstabs sind auch für den Naturpark Hohe Mark flächendeckend erhältlich. Auch für gute Radwanderkarten sind im Naturpark Hohe Mark Höhenlinien unabdingbar. Dieser Maßstab ist fürs Wandern jedoch schon zu grob.
Hohe Mark Tourismus e.V. möchte mit seiner Umfrage auf einen Mißstand aufmerksam machen, der die touristische Entwicklung des Naturparks Hohe Mark behindert. Gutes Kartenmaterial für Wanderer und andere Fußgänger gehört zur „touristischen Grundausstattung“ einer Region.









