(openPR) PETEK Business Breakfast in Düsseldorf, 25.02.2011
Düsseldorf, 28.02.2011 – Zum traditionellen Business Breakfast begrüßte PETEK-Vorsitzende Birnur Öztürk Freitagvormittag die in Düsseldorf ansässigen Unternehmerinnen und Führungsfrauen. Etwa vierzig Frauen haben sich in den Räumlichkeiten des Restaurants An-fora eingefunden.
PETEK-Vorsitzende Birnur Öztürk empfing die Gäste mit den Worten: „Es wird immer auf die Defizite hingewiesen. Wir von PETEK möchten auf die Potenziale von Frauen als Arbeitgeber und Führungsfrauen hinweisen.“ Auch die Zahlen sprechen für sich. Von den 765.000 Selbstständigen in NRW hat jeder fünfte (146.000) eine Zuwanderungsgeschichte. Und die Gründerquote ist bei Migrantinnen und Migranten sogar höher als bei den Deutschen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde hält Einzelunternehmerin Ulrike Sennhenn ihren Impulsvortrag zum Thema Social-Networks. Dabei wurde nicht nur die Relevanz dieser Networks für den eigenen Erfolg deutlich. Die Gründung der einzelnen Social-Networks-Unternehmen sind eigene lehrreiche Erfolgsgeschichten. Wie wurde beispielsweise aus einer banalen Idee, die Facebook mit dem „Gefällt mir“-Button entwickelte, eine 610 Millionen Nutzer ansprechende Erfolgsgeschichte? Bei aller Euphorie um die virtuelle Welt betont Sennhenn: „Social Media gut und schön, aber das ganze lebt von solchen Events wie die von PETEK und über regelmäßige persönliche Begegnungen.“
Eine Beobachtung, die Teilnehmerin Efat Riseh nur unterstreichen kann. Sie hat in Iran Englische Literatur und in Düsseldorf Pädagogik studiert. Die 60-Jährige möchte sich nun zusammen mit zwei weiteren Frauen selbständig machen. Heute hat sie nicht nur viele Visitenkarten, sondern auch etliche Impulse für den Neustart gesammelt. Der Traum von einer Konditorei mit internationalen Spezialitäten rückt heute etwas näher, erzählt Riseh, während sie gleichzeitig den Service und die Organisation der hiesigen Gastronomie lachend kommentiert: „Ich achte stark auf Organisatorisches und überlege immer, wie man etwas besser machen kann. Lediglich der Kaffeeautomat im Hintergrund stört. Ansonsten ist mein Eindruck von der Organisation und der Veranstaltung sehr positiv. Ich habe mich gut informieren können.“ Einen Kontakt zu der zweiten Referentin von der IHK sei auch schon geknüpft.
Referentin und Gast Christiane Kubny ist seit 1999 Gründungsberaterin bei der IHK Düsseldorf und berichtet über ihre Tagesarbeit im Bereich der Existenzgründung, Finanzierung und Förderung von Gründern und Jungunternehmern. Der Arbeitsmarkt erhole sich und das drücke sich auch an der Zahl der Neugründungen nieder. Seit letztem Jahr habe die IHK Düsseldorf im Rahmen des Gründungszuschusses über fünfhundert Stellungnahmen gegenüber der Arbeitsagentur eingereicht. Gerade Düsseldorf sei stark dienstleistungsorientiert und deshalb berate sie sehr häufig im Bereich Kommunikation. Frauen sollten folgende Eigenschaften für eine Neugründung mitbringen, fasst Christiane Kubny aus ihrer langjährigen Praxis zusammen: „Man sollte auf jeden Fall eine Portion Risikofreude mitbringen, natürlich qualifiziert sein, für moderne Medien offen sein und über den Rückhalt der Familie gewiss sein.“ Letzteres träfe auch für Männer zu. Unterschiede zu weiblichen und männlichen Gründungen gäbe es trotzdem. So seien Frauen offener für Beratungen und bei den Kalkulationen eher vorsichtig realistisch.
Motiviert plant auch die junge Düsseldorferin Banu Senyurt ihre Neugründung. Die 27-jährige Studentin studiert im fünften Semester neben ihrer hauptberuflichen Arbeit in der Gastronomie „International Management“. Seit Januar befindet sie sich in der Gründungphase und hat dementsprechend viele Fragen an Christiane Kubny. Ihre Idee ist eine Marktlücke, erklärt Senyurt: „Es gibt zwar türkisches Catering, aber kaum welche nach deutschen Standards. Deswegen möchte ich unsere vielfältige Küche mit einem deutschen Konzept bzw. Organisation auf den Markt bringen. Das fehlt uns auf dem Markt.“ Wenn Banu Senyurt „uns“ sagt, dann muss man genau zuhören, was für das ungewohnte Ohr vielleicht anfangs widersprüchlich klingt, ist für die angehende Unternehmerin gelebte Wirklichkeit.
Die nächsten PETEK-Veranstaltungen finden zum 100 jährigen Welt-Frauentag am 11. März in Heinsberg und am 19. März in Mülheim a.d. Ruhr statt. Weitere Business-Treffen sind für den 23. März in Duisburg und für den 1. April in Köln geplant.
Mehr Informationen über PETEK unter www.petekweb.de
Gefördert werden die PETEK-Veranstaltungen vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.










