(openPR) Berlin, 17. Februar 2011. Der Kommunale Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin) begrüßt das neue Modell der Familienpflegezeit und setzt darauf, dass der aktuelle Gesetzesvorschlag verabschiedet wird. „Für die kommunale Wirtschaft ist es sehr wichtig, dass es nicht noch mehr gesetzliche Regelungen gibt, die mit hohen Kosten für die Arbeitgeber verbunden sind. Deshalb begrüßen wir es ausdrücklich, dass bei der Familienpflegezeit auf ein freiwilliges, modernes und praxisorientiertes Angebot gesetzt wird“, erklärt die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer.
In der Diskussion wird oft vergessen, dass gerade öffentliche Arbeitgeber sogar teilweise weiter sind als es die Ansätze der Politik vorsehen. So bieten die modernen Tarifverträge im öffentlichen Dienst bereis praxisorientierte und sozialverträgliche Lösungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Zu den Vorreitern in Berlin gehören beispielsweise die KAV-Mitglieder Berliner Stadtreinigung (BSR) und Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). In beiden Unternehmen können sich Beschäftigte kurzfristig in Pflegenotsituationen freistellen lassen.
„Die vorhandenen Lösungen zeigen, dass die kommunalen Unternehmen und Einrichtungen sich ihrer sozialen Verpflichtung gegenüber ihren Mitarbeitern stellen und nach Wegen suchen, die dem aktuellen Vorschlag von Familienministerin Kristina Schröder schon einen Schritt voraus sind“, so Claudia Pfeiffer. Der Vorschlag sieht nunmehr vor, dass es keinen gesetzlich verankerten Rechtsanspruch auf eine Familienpflegezeit geben soll, Familienpflegezeit soll freiwillig per Betriebsvereinbarungen möglich sein, so dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit zwei Jahre lang um bis zu 50 Prozent reduzieren können.
Das öffentliche Tarifwerk ist dagegen hier schon weitaus moderner und bietet tarifvertragliche Regelungen an, wenn Mitarbeiter Angehörige pflegen möchten. Claudia Pfeiffer betont, dass „KAV-Mitglieder tagtäglich im Umgang mit ihren Mitarbeitern beweisen, dass sie sich mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandersetzen und manchem privatwirtschaftlichen Unternehmen voraus sind. Das zeigt gesellschaftspolitische Verantwortung.“





