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Der Burn-out auf dem Vormarsch - Interview mit einem Burn-out-Coach

11.02.201111:58 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Die Gesundheit am Arbeitsplatz scheint zunehmend gefährdet. Viele Leistungsträger werden krank, weil sie den Belastungen, denen sie im Arbeitsalltag ausgesetzt sind, kaum mehr Stand halten können. Das kann körperliche Beeinträchtigungen zur Folge haben, die mitunter bis zum Burn-out-Syndrom führen.


Im Interview, das Herr Bernhard Lickert vom Haus der Begegnung in Freiburg mit dem Coach Patrik Mülhaupt von Core Coaches führte, wird nachvollzogen, wie sich das Burn-out-Syndrom ausgehend von seelischem und körperlichem Stress entwickelt und welche Möglichkeiten es gibt, wieder neue Kraft zu schöpfen.

Interview mit Herrn Patrik Mülhaupt von Core Coaches.

Herr Mülhaupt, in unserer täglichen Arbeit werden wir zunehmend mit dem Thema Burn-out konfrontiert. Menschen und Familien geraten durch diese Krankheitserscheinung immer häufiger in starke Bedrängnis und finden kaum einen Ausweg. Zunächst einmal mal würde ich gerne wissen: Was bedeutet „Burn-out“ eigentlich im wörtlichen Sinn?

Der „Burnout", aus dem Englischen "to burn out", heißt übersetzt "ausbrennen" und ist ein Sammelbegriff, der für einen emotionalen, geistigen und körperlichen Erschöpfungszustand steht. Von früher her kennen wir beispielsweise auch die Bezeichnung der „stressbedingten Depression“.


Wie entsteht ein Burn-out?

Im Einzelfall können die Auslöser sehr unterschiedlich sein. Im Allgemeinen sind sich die Wissenschaftler darüber einig, dass ein Burn-out-Syndrom als Folge von chronischem Stress entsteht. Wenn wir Stress über längere Zeit ausgesetzt sind, bewirkt eine komplexe hormonelle Körperreaktion eine Störung des Gleichgewichts im Gehirn. Teile unseres Gehirns werden somit überbelastet und es entsteht ein Teufelskreis, der zu einem Burn-out und einem damit einhergehenden Einbruch der Leistungsfähigkeit führt.


Sie sagen, die Ursachen für Stress sind individueller Natur. Könnten Sie das genauer erläutern?

Was für den einen eine „stressige“ Angelegenheit ist, kann für den anderen ein Glücksmoment sein. So finden beispielsweise viele Menschen Achterbahnfahren toll, für andere jedoch ist es der blanke Horror!
In der Arbeitswelt ist eine solche Differenzierung natürlich nicht ganz so einfach. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Bereiche: Den personenexternen Bereich und den personeninternen Bereich. Unter dem Gesichtspunkt der personenexternen Stressoren betrachtet man den beruflichen Kontext, so etwa Arbeitsanforderungen, Interaktionen mit Kollegen und Vorgesetzten, und die Arbeitsbedingungen.
Unter den personeninternen Stressoren verstehen wir Themen, die mit der „Persönlichkeit“ des Menschen zu tun haben. So kann zum Beispiel ein Zielkonflikt jemanden sehr schnell in Bedrängnis bringen.


Was ist ein Zielkonflikt?

Ein Zielkonflikt entsteht, wenn Sie zwei Ziele verfolgen und das eine Ziel das andere ausschließt. Ein Beispiel: Wenn Sie viel Geld verdienen wollen, müssen Sie in der Regel auch viel arbeiten. Gleichzeitig wollen Sie aber auch viel Zeit mit Ihrer Familie verbringen und Ihre Kinder aufwachsen sehen. In diesem Fall haben Sie ein Problem. Bei der Arbeit sind Sie gestresst, weil Sie eigentlich bei Ihrer Familie sein wollen, und wenn Sie bei Ihrer Familie sind, denken Sie an die Arbeit.

Wie gehen Sie bei Core Coaches an diese Themen heran?

Im Grunde verfolgen wir zwei Strategien. Bei den personenexternen Stressoren sind vor allem die Firmen und die Führungsebene gefragt. Hier gilt es, das Thema in seiner Komplexität zu verstehen und gezielt individuelle Lösungsstrategien zu erarbeiten. Weiterhin ist Prävention ein wichtiges Stichwort. Ein Burn-out-Fall innerhalb des Teams reißt in der Regel ein großes Loch, das mit hohen Kosten und mit einer zusätzlichen Belastung für die anderen Teammitglieder verbunden ist. Problematisch ist zusätzlich, dass in der Regel die Leistungsträger der Unternehmen betroffen sind und somit wichtiges Wissen für die Firma verloren geht, beziehungsweise für eine längere Zeit nicht zugänglich ist.

Der zweite Ansatz von uns zielt auf die personeninternen Stressoren. Hier arbeiten wir im Einzel-Coaching oder in offenen Seminaren mit den Betroffenen an ihren Themen. Dabei stehen die persönlichen Ziele, die eigenen Ressourcen, die Wünsche und die individuellen Themen im Mittelpunkt.


Nun haben wir viel über das Burn-out-Thema im Kontext der Arbeit in einer Firma gesprochen. Wie sieht es denn außerhalb des Berufslebens aus, etwa als Hausfrau oder Hausmann? Die Belastungen sind hier oft nicht weniger hoch. Es ist kaum vorstellbar, wie anstrengend der Alltag mit einem hyperaktiven Kind ist. Oder wenn man zusätzlich noch jemanden pflegen muss, so zum Beispiel die alte, kranke Mutter.

Sie haben recht. Auch hier tritt das Burn-out-Syndrom auf. Leider wird in den Medien über diesen Bereich nur sehr wenig berichtet.
Nicht selten arbeiten wir in der Einzelarbeit auch mit Eltern zusammen, die mit den gleichen Symptomen zu kämpfen haben. Besonders tragisch ist dabei, dass Eltern sich nicht krankschreiben lassen können. Wer versorgt dann die Kinder, wer pflegt die Mutter?


Was kann ich tun, um einem Burn-out vorzubeugen?

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie achtsam mit sich umgehen. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Gesundheit, treiben Sie regelmäßig Sport und pflegen Sie Ihr Privatleben im Kreis der Familie und Freunde.
Setzen Sie sich mit Ihren persönlichen Themen auseinander. Ein Gespräch mit einem guten Freund oder einer guten Freundin kann schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein.
Wenn Sie einen Burn-out etwa durch Nichtbeachtung oder durch Alkohol zu verdrängen versuchen, wird dieser umso mächtiger, bis Sie regelrecht von ihm aufgezehrt werden. Scheuen Sie nicht davor zurück, frühzeitig professionelle Hilfe anzunehmen.Gehen Sie offen und interessiert mit dem Thema um und gehen Sie nicht von der Prämisse aus: „Mir passiert so etwas nicht.“

Herr Mülhaupt, ich bedanke mich für das Gespräch.

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