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Männer leiden anders

08.02.201117:36 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Männer leiden anders

(openPR) Aktuellen Zahlen zufolge leiden etwa 17 Prozent der Bevölkerung an depressiven Störungen. Frauen statistisch doppelt so häufig wie Männer. Experten gehen jedoch davon aus, dass Depressionen bei Männern lediglich seltener diagnostiziert werden – denn Männer leiden anders.



Depressionen werden in der Regel mit Symptomen wir Schwermut, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit assoziiert. Bei Männern häufen sich jedoch Symptome aggressiver Art: Reizbarkeit, niedrige Impulskontrolle, Wutanfälle, hohe Risikobereitschaft, exzessives Sporttreiben, sozial unangepasstes Verhalten, vermehrter Alkohol und Nikotin-Konsum und erhöhte Suizid-Bereitschaft. Weil die Symptome von jenen abweichen, die als klassische Merkmale der Depression gelten, wird die Diagnose häufig zu spät gestellt, wenn überhaupt.

Das erklärt unter anderem die drei Mal höhere Selbstmordrate bei Männern. Experten fordern daher mehr Kompetenz in Richtung einer Gender-spezifische Medizin. „Gender-spezifische Medizin bedeutet optimale Versorgung von Patienten durch die Überwindung der Geschlechterkluft bei Prävention, Diagnose, Therapie und Rehabilitation. Um dies zu gewährleisten muss das soziale und psychosoziale Geschlecht eines Menschen, bestehend aus Identität, Rollenverständnis und – verhalten, in Betracht gezogen werden“, so Prof. Kleine-Gunk von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin (GSAAM).

Aufgrund klassischer Geschlechter-Rollen neigen Männer dazu, psychische Probleme zu ignorieren und stattdessen körperliche Ursachen zu suchen. Männer gehen seltener zum Arzt als Frauen, und wenn sie Hilfe suchen, dann eher für körperliche als für psychische Probleme. „Vor dem Hintergrund traditioneller Normen ist ein solches Vermeidungsverhalten nicht verwunderlich, da es gilt, (bedrohte) männliche Identität aufrechtzuerhalten. Die traditionelle männliche Geschlechtsrolle erfordert die Bewältigung von Gefahren, Bedrohungen und Schwierigkeiten, ohne dass die damit verbundenen Ängste und Probleme wahrgenommen werden bzw. zugegeben werden dürfen. Hilfesuche ist im Männlichkeitsstereotyp nicht vorgesehen“, so Privat-Dozentin Dr. Anne Maria Möller-Leimkühler von der psychiatrischen Klinik der LMU München.

Als Folge der psychischen Erkrankung leidet schließlich auch der Körper. Bei depressiven Menschen kommt es häufiger zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenzen. Auch das Risiko für Krebs, Migräne, Asthma oder ein Magengeschwür ist höher. Seelische Störungen schwächen das Immunsystem, daher kommt es häufiger zu Infektionen. Ein Großteil der Alkoholabhängigkeiten entsteht aufgrund von Depressionen. Problematisch dabei ist, dass häufig nur die Symptome behandelt werden, die eigentliche Ursache Depression bleibt nicht selten unbehandelt. Dabei kann man Depressionen vorbeugen, indem man seine mentale Gesundheit pflegt.
„Innere Ausgeglichenheit und mentale Balance sind gewichtige Faktoren der Langlebigkeit. Zahlreiche neuere Studien lehren uns, dass Stress und seine Folgen das Erreichen von hohen Lebensaltern verhindert. Stress ist ein nahezu ständiger Begleiter des Lebens in der industriell orientierten Welt, welcher sich in vielfachen körperlichen und seelischen Störungen widerspiegeln. Zu den wesentlichen Auswirkungen gehören neben den typischen Stresszeichen das Burnout, die chronische Müdigkeit, aber auch seelische Erkrankungen wie Depression, Angst-, Panikstörungen und Suchterkrankungen. Mit der modernen Mental-Medizin kann man störende Stress-Ursachen erkennen, und durch integrale Methoden, d.h. natürlichen Heilstoffen und langfristige Betreuung (Coaching), die mentale Balance wiederherstellen, verbessern und eine dauerhafte Ausgeglichenheit, emotionale kognitive und physische Leistungsfähigkeit erwirken“, so Prof. Alfred Wolf, Facharzt für Gynäkologie und Mitglied der GSAAM.

Die unterschiedlichen Formen der Depression bei Mann und Frau weisen darauf hin, dass mehr Genderkompetenz in der Medizin, zielgruppenspezifische Gesundheits- und Präventionsangebote, flankiert von einem veränderten gesellschaftlichen Rollenverständnis für unsere Gesundheit unverzichtbar sind.

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