(openPR) Beim Kauf von Kinderspielzeug stehen Verbraucher vor einer schwierigen Situation. Es soll dem Kind gefallen, pädagogisch wertvoll sein und auch noch ungefährlich. Gerade Letzteres stellt sich für viele Käufer zunehmend schwieriger dar.
Anita Klahn, sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, fordert eine klare Orientierungshilfe seitens der Landespolitik für die Verbraucher.
Insbesondere bei den Gütesiegeln sieht Klahn Handlungsbedarf. „Es sind weit mehr als ein Dutzend verschiedene Siegel, vom TÜV-GS Siegel, über ein Öko-Tex Siegel bis hin zum CE-Siegel.“ erläutert Klahn die Irreführung der Verbraucher. Viele Siegel wiegen den Verbraucher in falsche Sicherheit.
Eine besonders trügerische Kennung ist allerdings das CE-Zeichen. Innerhalb der EU muss Spielzeug seit mehr als zehn Jahren das CE-Zeichen tragen. Es besagt, dass Spielsachen den in der EU entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Aber: Der Hersteller oder Importeur darf sich die Einhaltung der Norm mit einer sogenannten Konformitätserklärung selbst bestätigen.
„Ein Zeichen für sicheres Spielzeug ist das CE-Zeichen nicht“, warnt Anita Klahn. Sie verdeutlicht die Problematik an einem alltäglichen Beispiel: „Wir könnten die TÜV Prüfung bei Autos stark vereinfachen. Der Fahrzeughalter sichert einfach dem TÜV schriftlich zu, dass sein Auto sicher ist, und würde dann die Plakette erhalten.“
Als konkrete Lösung wünscht sich Klahn ein europaweites, verbindliches Prüfsiegel nach Vorbild des deutschen GS-Zeichens. Das GS-Zeichen garantiert die Einhaltung europäischer Sicherheitsnormen durch eine unabhängige Prüfstelle, wie dem TÜV, und ist nur mit dem Zeichen eines Prüfinstitut zu finden. Die Prüfung erfolgt freiwillig. Es gilt als sehr verlässliches Gütesiegel.
Klahn ist überzeugt, dass die meisten Eltern beim Spielzeugkauf verantwortungsbewusst handeln wollen. Doch befürchtet sie, dass viele bei der Auswahl eines unbedenklichen Produktes verunsichert und in trügerische Sicherheit gewogen werden, die nicht der Realität entspricht.
Besonders da kürzlich die Kinderrechte in die Landesverfassung aufgenommen wurden, sieht Klahn die Koalition in der Verantwortung, einen Beitrag für die Sicherheit von Kindern zu leisten.











