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Schneller vorwärts mit Managed Accounts im Portfolio

Bild: Schneller vorwärts mit Managed Accounts im Portfolio

(openPR) Höhere Geschwindigkeit, Energieersparnis von 10 bis 15 Prozent, damit verbunden eine größere Reichweite und zusätzlich ein wesentlich ruhigeres Fahrverhalten: der moderne Schiffsbau eröffnet Möglichkeiten, mit denen Tanker, Fracht- und Kreuzfahrtschiffe aber auch Luxusyachten eine effizientere und schnellere Fortbewegung erreichen. Ein näherer Blick auf die modernen Schiffskonstruktionen liefert interessante Anregungen – auch für die Konstruktion von Investmentportfolios. Denn nach den Rückschlägen durch die Finanzkrise ist auch hier Optimierungspotential und erheblicher Aufholbedarf erkennbar.



Es sind keine großen Änderungen notwendig, um die Effizienz von Schiffen im Strömungskanal zu verbessern. Der große Unterschied entsteht durch einen kleinen Zusatz, der nachträglich vorne an den Bug angeschweißt wird: Ein Abstromwulst oder auch Wulstbug genannt, verringert den Wellenwiderstand von Yachten, Kreuzfahrtschiffen und Tankern. Er bewirkt eine Welle, die sich bereits vor der eigentlichen Bugwelle bildet. Da diese erste Welle exakt entgegengesetzt der Bugwelle verläuft, reduziert sie die bremsende Bugwelle. Leisten die Schiffsbauingenieure gute Arbeit, ist es sogar möglich die Bugwelle im besten Fall komplett aufzuheben.

Verbesserte Energieeffizienz

Der Effekt ist großartig: Durch die Verschiebung des Wellenbildes wird der Wellenwiderstand, der einen großen Teil des Gesamtwiderstandes einer Yacht ausmacht, sehr stark reduziert. Höhere Geschwindigkeit, Energieersparnis und besseres Fahrverhalten sind die logische Konsequenz. Die bei der Hamburgische Schiffbau- Versuchsanstalt HSVA optimierten großen Yachten werden bereits seit 1990 allesamt mit einem Wulstbug ausgestattet.

Die Parallelen zu einem Investmentportfolio liegen auf der Hand. Wir haben in diesem Artikel Untersuchungen angestellt, ob sich klassisch ausgerichtete Portfolios bestehend aus Aktien und Anleihen mithilfe der bei uns gelisteten Managed Accounts optimieren lassen. Durch die Annahme, dass Wertschwankungen zwar sowohl in den klassischen Investments als auch in Managed Accounts auftreten, meistens jedoch zeitlich versetzt erfolgen, hofften wir, eine Überlagerung zu erreichen, die zu einem geringeren Gesamtrisiko des Portfolios und einer verbesserten Gesamtrendite führt.

Manko der von uns durchgeführten Proberechnungen, stellt die Länge der Datenhistorie dar, die bei allen betrachteten Handelssystemen unterschiedlich ist. In unseren Rechenbeispielen arbeiten wir mit der längsten, uns zur Verfügung stehenden real erzielten Kursentwicklung der Managed Account Strategien.

Damit die von uns durchgeführten Untersuchungen keine unrealistisch hohe Optimierung ausweisen, wie es leider sehr oft im Backtesting von Handelssystemen der Fall ist, fokussieren unsere Rechnungen klar auf der Absenkung des Risikos. Indem wir ein einzelnes Managed Account abhängig vom Chance-Risiko-Profil seines eingesetzten Handelssystems mit maximal 20% zu klassischen Portfoliostrukturen beimischen, halten wir das Risiko von Schönfärberei für weitestgehend ausgeschlossen.


Rechenbeispiel:
Ausgewogene Portfoliostruktur

50% Aktien und 50% Renten ist eine Portfolioquote, wie sie sehr oft Anlegern mit einem ausgewogenen Chance-Risiko-Empfinden empfohlen wird. Auch wenn sich mit einzelnen Aktien- und Rentenmärkten selbst die Ergebnisse optimieren ließen, so haben wir uns als Vergleichsbasis für den globalen Aktienindex MSCI World (EUR) und den Index für europäische Rentenwerte SALB European WGBI entschieden. Eine 10%-ige Beimischung des als Managed Account verfügbaren Handelssystems Profit FX soll im ersten Beispiel dieser weit verbreiteten Depotstruktur zu etwas mehr Leistungskonstanz verhelfen.

Tatsächlich sind die Auswirkungen dieser Beimischung in Form einer Risikoabsenkung für Investoren deutlich spürbar. Profit FX verfügt über eine mittlerweile gut zweijährige Historie, so dass nicht nur das starke Aktienjahr 2010, sondern auch die letzten Auswirkungen der Finanzkrise in der Kurshistorie inkludiert sind. Über diesen Zeitraum betrachtet, gelingt es Profit FX den durchschnittlichen monatlichen Ertrag des Portfolios von 0,78% auf 1,04% anzuheben.

Was im Monatsdurchschnitt noch relativ gering erscheint wird in der Jahresbetrachtung deutlicher. Die klassische 50/50 Mischung alleine erreicht im Jahresschnitt +9,76%. Mit der 10%-igen Beimischung gelingt es, einen Jahresschnitt von +13,27% zu erreichen. Der Zinseszins-Effekt dürfte bei einem langfristigen Anlagehorizont und dieser Performanceverbesserung sehr deutlich ausfallen.

Obwohl wir Profit FX selbst als sehr chanceorientiert einstufen und Investoren in der separaten Betrachtung der Handelsstrategie mit hoher Volatilität kalkulieren sollten, wird mit der Beimischung zu einem 50/50 Depot eine Risikoabsenkung erreicht. Über den betrachteten Zeitraum sinkt die Volatilität von 9,41% auf 8,89% ab. Spürbar ist auch die Verringerung des maximalen historischen Drawdowns innerhalb der letzten zwei Jahre von -10,78% auf -7,68%. Die bis dato längste Verlustphase des Depotklassikers verkürzt sich um ganze 5 Monate.


Rechenbeispiel:
Konservative Portfoliostruktur

Institutionelle Investoren, wie beispielsweise Stiftungen favorisieren einen sehr hohen Anteil an Rentenwerten im Depot. Ihnen ist ein kontinuierlicher Vermögensaufbau wichtiger als die mit einem hohen Aktienanteil verbundenen Kursschwankungen. Entsprechend unüblich mag Ihnen unser nächstes Rechenbeispiel auf den ersten Blick erscheinen.

Ein klassisches Portfolio mit 70% Rentenanteil und 30% Aktienanteil erhält eine Beimischung der `Aktienverwaltung long / short´ von PP-Brokerage in Höhe von 20%. Entgegen der Erwartung bewirkt diese Allokation keine Anhebung des Risikos. Im Gegenteil: Es tritt eine Risikosenkung in Kraft, die den konservativen Charakter der ursprünglichen Depotstruktur unterstreicht.

Marc Wilhelms von PP-Brokerage hat mit seiner Leistung in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass er zwar gerne Renditechancen ergreift, allerdings kein Freund hoher Risiken ist. Die längste Verlustphase des klassischen Depotkonstrukts hätte sich mit der Beimischung der von Marc Wilhelms entwickelten Anlagestrategie von 13 Monaten auf gerade einmal 5 Monate verkürzen lassen.
Eine solche Verbesserung des Kursverlaufs ist nicht nur nervenschonend für die Investoren, sondern auch gut für die Rendite. Während die Volatilität von 8,35% auf 7,77% reduziert werden kann, erhöht sich die jährliche Performanceleistung des Gesamtportfolios von 10,26% auf 13,4%. Beachtlich ist die Steigerung der Anzahl der positiven Handelsmonate. Lag diese vor Depotoptimierung bei 62,5%, so steigt sie mit der Beimischung auf 75,0% an. Ein gewaltiger Sprung von +0,5 ist in der Sharpe-Ratio zu verzeichnen.


Rechenbeispiel:
Defensive Portfoliostruktur

Eine etwas längere Kurshistorie, als in den ersten beiden Rechenbeispielen, liefern die über die Fonds Direkt AG verfügbaren Handelssysteme von FX Wave, die uns seit Mai 2007 real gehandelte Konten nachgewiesen haben.

Da die Historie damit den kompletten Verlauf der Finanzkrise abdeckt haben wir in diesem Beispiel zu Gunsten des klassischen Aktien/Renten-Depots auf eine hohe Aktienquote verzichtet. Mit 20% Aktienanteil und 80% Rentenanteil, den es zu optimieren gilt, landen wir im Bereich einer sehr defensiven Portfoliostruktur.

Ein Blick auf die FX Wave Strategien zeigt dagegen eine sehr starke Volatilität. Als Ergänzung des klassischen Depots beschränken wir uns in diesem Beispiel daher auf eine nur 5%-ige Beimischung und wählen hierzu die defensivere Strategievariante, das `FX Wave Basis Portfolio 2%´.

Auch in diesem Beispiel gelingt es, das Risiko der klassischen Depotzusammensetzung abzusenken. Die Volatilität fällt von 7,99% auf 7,12%. Gleichzeitig gelingt es, die Verlustphasen deutlich abzukürzen. Betrug die längste Verlustphase vor Optimierung 17 Monate, so verkürzt sich die Phase bis zum nächsten Kontohöchststand um 5 Monate. Durchweg verbessern sich auch alle anderen Risiko- und Performancekennziffern. Einzig bei der Anzahl der positiven Handelsmonate konnte keine Verbesserung erreicht werden.

Rechenbeispiel: Aktiendepot

Um auch einem noch sehr jungen Handelssystem die Chance zu geben, optimieren wir in unserem nächsten Beispiel ein reines Aktienportfolio (100% MSCI World EUR) mit dem im März 2010 gestarteten `Mercari-Devisen-Strategiedepot 1´. Aufgrund der starken Volatilität des Ausgangsdepots, entscheiden wir uns für eine Mercari-Beimischung von 10%: Selbst in diesem kurzen Zeitraum reduzieren sich der maximale Monatsverlust und der maximale Drawdown. Neben der Stabilisierung der Kursentwicklung zeigt sich zudem auch eine Steigerung der Rendite.

Depotoptimierung
mit wenig Aufwand möglich

Was letztendlich nichts anderes ist, als uns die Portfolio-Theorie von Harry M. Markowitz lehrt, lässt sich unter Einsatz bestimmter Handelsstrategien bereits mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand erreichen. Unsere Rechenbeispiele zeigen, dass bereits geringe Beimischungen von nur 5% einer Handelsstrategie, das Chance-Risiko-Profil klassischer Investmentdepots verbessern können. Der Aufwand für Investoren ist entsprechend gering. Denn im Gegensatz zu einer Komplettsanierung ist es unter Einsatz von Managed Accounts nicht notwendig, das Portfolio vollständig neu auszurichten. Wie im Schiffsbau reicht eine kleine Ergänzung, um das „Wellenbild“ des Portfolios zu verschieben. Und genau wie bei den modernen Wulstbugkonstruktionen werden dadurch auch in einem Investmentdepot die Kursschwankungen reduziert und dem bestehenden Depot mehr Effizienz verliehen.

Richtig interessant ist natürlich auch der Mix herausragender Handelssysteme. Indem man verschiedene Managed Accounts miteinander kombiniert, ist es möglich eine Doppeldiversifikation zu erreichen. Dies gelingt, indem verschiedene Anlagestrategien berücksichtigt werden, die ihren Anlagefokus jeweils auf verschiedene Märkte richten. Während beispielsweise der Blick von Marc Wilhelms Handelssystem auf Aktienmärkte fokussiert ist, arbeitet Robert Paulson, Trading Advisor von `Profit FX´ sehr konzentriert in den Rohstoff- und Devisenmärkten. Noch spezialisierter geht es in den Handelssystemen des Bad Homburger Anbieters Fonds Direkt zu. Hier ist die Anlagestrategie speziell auf ein einzelnes Währungspaar zurechtgeschnitten. Alle drei Handelsstrategien, die wir als `chanceorientiert´ bis `stark chanceorientiert´ einstufen, werden in der Kombination mit klassischen Aktien- und Rentenwerten zu einem Portfolio, das sich wertstabiler als der Rentenmarkt entwickelt: Das Rechenbeispiel zeigt ein Portfolio, indem Rentenwerte mit 50% Anteil die höchste Gewichtung erfahren. 25% werden in globale Aktienwerte investiert (MSCI World EUR). Die restlichen 25% bilden einen Mix aus `Aktienverwaltung long / short´ (10%), `Profit FX´ (10%) und `FX Wave Basisportfolio 2´ (5%). Ein solches Portfolio punktet kennzahlenmäßig auf allen Ebenen. Wir verzeichnen einen drastischen Anstieg der positiv abgeschlossenen Monate auf fast 80%. Der maximale Verlust dieser Depotzusammensetzung ist nicht einmal halb so groß, wie der maximale Verlust des Rentenmarktes in dieser gut zweijährigen Betrachtung. Keine Verlustphase dauerte länger als drei Monate. Trotz der teils volatilen Handelssysteme, liegt die Volatilität der Depotkombination unterhalb der des Rentenmarktes. Eine Sharpe Ratio oberhalb von 2 hingegen deutet auf einen gleichzeitig starken Anstieg der Performance hin.

Zugegeben – es ist leicht eine Rechnung anhand historischer Performanceinformationen zu erstellen. Welche Systeme Ihnen in der Zukunft die besten Ergebnisse bringen, weiß die Glaskugel. So wie es bei allen Kapitalanlagen notwendig ist, erfordert die heutige Zeit einen regelmäßigen Kontrollblick auf die Entwicklung jeder einzelnen Portfolioposition. Da wir immer auch einen Blick auf die Entwicklung anderer Kapitalanlagen werfen, wissen wir, dass Asset Manager mit verschiedenen Marktphasen unterschiedlich gut zurecht kommen.

Nichtsdestotrotz zeigen die oben aufgeführten Portfoliobeispiele einen Weg, um bestehenden, von der Finanzkrise gebeutelten Portfolios aus der Misere zu helfen. Der Aufwand für Investoren ist dabei gering. Denn im Gegensatz zu aufwändig konstruierten Programmen zur Portfoliooptimierung, zeigen unsere Beispiele, dass kleine Anpassungen bereits ausreichen können. Entscheidend für Investoren ist die Auswahl geeigneter hochwertiger Handelssysteme. chili-assets.de steht Ihnen mit der entsprechenden Dateninformation auf unserer Website unterstützend zur Seite.

Der vollständige Artikel steht Ihnen als PDF unter
http://www.chili-assets.de/tl_files/download/chili_assets_news_01-2011.pdf
zur Verfügung.

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