(openPR) Die große Mehrheit brennt an der hohen Arbeitsbelastung aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine nicht repräsentative Umfrage der „Burnout Fachberatung“ (burnout-fachberatung.de) unter 1.120 akut oder potenziell vom Burnout-Syndrom Betroffenen. Demnach gaben 38% an, sie leiden vor allem an „zu viel Arbeit – zu wenig Zeit“. Abgeschlagen auf Platz zwei der „Leidensskala“ landeten mit 16% die „inkompetenten Kollegen oder Vorgesetzten“ gefolgt von „unklaren Erwartungen – zu wenig Feedback“ (13%).
Frank Berndt, der Leiter der Beratungsstelle, ist von diesem Ergebnis nicht überrascht: „Wir leben in einer ausgesprochenen Leistungsgesellschaft - die von außen herangetragenen Erwartungen, aber auch die Erwartungen der Betroffenen an sich selbst, sind enorm.“ Allerdings sieht Berndt, der auch Seminare zur Burnout-Prävention in Unternehmen hält, in der Arbeitsfülle nur den oberflächlichen Grund für Burnout. „Das eigentliche Thema liegt tiefer. Es ist nicht die Arbeitsmenge oder die fehlende Zeit, die Menschen ausbrennen lässt“, so Berndt, „sondern die dahinterliegende Angst, es nicht zu schaffen.“ Wenn die Betroffenen nicht mehr permanent an oder über ihre Leistungsgrenze gingen, hätte dieses Verhalten für sie –zumindest subjektiv empfunden- negative Folgen. Diese wollen sie um jeden Preis der Welt vermeiden. Und deshalb, so Berndt, seien sie erpressbar und bereit, den höchsten Preis überhaupt zu bezahlen: Ihre physische und psychische Gesundheit. Bei Burnout-Kandidaten hat eine Inversion stattgefunden: Nicht mehr sie haben Arbeit, sondern die Arbeit hat sie.
Weitere Informationen: Frank H. Berndt, "30 Minuten gegen Burn-out", GABAL-Verlag, 6. Auflage 2010











